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Bildnis des Dr. Gachet

Farbiges Gemälde eines an einem Tisch sitzenden Mannes. Kopf auf die Hand gestützt, auf dem Tisch Bücher und Blumen.
Portrait des Doktor Gachet. Ölgemälde von Vincent van Gogh aus dem Jahr 1890. 68 x 57cm. 1. Fassung.

Ein Gemälde im Hochformat. Das Portrait eines an einem Tisch sitzenden Mannes füllt das Bild, vom runden Tisch am unteren Bildrand ist nur ein Stück zu sehen. Im linken oberen Viertel das Gesicht des Doktors, uns zugewandt mit weicher heller Schirmmütze auf den kurzen, feuerroten Haaren. Der Mund ist geschlossen und von einem hellen kurzen Bart auf Oberlippe und Kinn umrahmt. Die Mundwinkel zeigen abwärts, das alterslose Gesicht ist zerfurcht von beige und grün gemalten Stirn- und Wangenfalten. Der Blick geht ins Leere, seine rechte Wange ist auf die rechte Faust gestützt. Der so leicht seitwärts geneigte Oberkörper ist bekleidet mit einem dunklen Jackett mit drei hellgrünen Knöpfen. Am rechten Bildrand, leicht abgeschnitten, der angewinkelte linke Arm des Mannes. Die kräftige Hand liegt flach auf der Tischkante mit der orange-gemusterten Tischdecke. Am mittleren unteren Bildrand ein Wasserglas mit zwei blühenden Zweigen einer bläulichen Wiesenblume, sehr wahrscheinlich Fingerhut. Links neben dem Glas auf dem Tisch zwei aufeinanderliegende gelbe Bücher. Hinter dem Mann ein Hintergrund aus drei verschieden grau-blauen Flächen mit türkisfarbenen Strichakzenten. Die Flächen sind durch geschwungene Linien wie ein hügeliger Horiziont getrennt.

Die kräftigen Farben sind vor allem das dunkle Grau des Jacketts und das helle Gelb der Haut, Mütze und Bücher sowie das Orange der Tischdecke und Haarbüschel neben der Mütze. Das ganze Gemälde durchziehen ausserdem grüne Akzente. Sie beleben als waagrecht und schräg laufende kürzere Pinselstriche den Hintergrund und das Jackett der Person. Aber auch die aufgerissenen traurigen blaugrauen Augen haben hellgrüne Augenringe unter den hochgezogenen Brauen. Das Grün findet sich wieder in den Blättern der Blume und dem Muster der Tischdecke. Keine Fläche ist nur einfarbig, alles ist durchzogen mit den für van Gogh typischen kurzen kräftigen Pinselstrichen, die die Flächen miteinander verbinden und überall Farbakzente hinterlassen. Die Fläche des Ölbildes erhält dabei eine an Flechtwerk erinnernde Struktur. Die Linien, die die Flächen umranden, sind kräftig gezogen, aber so geschwungen, dass keine Waagerechte oder Senkrechte entsteht.

Beschrieben von Katrin Heidorn

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Die Blinden Reporter*innen: Gerald Pirner über die Gezeichnete Stadt.

Rundgang mit der Kuratorin Annelie Lütgens und dem blinden Reporter Gerald Pirner durch die Ausstellung in der Berlinischen Galerie (bis 4. 1. 2021)

1. Traum in Trümmern (Bildbeschreibungen zu Werner Heldt, Wolf Vostell, Emilio Vedova und Antonio Saura)

2.Urbane Biotope (Bildbeschreibungen zu Monika Meiser, Günter Horn, Frank Hartung, Michael Otto, Sahra Haffner und Tal R)

3. Architektur-Struktur (Bildbeschreibungen zu Tacita Dean, Friederike Klotz, Thomas Ravens und Karin Fleischer)

4.Supbektive Topography (Bildbeschreibungen zu Pia Linz, Terry Fox und Katharina Meldner)

5. Natur unter Beobachtung (Bildbeschreibung zu Gabriele Basch)

6. Großstadtpersonal (Bildbeschreibungen zu Klaus Vogelgesang, Walter Stöhrer, Gertrude Sandmann, Heike Kati Barath und Antje Dorn)

7. Zum Abschluss nochmal zu Natur unter Beobachtung (Bildbeschreibung zu Kahtarina Meldner)

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Sonia Klausen/Gerald Pirner: Fotografien und Übermalungen

Die Frühjahrspause nähert sich ihrem Ende, die nächste Ausstellung steht vor der Tür. Und zwar eine doppelte Doppelausstellung, zwei Künstler an zwei Orten!

