Die blinden Reporter: original bauhaus

Gerald Pirner und Heidi Prenner über die Ausstellung original bauhaus, die noch bis zum 27. Januar 2020 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist:

Einleitendes Gespräch zwischen Frau Wiedemeyer und Gerald Pirner zur Ausstellung original bauhaus in der Berlinischen Galerie

01 Bauhaus als Schule

02 Bauhaus als Stil und zum Titel der Ausstellung

Rundgang mit Frau Wiedemeyer durch die Ausstellung original bauhaus mit Beschreibungen einzelner Ausstellungsstücke

03 Geschichte schreiben (Glasdiasammlung von Gropius)

04 Produktion Reproduktion (Titelblatt zu Broom und Thomas Ruff )

05 Wiederaufführungen (Triadische Ballett)

06 Unikate in Serie (Uli Aigner Keramik)

07 Dadareife erreicht (Adressbuch von Hannah Höch und Portrait von Josef Alber eines unbekannten Bauhauskünstler)

08 Vorkurs original / Vorkurs machen (Zeichnungen nach Anleitungen)

09 Ungleiche Zwillinge (Landhaus Ilse)

Besuchergespräche:

1 Besucher beschreibt von Alfred Arndt das Modell des Bauhaus-Gebaeudes Dessau von Walter Gropius im Maßstab 1:100, 1965-1968

2 Besucherin beschreibt die Bilder von Stefanie Seufert aus der Serie blind (magenta-green), 2011, Fotogramm.

3 Besucherin beschreibt von László Moholy-Nagy, ohne Titel, Plakatentwurf für Goerz, 1925, Fotogramm und dessen Umkehrkopie

4 Besucherin beschreibt den Film von Oskar Schlemmer das Triadische Ballett, 1936

5 Besucherin beschreibt von Carl (Casca) Schlemmer Die Bauhaustreppe, 1995, Öl auf Leinwand.

6 Besucherin beschreibt das Foto von Tobias Zielony Line, 2017

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Die Blinden Reporter: „Kampf um Sichtbarkeit“

Susanne Emmermann, Anika Weichert und Klaus Möller über die Ausstellung

„Kampf um Sichtbarkeit“ – Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919

in der Alten Nationalgalerie vom 11.10.2019 bis 08.03.2020.

Einführung der Kuratorin Yvette Deseyve in die Ausstellung:

1. Thema: „Ausnahme“-Talente

             Beschreibung folgender Kunstwerke durch die Kuratorin Yvette Deseyve:

             1) Die Taufe der Lydia von Marie Ellenrieder, 1861

             2) Büste von Otto von Bismarck von Elisabet Ney, 1867

             3) Selbstbildnis von Anna Dorothea Therbusch, um 1780

2. Thema: Netzwerkerinnen

              Beschreibung folgender Kunstwerke durch die Kuratorin Yvette Deseyve:

              1) Selbstbildnis von Sabine Lepsius, 1885

              2) Bildnis des Kunsthistorikers Carl Schnaase von Marie Wiegmann, 1861

3. Thema: Pariser Freiheiten

               Beschreibung folgender Kunstwerke durch die Kuratorin Yvette Deseyve:

               1) Kirschenernte von Dora Hitz, vor 1905

               2) Häuser am Montmartre von Maria Slavona, 1898

4. Thema: Sammlungskonzepte – (K)ein Platz in der Ausstellung

                Beschreibung folgender Bilder durch die Kuratorin Yvette Deseyve:

                1) Deutsches Volksfest im 16. Jahrhundert von Paula Monjé, 1883

                2) Der Geiger Bronislaw Habermann von Tina Haim-Wentscher, 1916

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Die blinden Reporter: Von Angesicht zu Angesicht

Susanne Emmermann, Anika Weichert und Klaus Möller über die Ausstellung

Lotte Laserstein – Von Angesicht zu Angesicht

vom 05.04.-12.08.2019 in der Berlinischen Galerie

Track 1 Annelie Lüdgens erzählt über Lotte Laserstein, gibt Hintergrundwissen zu Konzeption, Räumlichkeiten und Farben der Ausstellung

Track 2 Bilder in der Treppenhalle und Zeitgeschehnisse im Fokus der Gruppenbilder: „Abend über Potsdam“ (1930), „Die Unterhaltung“ (1934), „Abendunterhaltung“(1948)

Track 2.1 Besucherin beschreibt „Die Unterhaltung“ (1934)

