Archiv der Kategorie: schon beschrieben

Betender kleiner buddhistischer Mönch

Guten Tag,

ich nutze Ihren Service zum ersten Mal. Ich habe noch einen kleinen Sehrest und habe daher noch Freude an den Farben von Bildern (deshalb bin ich in einer Facebook Gruppe, in der regelmäßig Sprüche mit Grafiken o.ä. gepostet werden).

Ich möchte gern wissen, was ist hier auf diesem Bild zu sehen? Vielen Dank für Eure Hilfe.

Viele Grüße
Tanja

betender kleiner buddhistischer mönch

Wir sehen eine Grafikmontage aus Bild und Text. Im oberen Drittel ist auf schwarzem Grund in weißer Schrift folgender Text zu lesen: Nimm dir die Zeit dafür, um dankbar zu sein für alles, was du hast. Du könntest immer mehr haben, aber du könntest auch weniger haben.

Darunter ist eine farbige Fotografie im Querformat zu sehen. Vom oberen Bildrand ragen mittig von oben nach unten nebeneinander vier steinerne Finger bis zu zwei Dritteln in das Bild. Es sind schlanke gebogene Finger mit fein geformten Fingernägeln. Rechts daneben ist der untere Teil eines etwas breiteren Fingers zu sehen, offenbar der dazu gehörende Daumen. Sie haben eine grünlich beige Farbe mit rauer Oberfläche und liegen auf einem abgerundeten  quer liegenden Steinblock. Ein zweiter Steinblock ragt von rechts ins Bild. Unter den Blöcken sehen wir ungefähr ein Viertel einer kreisrunden Steinplattform, auf der die Blöcke ruhen. Der Boden ist rau und unregelmäßtig, von bläulichen Flecken oder Schatten durchzogen

Links vor den Fingern auf der Plattform sitzt ein Junge auf seinen Fersen und blickt schräg nach rechts oben. Von dort fällt auch das Licht auf ihn. Wir sehen ihn genau im Profil. Er ist von Hals bis Fuß in ein orangefarbenes Tuch gewickelt, das mit einem gelben Tuch als Gürtel gehalten wird und seine rechte Schulter frei läßt. Seine schwarzen Haare sind raspelkurz. In seinen zusammenglegten Händen hält er drei Stengel mit Blüten, die hellgrün und rund und noch geschlossen sind. Sein Blick ist aufmerksam ehrfürchtig und geht aus dem Bild in eine Richtung, die wir nicht sehen. Wenn die Steinblöcke, wie es scheint, die Beine einer sehr viel mehr als lebensgroßen sitzenden Buddhastatue sind, so schaut der kleine Mönch ihr sicher ins Gesicht. Seine gesamte Körperlänge entspricht ungefähr der schätzbaren Länge des Mittelfingers, obwohl wir den nicht ganz sehen.

Am linken Bildrand ist als Hintergrund ein Stück einer Mauer aus groben roten Ziegeln zu sehen. In der rechten unteren Bildecke befindet sich ein blaues Symbol, ähnlich einem Windrad. Darauf mittig eine stilisierte Hand, die Daumen und Zeigefinger zuammenführt und die Kleinbuchstaben „stan“. Dieses Symbol könnte ein Logo des Fotografen oder der Person sein, die die Montage hergestellt hat. Es ist aber ziemlich sicher nicht Teil des Fotos an sich.

beschrieben von Katrin Heidorn

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Sonnenaufgang über den Dächern Berlins von Katrin Dinges

Letztes Jahr im Sommer haben wir hier das folgende Bild von Katrin gepostet.

Patricia Heck, die an der Hebelschule in Schliengen Kunst unterrichtet, hat nun ihre Neunte Klasse gebeten, dieses und einige weitere Bilder zu beschreiben. Das freut uns sehr. So stellen wir es uns eigentlich vor:-) Bildbeschreibungen sind ein so wichtiger Bestandteil der Auseinandersetzung mit Kunst, wir lernen dadurch so viel, über das betreffende Bild, das wir uns nun, da wir es beschreiben, viel genauer betrachten und über unsere eigene Wahrnehmung.

