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Ein Foto der blinden Malerin und Fotografin Silja Korn
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Ein Foto der blinden Malerin und Fotografin Silja Korn
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Mail von Lisa:
Folgende drei Bilder hätte ich sehr gerne beschrieben. Sie sind vor Kurzem in meinem Italienurlaub entstanden.
Bild 3 von 3:
BESCHREIBUNG VON DANIEL:
Das Foto zeigt eine junge Frau und einen jungen Mann, die fröhlich in die Kamera lächeln.
Die Frau hat ein hübsches, rundes Gesicht und lange, dunkelblonde Haare, der ebenfalls gutaussehende Mann trägt seine dunklen Haare sehr kurz. Sein Hals wird von einer silbernen Kette geziert, an der sich ein Anhänger mit einem asiatischen Schriftzeichen befindet, während sein Oberkörper unbekleidet ist. Er ist einen halben Kopf größer als die Frau und hat seine rechte Hand auf die rechte Schulter der Frau gelegt, die mit ihrem linken Arm den Rücken des Mannes so umfasst, dass ihre linke Hand auf dessen Hüfte ruht. Die Frau trägt ein helles, bedrucktes T-Shirt, auf dem sich ein Namensschild befindet, das sie als deutsche Teilnehmerin des International Camp on Communication & Computers ausweist, und verrät, dass sie Lisa heißt.
Die Personen sind knapp oberhalb des Bauchnabels angeschnitten; hinter den beiden ist eine dunkle, überdachte Holzkonstruktion zu erkennen, bei der es sich, wie eine Spritzwasserwolke im linken oberen Bildbereich vermuten lässt, um eine Wildwasserbahn in einem Freizeitpark (Mirabilandia?) handeln könnte.
Der im linken unteren Bildteil erkennbare leere Kinder-Buggy ist wohl nur zufällig mit aufs Foto geraten.
Der Himmel ist strahlend blau und wolkenlos, die intensiv wirkende Sonne steht beinahe senkrecht, wie sich aus dem Schattenverlauf auf Hals und Nacken der Personen erkennen lässt.
Alles in allem handelt es sich um ein Urlaubsbild, das neben einem heißen Sommertag auch eine beinahe ansteckende Unbeschwertheit vermittelt.
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Der Ohrfunk hat ein Interview mit uns gemacht! Karsten haspelt sich darin ganz schön was zurecht, aber Jens vom Ohrfunk meint, verhaspelt ist authentisch:-)
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Ein Schnappschuß von Susanne
BESCHREIBUNG VON CHARLOTTE:
Ein Paar, Mann und Frau, sitzen in einem Restaurant im Freien auf
schwarzen Plastikstühlen. Das Restaurant ist nicht voll besetzt, im
Hintergrund sieht man zwei Tische, an die die Stühle angelehnt sind
damit sie nicht schmutzig oder nass werden. Auf dem grauen
Schotterboden liegen verstreut ein paar welke Blätter, es scheint schon
Herbst zu sein und wirkt nicht sehr gemütlich. Ein weiterer Tisch im
Hintergrund ist besetzt, die Leute dort sitzen aber auf schöneren
Holzstühlen. Neben dem Mann ist rechts noch ein Platz frei. Auf dem
Tisch erkennt man eine hellblaue Tischdecke und Geschirr, ein leeres
Weinglas…es wirkt als ob die beiden auf ihr Essen warten.
Die Frau, die vorne in der linken Bildecke sitzt ist um die 40, vielleicht
auch 50. Sie hat nackenlanges mittelbraunes Haar mit blonden
Strähnchen. Eine kleine Brille mit ovalen Gläsern ist in die Haare
hochgeschoben und hält die Haare wie ein Haarreif zusammen. Sie trägt
eine einfache dunkelblaue Sweatshirtjacke mit Reißverschluss, der bis
oberhalb der Brust zugezogen ist. Darunter eine knallrote Bluse, deren
obere Knöpfe ebenfalls geöffnet sind.Die Frau ist ungeschminkt und trägt
keinerlei Schmuck. Sie sitzt entspannt da, schaut nach vorne über den
Tisch und lacht. Sie sieht glücklich aus, ohne überschwänglich zu sein.
Der Mann sitzt sehr nah neben ihr. Er betrachtet sie aufmerksam, den
Mund leicht gekräuselt, sein Blick wirkt liebevoll und ein bisschen
amüsiert. Obwohl er in der Bildmitte ist wird er durch die Aufmerksamkeit,
die er auf die lachende Frau richtet, nur zur Randfigur. Er trägt eine runde,
hellbraune Hornbrille, ein hellblaues kurzärmeliges Hemd und eine
dunkle Anzughose. Seine Hände sind auf dem Schoß locker gefaltet, er
trägt einen Ehering.Sein Haar und sein Schnauzbart sind schon leicht
ergraut, er trägt es mit Seitenscheitel. Er könnte gleichalt wie die Frau sein
oder ein wenig älter. Er ist ein bisschen rundlich, ohne dick zu sein. Ein
klassischer Beamter oder ähnliches. Beide wirken kultiviert, gelassen und
freundlich.
Auffällig an dem Bild ist der intensive Blick, mit dem der Mann die Frau
ansieht, ohne das sie es bemerkt, denn ihr Blick ist auf etwas oder
jemanden vor sich gerichtet, außerhalb des Bildes.
Beide kümmern sich nicht um den Fotografen, es ist als wäre er garnicht da.
Eine richtige Momentaufnahme.
Man fragt sich, welcher Anlass es ist,
wegen dem sie dort sitzen. Ein Fest kann es nicht sein, dazu ist die
Kleidung zu normal. Vielleicht ein Ausflug mit Freunden oder der Familie.
