Die blinden Reporterinnen: Berliner Realismus

Plakat: Berliner Realismus

Plakat zur Ausstellung: GESTALTUNG WERBEMOTIV: GERWIN SCHMIDT, 2018, UNTER VERWENDUNG EINES
GEMÄLDES VON OTTO NAGEL (C) VG BILD-KUNST, BONN 2018, FÜR DAS WERK VON
OTTO NAGEL

Susanne Emmermann und Anika Weichert über die Ausstellung

BERLINER REALISMUS. VON KÄTHE KOLLWITZ BIS OTTO DIX

die vom 22. März bis 17. Juni 2018 im Berliner Bröhan-Museum zu sehen war.

1. Eingangsgespräch mit der Kuratorin Anna Grosskopf und dem Vermittlungspädagogen Nils Müller:

2. Zeitlicher Auftakt der Ausstellung – Rundgang mit Fr. Grosskopf:

3. Arbeitsleben, Arbeiter, Arbeitslosigkeit – Rundgang mit Fr. Grosskopf:

4. Der Drucker Max John/ Arbeitsloser von Otto Dix, 1920, beschrieben von Fr. Grosskopf:

5. Der Drucker Max John/ Arbeitsloser von Otto Dix, 1920, beschrieben von einer Besucherin:

6. Krieg und Revolution – Rundgang mit Fr. Grosskopf:

7. Gedenkblatt der Ermordung Karl Liebknechts von Käthe Kollwitz beschrieben von Hr. Müller:

8. Fotografie und Film – Rundgang mit Fr. Grosskopf:

9. Mutter Krausens Fahrt ins Glück, Filmplakat, von Otto Nagel, 1929, beschrieben von Fr. Grosskopf:

10. Mutter Krausens Fahrt ins Glück, Filmplakat, von Otto Nagel, 1929, beschrieben von einer Besucherin:

11. Mutter Krausens Fahrt ins Glück, Filmplakat, von Otto Nagel, 1929, beschrieben von einer zweiten Besucherin:

12. Internationale Arbeiterhilfe – Rundgang mit Fr. Grosskopf:

13. Gesellschaft am Abgrund – Rundgang mit Fr. Grosskopf:

14. Der Mädchenhändler von George Grosz, 1918 beschrieben von Fr. Grosskopf:

15. Der Mädchenhändler von George Grosz, 1918 beschrieben von einem Besucher:

16. Die Weltpolitiker von George Grosz beschrieben von Fr. Grosskopf:

17. Die Weltpolitiker von George Grosz beschrieben von einer Besucherin:

18. Alltag und Bühne, Hurengespräche von Heinrich Zille, Druckwerkstatt – Rundgang mit Fr. Grosskopf und Hr. Müller:

19. Programm im Sommer:

 

 

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Workshops in der Berlinischen Galerie

Interesse an Foto-Workshops mit einem blinden Fotografen? Im August hat uns die Berlinische Galerie, das Berliner Landesmuseum für zeitgenössische Kunst, eingeladen, dort selbigen zu veranstalten:-) Müsst ihr alle kommen!

Von Angesicht zu Angesicht
Inklusiver Workshop zu Fotografie und Bildbeschreibung für Blinde, Sehbehinderte und Sehende
Sa 18.08.2018, 10:30–16:30 Uhr + Sa 01.09.2018, 10:30–14:30 Uhr sowie individuelle Fototermine nach Vereinbarung im Fotostudio für Blinde Fotografen
Zur Ausstellung „Loredana Nemes. Gier Angst Liebe – Fotografien 2008–2018“

Zum ersten Mal veranstaltet die Berlinische Galerie einen inklusiven Workshop, in dem sich blinde, sehbehinderte und sehende Kunstinteressierte der Fotografie und deren Bildbeschreibungen widmen. Das Medium bietet unerschöpfliche Möglichkeiten, um Personen, Gegenstände oder Alltagssituationen abzubilden. Im Rahmen der Ausstellung „Loredana Nemes. Gier Angst Liebe – Fotografien 2008–2018“ nähern sich die Teilnehmer*innen den Porträtaufnahmen der Künstlerin an, die einen Schwerpunkt  der Werkschau darstellen. Unentbehrliches Mittel im Dialog zwischen blinden, sehbehinderten und sehenden Teilnehmer*innen bilden hierbei ausführliche Bildbeschreibungen. Sie eröffnen sowohl Blinden als auch Sehenden einen detaillierten Zugang zur Kunst.