Vielen vielen Dank!

begrünte Balkonbrüstung, gegenüber ein Häuserblock und hellblauer Himmel

Hey Leute,

hier kommt ein Foto zum Beschreiben aus meinem Best-of-Ordner. Es wurde 2014 auf meinem balkon aufgenommen und von der Kurz-Beschreibung meiner Assistentin her gefällt es mir sehr gut, so dass ich gern Details wissen würde. Ich habe damals versucht, die Sonne direkt zu fotografieren und mich an der wärme- und Lichtempfindung orientiert.
Bin gespannt, was ihr da seht und ob es mit meiner Vorstellung übereinstimmt!

Liebe grüße,

Katrin

Und nun zwei Bildbeschreibungen dieses Bildes, von Kleingruppen der 9b der Hebelschule. Es ist für uns immer wieder interessant, verschiedene Bildbeschreibungen des selben Bildes zu vergleichen. Durch den Vergleich ergibt sich für die blinden Leser ein komplexerer Eindruck des Bildes und die Sehende beginnen zu ahnen, dass das was sie sehen, nicht so eindeutig ist, wie sie intuitiv annehmen:

Hier die erste:

Die Fotografie, die im Folgenden beschrieben wird, heißt „Sonnenaufgang über den Dächern Berlins“.

Im Vordergrund erkennt man auf dem Balkon, drei Blumentöpfe mit roten, weißen, violett und rosaroten Blumen. Auf diesem Balkon ist eine weite, schöne Aussicht zu sehen. Am Himmel schweben weiße kleine Wolken dagegen im oberen Bereich des Bildes sieht man einen blauen Himmel und oben links des Bildes ist die grell leuchtende Sonne.

Dem Fotograf war es wichtig Raumillusionen zu erzeugen. Dies erkennt man an den Häusern im Hintergrund hinter dem Balkon. Neben den Häusern rechts des Bildes ist ein großer grüner Baum. Das rechte Haus hat ein schräges Dach, welches grau ist. Bei dem Bild hat der Fotograf sich an der Wärme und Lichtempfindung orientiert. Weiter hinter den Häusern sieht man einen schwarzen hohen Strommast. Zwischen den Häusern sieht man große Bäume.

Das Bild wirkt auf mich als wäre es im Frühling aufgenommen worden. Es ist sehr farbenfroh, bunt und hell, sodass man förmlich spüren kann wie die Welt nach einem langen, kalten und dunklen Winter wieder zu neuem Leben erwacht.

Und nun eine alternative Bildbeschreibung einer anderen Gruppe:

Am Geländer dieses Balkons sind Blumentöpfe mit Blumen in den Farben violett, weiß, rot und violett pink zu sehen. Am rechten Rand in der Mitte steht ein sehr grüner Baum. Am linken Rand steht ebenfalls ein Baum. Dieser steht eher im vorderen Bereich. Zwischen den zwei Bäumen stehen zwei Häuser. Das auf der rechten Seite ist weiß. Dieses Haus hat oben in der Mitte einen dunklen Streifen. Auf dem Bild sieht es aus als wäre dieser Streifen blau. Die Fenster des Hauses sind abwechselnd etwas länger und dann kommt ein etwas schmaleres Fenster. Der Baum verdeckt ein Stück des Hauses. Das andere Haus ist rot braun. Das Haus steht auf der rechten Seite. Dieses Haus hat sehr schmale Fenster und dafür auch sehr viele. Der Baum auf der linken Seite verdeckt ebenfalls ein Stück des rot braunen Hauses. Hinter diesen Häusern am linken Rand stehen zwei Bäume. In der Mitte von diesen Häusern ist wie ein kleiner Wald zu sehen. Hinter diesen zwei Bäumen stehen weitere Häuser. Das Haus, das am rechten Rand steht, ist weiß. Das andere Haus, das mehr hinter dem rot braunem Haus aussteht, sieht aus wie eine Fabrik. Hinter dieser Fabrik steht am Rand ein kleiner Turm. Dieser Turm sieht meiner Meinung nach aus wie ein Glockenturm. Am hellblauem Himmel sind weiße Wolken zu sehen. Ein Stück über diesen Wolken ist wieder ein klarer hellblauer Himmel. Links oben im Eck ist die Sonne. Ich finde das Bild wirkt sehr fröhlich und es ist ein sehr schönes Landschaftsbild.

