Archiv des Autors: katinkah2014

„Was du nicht siehst/2“ „Römische Elegie“ von Gerald Pirner

 

Titel: Römische Elegie. von Gerald Pirner  Originalmasse 60 x 4o cm

Schwarz-Weiss Ganzkörperportrait einer punktuell beleuchteten Person vor schwarzem Hintergrund.

Ein Foto im Hochformat mit mehr Schwarzanteil als weißen Flächen. Etwas links von der Bildmitte eine stehende Person in Schrittstellung, den rechten Arm am Ellenbogen angewinkelt und vorgestreckt. Der Kopf ist zum linken Bildrand gedreht und genau im Profil zu sehen. Die Augen sind geschlossen. Die Kleidung ist schwarz, die unbekleideten Körperteile unterschiedlich hell ausgeleuchtet.

Das Licht kommt offensichtlich von oben. Etwas links oberhalb des Kopfes, fast am Bildrand, erscheint ein unscharfer Lichtpunkt. Wie eine Lichtquelle, aber selbst nicht sehr hell. Das Gesicht hebt sich deutlich aus der Dunkelheit und zeigt ein markantes, fein geschnittenes Profil mit einer sogenannten klassischen Nase und vollen, geschlossenen Lippen. Das sichtbare geschlossene Auge liegt tief in der schattigen Augenhöhhle und ist doch angestrahlt. Über der Stirn sind lockige helle Haare zu sehen. Das Licht reicht bis zu den Wangenknochen und ans Kinn. Der Hinterkopf verschwindet komplett im Schwarz. Der im Schatten liegende Hals ist schwach sichtbar und führt zu einem von waagerechten Schlüsselbeinen begrenzten, angeleuchteten Dekolletee, das mit ihnen ein weisses Trapez bildet. Darunter streckt sich der schwächer beleuchtete rechte Arm der Person den Betrachtenden entgegen. Die Hand ist kaum beleuchtet, aber sichtbar in einer vagen Geste zwischen Tasten und Gruß. Die andere Hand hängt seitlich am Körper herab , die Hand ruht am Oberschenkel. Die Ellenbeuge ist verschattet, wodurch der Arm leicht gebogen und schmaler erscheint. Neben diesem Arm sehen wir sehr zarte Lichtspuren vertikal in der Luft tanzen. Diese könnten mit viel Fantasie die Ränder von Engelsflügeln sein. Am rechten Bildrand in der unteren Hälfte findet sich ein schwacher Lichtfleck mit textilem Muster, der die  Tiefe des Raums andeutet. Bis auf einen Lichtfleck an der Hüfte sind die Beine nur zu erahnen. Die sichtbaren Füße ergänzen die Figur. Beide sind leicht auswärts gedreht in einer Schrittbewegung, die etwas Tänzerisches hat. Der linke Fuß hebt beinah vom neblig verschatteten Boden ab, um dem mehr im Schatten liegenden rechten Fuß zu folgen. Es ist also eine Bewegung in Richtung der Betrachtenden. Zusammen mit dem erhobenen Arm ist so deutlich Bewegung in der Figur, die zugleich durch das klassisch-römischen Profil wie die Verkörperung einer antiken Statue wirkt. Die hellen weissen Flächen mit relativ wenig Graustufen verstärken diesen Eindruck. Wie bei vielen Statuen entzieht sich auch hier die klassische Schönheit des Gesichts einer eindeutigen Geschlechtszuschreibung.

Beschrieben von Katrin Heidorn

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„Was du nicht siehst/2“: ohne Titel (zarte Berührung 1) von Susanne Emmermann

ohne Titel.  Foto: Susannne Emmermann.   Originalmasse  60 x 45 cm

Eine Person in Rückenansicht mit einer Hand, die sich dem Rücken nähert. Bunte Leuchtspuren.

Ein farbiges Querformat. Im Zentrum eine weibliche Person mit langem Haar, von hinten gesehen mit nach links gedrehtem Kopf. Sie trägt ein dunkles Hemd mit großem runden Aussschnitt, der eine abstrakte Tätowierung entlang der Wirbelsäule sehen läßt. Eine männlich aussehende Hand kommt von unten ins Bild und liegt mit leicht gekrümmten Fingern am Rand des Ausschnitts. Am Haar der Frau entlang, um ihren Körper herum bis zur Hand laufen gelbe und blaue Lichtspuren.