Track 3 A. Lüdgens beschreibt „Abend über Potsdam“ (1930)

Track 3.1 Besucherin beschreibt „Abend über Potsdam“ (1930)

Track 4 Raum – Handwerk des Malens, K. Renner und A. Lüdgens beschreiben „Ich und mein Modell“ (1929/30)

Track 5 Lüdgens beschreibt: „Russisches Mädchen mit Puderdose“ (1928)

Track 6 K. Renner und A. Lüdgens beschreiben: „Mädchen mit Katze“ (1932/33)

Track 7 K. Renner und A. Lüdgens beschreiben: „Bauerntochter“ (1932)

Track 8 Besucherin beschreibt „Selbstbildnis an der Staffelei“ (1938)

Track 9 Besucherin beschreibt „Liegendes Mädchen auf Blau“ (1931)

Track 10 Besucherin beschreibt „Maler in den Dünen“ (1933)

Track 11 Besucherkind beschreibt „Maler in den Dünen“ (1933)

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Die Blinden Reporter: (in)Visible von Jess Curtis

Gerald Pirner und Heidi Prenner:

Gespräche zu (in)Visible von Jess Curtis.

(in)Visible  wurde in der Tanzfabrik aufgeführt. Und bis zum 13. 10. 2019 in San Francisco.

Hier zwei Links:

https://www.jesscurtisgravity.org/invisible#invisible-desc

https://www.tanzfabrik-berlin.de/de/events/924

Und nun zu den Gesprächen:

  1. Mit Jess Curtis

über seinen Zugang zum Stück

über Inhalt und Narration

über Orte und Publikum

Und 2. mit dem Publikum

über allgemeine Eindrücke

über die Zugänge zum Stück

und über Subjekt/Objekt

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„Was du nicht siehst/2“ ohne Titel (Entdeckungen) von Mary Hartwig

ohne Titel. Foto von Mary Hartwig. Originalmasse 60 x 45 cm

Eine Farbfotografie von zwei Personen an einem Tisch sitzend, mit Textilien hantierend.

 

Das Bild ist ein Querformat in sehr weichem Licht mit überwiegend rotbraunen und rotgoldenen Farbtönen. In der Mitte ein runder mittelgroßer Tisch, an dem die zwei Personen links und rechts sitzen. Im Hintergrund zwei Fenster über Eck, durch die aber kein Tageslicht, sondern eher Dämmerlicht scheint. Auf dem Tisch liegen mehrere gefaltete Stoffbahnen, die von den beiden aufgenommen und betrachtet werden.

Die linke Person ist im Halbprofil zu sehen, hat die Augen geschlossen und lächelt. Sie hat dunkles Haar, das zu einem Pferdeschwanz zusammengefasst ist. Ihre Arme liegen auf dem Tisch und halten einen weissen Stoff mit rotem Randstreifen in den Händen. Die zweite Person ist rechts im Profil zu sehen. Sehr verschwommen und mit bräunlichen Schatten auf dem Gesicht. Sie hat kurzes Haar und betrachtet einen dunklen Stoff mit großen hellen Punkten. Ihr rechter Arm ist aufgestützt und hält den Stoff. Beide tragen dunkle Kleidung, die seitlich mit dem dunklen Bildrand verschwimmt. Die Umgebung ist eine Art Erker mit alten Holzfenstern mit breiten Rahmen mit Fensterkreuz. Alles ist durchzogen von dunkeln Schatten und Konturen, sowohl aussen vor dem Fenster, als auch drinnen. Über dem Tisch und den Köpfen der Personen schwebt ein Korkenzieherast mit gläseren Herzen daran hängend. Rechts und links sind die Konturen von Pflanzen zu ahnen. Das Licht in der Szene fällt mittig auf den Tisch. Es kommt offensichtlich teils durch das geschlossene Fenster. Vor dem Fenster draussen ein entfernter Himmel mit Konturen von Bäumen und Büschen. Rechts ein Baumstamm, der dem Haus nahe steht. Genau im Zentrum des Bildes, hinter der Scheibe sehen wir eine menschliche Handfläche. Umgeben von grünen Planzenteilen. Der einzige Grünfarbton im Bild. Die Hand hat schlanke Finger und wird von einem deutlichen Lichtstrahl von unten beleuchtet, aber ohne erkennbare Person dazu. Nur schemenhaft ist links davon ein menschliches Gesicht zu erahnen, das mit Spiegelungen auf der Fensterscheibe verschwimmt. Wir meinen zwei weit aufgerissene Augen zu sehen, die nach oben schauen. Jetzt fällt auch der Ausschnitt aus dunkler Kleidung auf. Aber nur unsere Fantasie kann das zu einem Gesicht ergänzen. Gleich wird es wieder durch Äste und Buschwerk überdeckt. Der rotbraune Fensterausschnitt rahmt alles perfekt ein.