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100+ Meisterwerke: Pieter de Hooch – Der Hinterhof

Hier eine weitere Bildbeschreibung von Schülern der 9b der Hebelschule:

Pieter de Hooch, Der Hinterhof, Öl auf Leinwand, 60 x 74 cm, 1658

Das Bild heißt „Der Hinterhof“ und wurde von Pieter de Hooch gemalt. Es entstand im Jahre 1658 in London, und hängt heute in der National Gallery.
Das Bild ist eher in Gelb- und Brauntönen gehalten.

Im Mittelpunkt sieht man eine Dame. Sie trägt eine weiße Bluse, einen hellblauen knöchellangen Rock und darüber einen dunklen Umhang. Auf dem Kopf trägt sie eine weiße Kappe. Ihre Schuhe sind braun. In der rechten Hand hält sie einen Teller. In der anderen hält sie die Hand eines Kindes. Die beiden schauen sich in die Augen. Sie gehen gerade ein paar Stufen herunter. Rechts von ihnen am Bildrand, ist eine Backsteinmauer, sie sieht sehr alt aus, und in ihr ist ein Fenster. In der rechten Ecke sieht man vorne einen Holzeimer und einen Besen. Der Besen liegt in einem hellgrünem Gestrüb. Auf der linken Seite sieht man eine Art Tunnel, in dem eine Frau, mit rotem Rock und schwarzer Haube steht. Der Tunnel ist kurz und schmal.Über dem Tunnel sieht man ein Schild und ein kleines Guckfenster und davor einen Drahtzaun. Der Himmel rechts oben ist hellblau, mit einer großen Wolke. Unter dem Himmel, sieht viel durcheinander gewachsenes Gestrüb. Es ist gelblich.

Im Großen und Ganzen sieht das Bild sehr friedlich aber auch sehr alt aus.

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Light Painting Fahrradfahrer von Susanne

light painting radfahrer

von Gina Weber

Wir sehen ein Bild im Querformat, welches nachts im Freien aufgenommen wurde. Zu sehen ist ein fahrradfahrendes Strichmännchen auf einem Leih-Fahrrad der Marke Lidl-Bike. Das Foto wurde im Victoriapark in Kreuzberg aufgenommen. Das Fahrrad, das angeschlossen mitten auf der Wiese stand, war uns schnell aufgefallen, wir wussten aber nicht so recht, was wir daraus machen sollten. Wir haben überlegt, in welcher Position und vor allem durch welche Technik wir einen Fahrradfahrer darstellen könnten.

Wir haben uns dafür entschieden, den Fahrer aus Licht mit einer Taschenlampe zu zeichnen. So sitzt er als Strichmännchen auf dem Fahrrad, als wenn er von links nach rechts durch das Bild fahren würde. Dieses Foto ist die erste Aufnahme, die wir so machten.


Was mir zuerst ins Auge springt ist, dass das Bild mit zwei verschiedenen Techniken aufgenommen wurde. So ist das Fahrrad von vorne – also aus der Richtung der Kamera – angestrahlt. Es ist ein bisschen unregelmäßig angestrahlt, ein paar Stellen bleiben im Dunkeln, so zum Beispiel eine Hälfte des Hinterrades und ein Großteil des Lenkers. Andere Teile des Fahrrads reflektieren das Licht sehr stark, so leuchten einige Teile des Rahmens und ein paar Punkte in den Radspeichen geradezu auf.