Der Workshop erstreckt sich über drei Tage.

1. Tag, 18.08.2018, 10:30–16:30 Uhr: In einem gemeinsamen Rundgang lernen die Teilnehmer*innen die Ausstellung und Hauptwerke von Loredana Nemes kennen. Hierbei kommen Tastobjekte und Materialproben zum Einsatz, um die Bildmotive zu veranschaulichen. Neben technischen und gestalterischen Aspekten in der Porträtfotografie sollen in Anlehnung an das Werk Nemes’ in der Gruppe Bildbeschreibungen geübt und einzelne Szenerien nachgestellt werden.

2. Tag, individueller Fototermin nach Vereinbarung: In Einzelterminen können sich die Teilnehmer*innen von Gerald Pirner per Lightpainting im ersten Berliner Fotostudio für Blinde Fotografen porträtieren lassen. Beim Lightpainting werden Körper, Figuren oder Gegenstände mit unterschiedlichen Lichtquellen nachgezeichnet, während die Kamera auf Langzeitbelichtung eingestellt ist. Die Technik bietet blinden und sehbehinderten Fotograf*innen die Möglichkeit, durch Licht, Gestik und Kommunikation die entsprechenden Motive einzufangen.

3. Tag, 01.09.2018, 10:30–14:30 Uhr: Zum Abschluss des Workshops trifft sich die Gruppe erneut in der Berlinischen Galerie, um ihre Erfahrungen bei der Beschreibung und Wahrnehmung von Fotografien auszutauschen sowie die Arbeitsweisen von blinden, sehbehinderten und sehenden Fotograf*innen zu diskutieren.

Geleitet wird der Workshop von den Fotografen Karsten Hein und Gerald Pirner. Beide setzen sich auf praktischer sowie kunsttheoretischer Ebene mit dem Phänomen von Fotografie und Wahrnehmung, Sehen und Nichtsehen auseinander. Gerald Pirner arbeitet mit der Methode des Lightpaintings, die es ihm als blinder Fotograf ermöglicht, seine Bildideen und -motive zu visualisieren.

In Kooperation mit der Werkstatt für Interkulturelle Medienarbeit e.V. (WIM)

Der Workshop ist im Museumseintritt enthalten.

Da die Teilnehmer*innenzahl für den Workshop begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bis 31.07.2018 per E-Mail an bildung@berlinischegalerie.de, Tel. 030-789 02-837. Informieren Sie uns über eventuellen Unterstützungsbedarf!

 

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30. Juni 2018 Alex im Licht/ Zwei Konzerte

Die fortlaufende Konzertreihe des Projekts ALEX IM LICHT mit Claudia Fierke, Alexandra Reinshagen, Steffen Nitzel und Felix Högl, in der sehende und nicht-sehende Musiker und Musikerinnen im komplett abgedunkelten Raum mit Soundcollagen und Songs unterhalten, findet diesmal in Charlottenburg statt. 
Am Samstag, d. 30. Juni 2018 spielt ALEX IM LICHT
Achtung bereits um 12:00 Uhr mittags 
ihr Konzert im Dunkeln für alle Interessierten im Kant Kino, Kantstraße 54, 10627 Berlin, Eintritt 7,00 €, ermässigt 3,50 €  

 

 

 

 

 

 

Und gleich noch ein zweiter Hinweis

ES GIBT EIN LEBEN OHNE WM! Es muss nicht das schlechteste sein. Aber es geht auch beides und lässt sich möglicherweise miteinander verbinden: Kultur und Sport an einem Tag!!! WOW!
Also: Mittag ist der neue Abend!
In diesem Sinne bitte auf die Uhrzeit achten!
THE GOOD SONS am 23.06.2018 um 14:00 und um 17:00 Uhr im Museum für Kommunikation, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin
Im Rahmen der 8. ComicInvasionBerlin im Museum für Kommunikation, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin, begleitet die Band THE GOOD SONS (Claudia Fierke, Steffen Nitzel, Christiane Hommelsheim) das liveDrawing von Reinhard Kleist am 23.06.2018 um 14:00 und um 17:00  Uhr bei freiem Eintritt   

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Die blinden Reporter: Max Beckmann im Museum Barberini

Gerald Pirner und Heidi Prenner über die Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“, die noch bis zum 10.Juni 2018 im Museum Barberini in Potsdam zu sehen ist.