Sonia Klausen/Gerald Pirner

Fotografien und Übermalungen

5. Juni – 17. Juli 2020 BrotfabrikGalerie temporär im BrotfabrikKulturwagen auf dem Caligariplatz

12. Juni – 30. Juni 2020 Galerie KungerKiez, Alt-Treptow

Eröffnung: 5. Juni 2020, 19 Uhr Caligariplatz

Eröffnung: 12. Juni 2020, 19 Uhr Galerie KungerKiez

Zu einigen Fotografien werden Bildbeschreibungen für Blinde und Sehbehinderte angeboten.

BrotfabrikKulturwagen, Caligariplatz, 13086 Berlin, täglich, 12 – 20 Uhr
Galerie KungerKiez, Karl-Kunger-Straße 15,
12435 Berlin/Alt-Treptow, Do – So, 15 – 19 Uhr

Umlauferöffnungen entsprechend den Covid-19 Hygieneregeln

Während der Eröffnungsveranstaltung kann es zu Foto- oder Videoaufnahmen kommen, die ausschließlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins verwendet werden.

http://www.brotfabrik-berlin.de

Caligariplatz 1 13086 Berlin
Tel. +49(0)30 471 40 01 ps@brotfabrik-berlin.de

Gerald Pirners Titelbild zur Ausstellung

© Gerald Pirner

Sonia Klausens Titelbild zur Ausstellung

© Sonia Klausen

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Ich hole Menschen aus dem Dunkel

Ein Interview mit Gerald Pirner in der Zeitung „Politik & Kultur“ des Deutschen Kulturrats:

„Für mich ist Dunkelheit etwas, aus dem ich Gedankenfiguren über meine Modelle heraushole, sie ins Licht führe. Über die Berührung entwickle ich ihre Richtung – das ist für mich entscheidend. Das heißt, wenn ich jemanden fotografiere, dann berühre ich ihn und hole ihn in der Berührung aus diesem Dunkel heraus. Dunkelheit ist also eine Art Indifferenz, die ich mit meiner Berührung durchbreche. Die Taschenlampe, die ich dabei verwende, ist letztendlich nur die Spur, die diese Berührung hinterlässt. Ich hole Figuren, Menschen aus dem Dunkel ins Helle, ins Sichtbare.“

Das ganze Interview hier in diesem PDF auf Seite 29:

Klicke, um auf puk1219-0120.pdf zuzugreifen

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Die blinden Reporter: Von Angesicht zu Angesicht

Susanne Emmermann, Anika Weichert und Klaus Möller über die Ausstellung

Lotte Laserstein – Von Angesicht zu Angesicht

vom 05.04.-12.08.2019 in der Berlinischen Galerie

Track 1 Annelie Lüdgens erzählt über Lotte Laserstein, gibt Hintergrundwissen zu Konzeption, Räumlichkeiten und Farben der Ausstellung

Track 2 Bilder in der Treppenhalle und Zeitgeschehnisse im Fokus der Gruppenbilder: „Abend über Potsdam“ (1930), „Die Unterhaltung“ (1934), „Abendunterhaltung“(1948)

Track 2.1 Besucherin beschreibt „Die Unterhaltung“ (1934)

Track 3 A. Lüdgens beschreibt „Abend über Potsdam“ (1930)

Track 3.1 Besucherin beschreibt „Abend über Potsdam“ (1930)

Track 4 Raum – Handwerk des Malens, K. Renner und A. Lüdgens beschreiben „Ich und mein Modell“ (1929/30)

Track 5 Lüdgens beschreibt: „Russisches Mädchen mit Puderdose“ (1928)

Track 6 K. Renner und A. Lüdgens beschreiben: „Mädchen mit Katze“ (1932/33)

Track 7 K. Renner und A. Lüdgens beschreiben: „Bauerntochter“ (1932)

Track 8 Besucherin beschreibt „Selbstbildnis an der Staffelei“ (1938)

Track 9 Besucherin beschreibt „Liegendes Mädchen auf Blau“ (1931)

Track 10 Besucherin beschreibt „Maler in den Dünen“ (1933)

Track 11 Besucherkind beschreibt „Maler in den Dünen“ (1933)

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Die Blinden Reporter: (in)Visible von Jess Curtis

Gerald Pirner und Heidi Prenner:

Gespräche zu (in)Visible von Jess Curtis.

(in)Visible  wurde in der Tanzfabrik aufgeführt. Und bis zum 13. 10. 2019 in San Francisco.

Hier zwei Links:

https://www.jesscurtisgravity.org/invisible#invisible-desc

https://www.tanzfabrik-berlin.de/de/events/924

Und nun zu den Gesprächen:

  1. Mit Jess Curtis

über seinen Zugang zum Stück

über Inhalt und Narration

über Orte und Publikum

Und 2. mit dem Publikum

über allgemeine Eindrücke

über die Zugänge zum Stück

und über Subjekt/Objekt

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