Der Fahrradfahrer ist als Strichmännchen aus Licht gezeichnet, indem mit einer Lampe direkt in die Kamera gestrahlt wurde. Der Kopf ist ein wenig zu groß und zu tief gezeichnet und hat eher die Form einer Sichel als eines Kreises. Dadurch, dass er so tief hängt, wirkt es auf mich, als würde der Fahrradfahrer seinen Kopf nach unten neigen, vielleicht zwischen die Arme stecken, die als zwei gerade Linien zum Lenker führen. Vielleicht neigt er seinen Kopf um schneller zu fahren, oder – da er ansonsten auch recht aufrecht sitzt – um etwas auf dem Boden zu erkennen. Der Rücken des Fahrradfahrers ist aus zwei Linien dargestellt, die oben anfangen, wo sich auch die Kopflinie und die Armlinien treffen und unten leicht auseinandergehen und auf den Sattel treffen. Dort läuft dann einer der beiden Striche um den Sattel herum, wo die Beine beginnen. Das vom Betrachter aus vordere Bein gerade ausgetreckt in Richtung des Pedals, was allerdings in der Dunkelheit nicht zu sehen ist und das hintere Bein mit einer Biegung, quasi angewinkeltem Knie, in Richtung des anderem Pedals, was hinter dem Fahrrad versteckt ist.

 
Der Hintergrund ist nahezu komplett schwarz, das einzige was darauf schließen lässt, dass wir uns auf einer Wiese befinden, sind zwei kleine Flecken Gras. Ein Grasbüschel steht unter dem Rahmen, ein anderer schimmert hinter dem Vorderrad hervor.

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„stark! behindert“ – Film- und Diskussionsreihe in Leipzig

„stark! behindert“ – Eine Film- und Diskussionsreihe zu Behinderung und Selbstbestimmung (22.8. – 12.9.2017)

Medien mögen Geschichten über Menschen mit Behinderung, die „trotz“ ihrer Behinderung das Leben „meistern“: studieren, arbeiten gehen, sich verlieben, begehren, eine Familie gründen, Musik machen, Kunst schaffen. Dass alles das mit, nicht „trotz“, Behinderung möglich ist, darauf möchte die Film- und Diskussionsreihe „stark ! behindert“ des Antidiskriminierungsbüros Sachsen e. V. aufmerksam machen. Sie wird an regelmäßigen Terminen im August und September in der naTo / Cinémathèque Leipzig e. V. (Karl-Liebknecht-Str. 46, Leipzig) stattfinden und wir möchten Sie schon heute herzlich dazu einladen.

Ein wichtiger – und für den Raum Leipzig einmaliger – Aspekt ist die barrierearme Gestaltung der Filmabende. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich und die Filme werden kostenfrei zu sehen sein.

Alle Details zur Barrierefreiheit, insb. zur Audiodeskription, werden rechtzeitig auf der Homepage des Antidiskriminierungsbüros und auf Facebook bekannt gegeben.

Die Filmabende im Überblick

Dienstag, 22.8.2017 – 19:30 Uhr – Be my Baby (Spielfilm), anschließend Gespräch mit der Protagonistin des Films Carina Kühne

Dienstag, 29.8.2017 – 19:30 Uhr – Louisa (Dokumentation), anschließend Gespräch mit der Protagonistin des Films

Dienstag, 5.9.2017 – 19:30 Uhr – Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? (Animationsfilm), anschließend Gespräch mit LunA – Leipzig und Autismus e.V.

Dienstag, 12.9.2017 – 19:30 Uhr – Sins Invalid: An Unshamed Claim to Beauty in the Face of Invisibility (Dokumentation), anschließend Gespräch mit der Sozialwissenschaftlerin Christiane Hutson

Den vollständigen Artikel können Sie hier http://t1p.de/ywby nachlesen.

Kontakt

Antje Barten: antje.barten@adb-sachsen.deKatharina Scholz

katharina.scholz@adb-sachsen.de

Tel.: 0341 3039-492, Fax: 0341 3039-971

www.adb-sachsen.de

(Quelle: Katharina Scholz, Antidiskriminierungsbüro Sachsen e. V.)

 

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„Fragwürdiges“ von Mary Hartwig

Wurzeln vor schwarzem Hintergrund

 

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