Die Lichtfarbe und Lichtverteilung in diesem Bild gibt ihm etwas extrem Malerisches, Geheimnisvolles. Dunkles ist braun oder schwarz, Helles ist maximal goldton, meist aber rotbraun. Die klaren graden Konturen der Fenster setzen sich ab von der weich gezeichneten Szene am runden Tisch. Die vielen unregelmäßigen Pflanzenformen bringen Unruhe in die ruhige Szene.

 

beschrieben von Katrin Heidorn

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„Was du nicht siehst/2“ „Teiresias und Ödipus“ von Gerald Pirner

Titel: Teiresias und Ödipus. Foto von Gerald Pirner. Originalmasse 100 x 70 cm

Ein schwarz-weisses Doppelportrait von zwei männlichen Gesichtern vor schwarzem Hintergrund

Das Bild ist ein Hochformat mit sehr viel Schwarz, aus dem zwei Gesichter im Halbprofil schauen. Beide sind auf die linke untere Bildecke gerichtet . Das untere hat geschlossene Augen und einen sichtbaren kurzen Vollbart. Das zweite Gesicht schaut mit offenen Augen schräg nach unten und hat ebenfalls einen gestutzten Vollbart. Beide Gesichter werden von jeweils einem hellen Lichtstreifen erleuchtet.

 

Das untere Gesicht befindet sich fast im Zentrum des Hochformats. Es ist ein nicht mehr junges Männergesicht mit sichtbaren Falten auf Stirn und Wangen, die durch das von unten kommende Licht betont werden. Der Lichtstreif ist nicht sehr kräftig, so dass das Gesicht gleichmässig schwach beleuchtet ist. Nur rechts oben an der Stirn und links unten am Kinn gibt es hellere Lichtflecken. Das Haar ist nur am Ansatz zu sehen und die linke Gesichtshälfte verschwimmt mit dem dunklen Hintergrund. Der Hals ist verschattet, die Kleidung dunkel. Rechts unter dem Kinn sind auf der Kleidung zwei große Zahlen schwach beleuchtet: eine Null und eine Sieben. Der Gesichtsausdruck ist neutral, fast entspannt. Die leichte Anspannung entsteht offensichtlich durch den leicht gesenkten Kopf.

Vielleicht aber auch durch die zweite Person, die offensichtlich stehend, hinter der ersten über deren Kopf hinweg ins Leere schaut. Dies Gesicht befindet sich etwas links von der Bildmitte fast am oberen Bildrand. Es handelt sich um einen Mann ähnlichen Alters oder  älter als der Erste. Dieses zweite Gesicht ist zugleich heller beleuchtet, aber auch weniger scharf in den Konturen. Es ist im gleichen Halbprofil zu sehen und durch einen runden Halsausschnitt der Kleidung ergänzt. Ein breiter heller Lichtstreifen läuft vom rechten Auge, rechts der Nase bis zum Kinn. Das betont die gebogene Nase, von der aus beeindruckende runde Furchen über die Wange laufen. Der Mund ist verschwommen und von Bart umrandet. Die Mundwinkel sind aber deutlich nach unten gezogen, was dem Gesicht einen grimmigen Ausdruck verleiht. Das kräftige Kinn ist vom hellen Vollbart bedeckt. Die Augen sind nur schwer als geöffnet zu erkennen, da auch ihre Konturen nicht scharf gezeichnet sind. Zudem sind die Lider halb geschlossen und der Blick geht leicht nach unten.

Das Licht auf diesem Bild ist so sparsam verteilt, dass es wenig Rückschlüsse auf die Körper und damit die Aktion der Dargestellten zuläßt. Ein extrem schwacher Lichtschein links im Bild und der kleine Lichtkegel, der die Kleidung der unteren Person beleuchtet, sind die einzigen Hinweise auf die Räumlichkeit der Komposition.

 

beschrieben von Katrin Heidorn

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