Dieses Mal beginnen wir mit sechs Bildbeschreibungen von Kindern:

1 Pola beschreibt die Kaltnadelradierung Frau in der Nacht, 1920

2 Lidewij beschreibt die Kaltnadelradierung Hinter den Kulissen, Blatt 3 der Mappe Jahrmarkt, 1921

3 Pola beschreibt Schießbude, Blatt 4 der Mappe Jahrmarkt, 1921

4 Pola und Hugo beschreiben Die Luftakrobaten, 1928

5 Hugo beschreibt Mädchen mit Banjo und Maske, 1938

6 Hugo beschreibt Schauspieler. Triptychon, 1941/1942

Und nun

7 ein Rundgang durch die Ausstellung mit dem Kurator Dr. Michael Philipp und Frau Dr. Dorothee Entrup von der Vermittlung

mit folgenden Bildbeschreibungen: Selbstbildnis als Clowns, 1921. Die Enttäuschten I und Die Enttäuschten II, 1922. Die Artistin am Trapez, 1936. Apachentanz, 1938. Argonauten. Triptychon, 1949/50 und Schauspieler. Triptychon, 1941/1942

Und schließlich

8 Philip (Werkstudent) beschreibt Großes Varieté mit Zauberer und Tänzerin, 1942

 

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Die blinden Reporter: Klaus Fußmann. Menschen und Landschaften

Hier berichten Susanne Emmermann und Anika Weichert über die Ausstellung von Klaus Fußmann, die bis zum 3. Juni 2018 im Museum Barberini in Potsdam zu sehen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Ankunft im Barberini und erster Eindruck

2. Bildbeschreibung „Innen und Außen“ von Klaus Fußmann

3. Bildbeschreibung unbekannter Titel (Bild mit Zwerg und B)

4. Bildbeschreibung „Der Wintergarten“

5. Was hat ein blinder Mensch davon? – Gespräch Besucherin und Reporterin

6. Bildbeschreibung „Drei Generationen“

7. Skulptur „Jahrhundertschritt“ im Innenhof des Barberini

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Ein neues Format/ Blinde Reporter über die Oktoberrevolution im Deutschen Historischen Museum

Die blinden ReporterInnen

trugen ursprünglich den etwas barocken Namen „Die blinde Reporterin geht ins Museum und fragt den Leuten Löcher in den Bauch“. Und auch wenn sich der Name nun schon abgeschliffen hat, genau darum geht es. Die blinden Reporter und Reporterinnen gehen in Ausstellungen und fragen zufällig anwesende Besucher und Kuratoren, Fachleute und Laien, Jungen und Mädchen, was da vor ihnen an der Wand hängt. Und da du, geneigter Leser, verehrte Leserin, es gerade ebenso wenig vor sich sehen, wie sie, sind die blinden Reporter deine allerbesten Stellvertreter. Die Befragten beantworten den Blinden bereitwillig jede Frage, auch die, die sie einem sehenden Interviewer vielleicht nicht beantworten würden: Das sieht man doch. Aber tatsächlich ist das, was man sieht, längst nicht so eindeutig, wie es einem selbst erscheint. Das merkt man spätestens, wenn man zwei verschiedene Bildbeschreibungen des selben Bildes vergleicht. Aus Gemeinsamkeiten und Unterschieden ergänzt sich den Hörern, sehenden wie blinden, nach und nach ihr inneres Bild.

Die erste Ausstellung, der wir gleich eine Reihe von Beiträgen widmen, ist die

Sonderausstellung 1917. Revolution. Russland und Europa im Deutschen Historischen Museum Berlin

Gerald Pirner und Heidi Prenner haben aus 22 Einzelbeiträgen einen akustischen Ausstellungsrundgang zusammengefügt:

 

0A 1917. Revolution. Russland und Europa. DHM Berlin – Aufbau der Sonderausstellung Frau Portele-Anyangbe und Gerald Pirner

 

0B 1917. Revolution. Russland und Europa. DHM Berlin – Die inklusiven Stationen (IKS) der Sonderausstellung Frau Portele-Anyangbe und Gerald Pirner

 

1A Russische Gesellschaft vor der Revolution – Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin Julia Franke und Gerald Pirner. Beschreibung der ersten IKS der Gesellschaftspyramide (G.P.) und der Installation zur Zarenfamilie mit Karl Marx (J. F.)