Komisch, obwohl es kühl aussieht haben die beiden keine Jacken dabei.
Vielleicht sind sie mit dem Auto unterwegs und haben die Jacken drin
gelassen. Ein nettes Paar.
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Mail von Lisa:
Hallo,
folgende drei Bilder hätte ich sehr gerne beschrieben. Sie sind vor Kurzem in meinem Italienurlaub entstanden. Die abgebildeten Skulpturen haben mich sehr fasziniert und ich hoffe, dass jemand die richtigen Worte dafür findet, mir den Eindruck, den ich da gewonnen habe, zu verschriftlichen, damit ich mich dauerhaft daran erinnern kann.
der Service ist eine tolle Idee und ich hoffe, dass er sich bald großer Nachfrage erfreuen wird! 🙂
Bild 1 von 3:

BILDBESCHREIBUNG VON DANIEL:
Auf einer dunklen, ovalen Bodenplatte, die wie rissiger Lehmboden strukturiert ist, befinden sich zwei etwa 20 cm hohe, puttenartige Bronzefiguren, die soeben aus zwei Eiern geschlüpft zu sein scheinen, deren Schalen, ebenfalls in Bronze ausgeführt und mit markanten Rissen und Bruchkanten versehen, neben und zwischen ihnen liegen. Die Figur im Bildvordergrund wendet dem Betrachter des Fotos den Rücken zu; sie stützt sich mit der rechten Hand ab und hat die linke, deren Handfläche zu ihrem Gesicht zeigt, wie zum Gruß erhoben. Von der zweiten Figur ist auf dem Bild nur der Kopf und die linke Schulter zu erkennen, der Rest wird von der anderen Figur und einer Hälfte ihrer Eierschale verdeckt.
Ertastet wird die Skulptur von drei Personen: einem großgewachsenen jungen Mann im Vorder-, einem etwas kleineren mit weißem Strohhut im Hintergrund, sowie einer jungen Frau in ihrer Mitte. Ihnen gegenüber steht ein Mann, dessen Bart beinahe ebenso weiß ist wie sein Polo-Shirt und seine Hose. Er hat die linke Hand auf den Tisch gelegt, auf dem sich die Skulptur befindet und betrachtet die Frau bei ihrer haptischen Erkundungstour.
Hallo Lisa, ich weiß natürlich nicht, ob ich, wie von Dir erhofft, die richtigen Worte gefunden habe, aber wenn Du möchtest, kann ich Dir demnächst auch die beiden anderen Skulpturen-Fotos beschreiben …
DANIEL
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Oh jetzt wirds richtig spannend!
Elke hat die drei Portraits von Jenny (hier, hier und hier) die Charlotte schon einzeln beschrieben hat, nochmal zusammen beschrieben:
Jenny wurde schon sehr genau und treffend beschrieben. Ich beschreibe sie deshalb anders. Ich sehe alle Fotos nur kurz an und reagiere dann – so wie man auf jemanden reagiert, den man nur kurz zu Gesicht bekommt, also flüchtig, schnell, unkonzentriert, vielleicht imaginär, auf jeden Fall mit einer Wahrnehmung, die stark auch durch die eigenen, inneren Bilder mitbestimmt ist.
Das sehe ich: Alles an Jenny wirkt wie ein Zeichen. Der Mund ist rot markiert, die Augen sind durch grüne Lidschatten und schwarze Wimpertusche markiert. Es gibt Menschen, bei denen Gesichtszonen eher ineinander übergehen, das ist hier nicht der Fall. Jede Partie steht für sich und trägt Bedeutung. Ja, der Mund ist rot. Ja, die Augen sind katzenhaft. Ja, die Fingernägel glänzen fast metallisch grün. Jenny wirkt also wie jemand, die die Zeichen, die den menschlichen Körper ausmachen, expressiv hervorhebt. Auch durch den Hut, den Jenny trügt, wirkt das Bild im Ganzen und Jenny im Besonderen gerahmt, betont, präzise. Das Ganze wird durch eine künstliche Haltung verstärkt – das Gegenteil also eines Fotos, das Spontanität ausdrücken soll.
Das erste Foto mit Hut kontrastiert mit einem zweiten Foto, da Jenny hier einen Schleier trägt, der das Bild diffus werden lässt. Zwar sind die Gesichtszeichen hier genauso markant, aber durch den Schleier verwischt. Zudem sind die Haare offen, das lässt das Bild von Jenny an den Rändern unscharf werden, sozusagen auslaufen, mit dem Hintergrund diffundieren. Das Bild ist aber nicht weniger künstlich als die anderen. Interessanterweise ist die Sicht auf das Decollté, das wie auch auf den anderen Fotos auch auf diesem zu sehen ist, denn es ist nicht verschleiert. Anders als bei den anderen Fotos gibt das dem Bild einen Bruch, von dem ich nicht annehme, dass er bewusst hergestellt wurde. Der unverschleierte Busenansatz steht im starken Kontrast zum Rest des Bildes. Er ist so etwas wie ein nacktes, fast obszönes Moment in einem Bild, das das Geheimnisvolle in Szene setzen will. Das Obszöne ist ja das direkte Gegenteil des Erotischen, das eben mit Verhüllen und nur kurzem Zeigen arbeitet. Es ist gewissermaßen das Foto, das am wenigsten gelungen und deshalb das interessanteste ist, denn es hat etwas Aufdringliches – das einen, zumindest mich, auf sich selbst zurückziehen lässt. Soll man Jenny nahekommen? Das Bild sagt ja und nein.
Eingeordnet unter schon beschrieben