 

1B Russische Gesellschaft vor der Revolution – Julia Franke mit Gerald Pirner

 

1C Russische Gesellschaft vor der Revolution – BesucherInnen beschreiben Der Pilger, von Robert Büchtger (1862 – 1951), Russland 1895.

 

2A – Revolution und Reform 1905 und Erster Weltkrieg – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner.

 

3A – Februarrevolution 1917 – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner

 

4A – Oktoberrevolution und Bürgerkrieg – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner

 

4B – Oktoberrevolution und Bürgerkrieg – BesucherInnen beschreiben das Plakat Friede und Freiheit in den Abgeordnetenräten, Odessa 1919, Reproduktion DHM, Berlin.

 

4C – Oktoberrevolution und Bürgerkrieg – BesucherInnen beschreiben das Plakat Jetzt ist Wrangel an der Reihe! Nikolai M. Kotschergin (1897-1974), Moskau, 1920, Reproduktion DHM, Berlin

 

5A – Die frühe Sowjetunion – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner zur Architektur dieses Raumes. Die Assistentin beschreibt das Plakat Schlagt die Weißen mit dem roten Keil, 1920, El Lissitzky (1890-1941)

 

5B – Die frühe Sowjetunion – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner und BesucherInnen beschreiben das Bild Großer Oktober (Lenin vor dem Smolny) von Isaak I. Brodski (1883-1939)

 

6A – Aufbruch in die neue Gesellschaft – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner

 

6B – Aufbruch in die neue Gesellschaft – BesucherInnen beschreiben das Modell des Monuments der III Kommunistischen Internationale von Wladimir Tatlin, 1919/1920

 

6C – Aufbruch in die neue Gesellschaft – BesucherInnen beschreiben das Bild Völkerfreundschaft von Stepan M. Karpow (1890–1929) Sowjetunion, 1923/24

 

6D – Aufbruch in die neue Gesellschaft – BesucherInnen beschreiben die Feierliche Eröffnung des II. Kongresses der Komintern von Isaak I Brodski (1883-1939), Sowjetunion, 1924

 

7A – Auswirkungen auf Europa – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner

 

7B – Auswirkungen auf Europa – BesucherInnen beschreiben das Plakat mit Antikommunistischer Propaganda: Hinter dem anständigen Arbeiter, getäuscht von Kommunisten, stehen jene, die nur auf den „Grand Soir“ warten, um zu plündern zu brandschatzen, zu töten. André Galland (1886-1965), Paris, 1928.

 

7C – Auswirkungen auf Europa – Besucher beschreibt den Schlagstock um 1920, Archivio Fondazione Anna Kuliscioff, Mailand; das Foto Der Plünderung und Brandlegung der Arbeiterkammer in Turin, in der Abteilung zu Italien und die Propagandapostkarte der faschistischen Gruppe Die Giftige in Bibbiano Emilia, 1921.

 

8A – Migrationsbewegungen – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner. Besucher beschreibt den Nansen-Pass von Tamara Matul, Paris, 23 März 1933. Besucherin beschreibt das Foto: Tamara Matul (1905-1965) mit Marlene Dietrich und Rudolf Sieber in Hollywood um 1934, Deutsche Kinemathek – Marlene Dietrich Collection Berlin. Gerald Pirner beschreibt die letzte IKS-Station: Die Teedose der Firma Kusmi. Julia Franke beschreibt das Lamellenbild zur Migration.

 

9A – Epilog – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner. Beschreibung von Hero, Leader, God Alexander S. Kosolapov (*1943) USA, 2007; Die Oktoberrevolution, Werner Schulz (*1932) DDR, 1976 und Lenin on the Tribune (A.M.Gerasimov) Georg Baselitz (*1938), Deutschland, 1999.

 

9B – Epilog – BesucherInnen beschreiben die Arbeit von Alexander S. Kosolapov (*1943) Hero, Leader, God, USA, 2007

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