Das Foto zeigt vor schwarzem Hintergrund eine Person in bläulichem Lichtschein, zu dem die kräftig gelborangenen Lichtspuren die Komplementärfarbe bilden. Die dunkle Kleidung schimmert bläulich und ins nach links gewandte Gesicht der Frau fällt ein bläulicher Schimmer leicht von unten, der ihr Profil und die Wange geheimnisvoll beleuchtet. Das sichtbare Auge ist geöffnet. Ihr langes glattes Haar fällt vorn vor den Schultern herab und ist für uns nur hinter dem Profil unterhalb des Kinns und im Nacken zu sehen. Es hat einen gelblichen Schimmer und fällt hinter dem Ohr herab, das dadurch sichtbar im Zentrum des Bildes seine Kontur zeigt. Von rechts beleuchtet eine Lichtquelle Haar, Rückenaussschnitt und Hand flächig. Die ebenfalls bläuliche Tätowierung umspielt mit spielerisch geschwungenen Linien die leicht hervorstehende Wirbelsäule. Der Ausschnitt ist breit und auf beiden Seiten der Wirbelsäule sehen wir den Ansatz der Schulterblätter. Die Hand auf dem Rücken ist beinah in Schreibhaltung und berührt die Haut nur ganz leicht. Zwischen Daumen und Zeigefinger entspringt eine orangefarbene unregelmäßig gewundene Linie und läuft schräg nach links unten zum  Bildrand. Eine zweite, bläulichweiße Lichtspur setzt am linken Oberarm der Frau an, läuft gezackt aufwärts bis fast zum linken Bildrand, beschreibt einen Halbkreis nach unten und setzt das Zickzack bis zur Schulterlinie waagerecht fort. Sie wirkt wie ein in die Luft gemalter ausgestreckter Arm. Direkt am rechten Bildrand steht in Höhe der Nase der Frau eine kurze blaue Lichtspur waagerecht in der Luft wie eine unterbrochene Fortsetzung der Linie, die zur Schulter führt. Rechts neben dem Kopf der Frau ringelt sich eine weitere kräftig orangegelbe Lichtspur ins Haar der Frau. Sie steigt von der Schulter auf, bildet eine kleine Spirale und sinkt dann zu einer intensiv leuchtenden Lichtblüte herab. Eine gedachte Linie zur gelben Leuchtspur in der Hand auf dem Rücken erzeugt die Illusion, das Licht ginge durch den Körper hindurch in die Hand.

Beschrieben von Katrin Heidorn

 

 

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Die Ausstellungsbilder „Was du nicht siehst/2“: „Inkognito“ von Silja Korn

Titel: Inkognito. Foto von Silja Korn. Originalmasse 90 x 70 cm

Ein menschliches Portrait mit vielen schwarz-weissen Lichteffekten.

Wir sehen ein Lightpainting im Hochformat in schwarz-weiß. Vor schwarzem Hintergrund hebt sich ein menschliches Gesicht ab, dass mit hellen Lichtflächen sehr unterschiedlich beleuchtet wird. Das Gesicht ist frontal von Scheitel bis Hals und Schulteransatz abgebildet, die Augen sind geschlossen. Weisse Lichtstreifen fliessen wie Haare über das überwiegend schwarze Gesicht hinab. Der Hals ist heller beleuchtet und an den Ohren hängen ringförmige Lichtgebilde.

Am Scheitel bündeln sich fein gezeichnete Lichtfäden, die wie eine Krone aus Klöppelspitze wirken. Von hier aus fließt ein Lichtbündel über das linke Auge und die linke Wange und bildet ein graues Licht-und Schattengemälde auf dieser Gesichtshälfte. Das Auge ist dunkler als Stirn und Wange, der Augendeckel ist dunkelgrau schimmernd. Nasenspitze und Lippen sind von unten zart beleuchtet und heben sich so aus dem Dunkel des übrigen Gesichts. Das rechte Auge liegt verschattet, ist aber zu erahnen. Rechts davon fliesst eine schmalere Lichtspur an der rechten Stirnseite und Wange herunter. Über den im Dunkel verschwindenden Haaren liegen unregelmäßige Lichtschlieren wie ein Haarnetz und umrahmen das Gesicht. Links und rechts vom entspannt geschlossenen Mund laufen feine Lichtfäden über das Kinn bis zum großen Lichtwirbel auf der Halspartie. Sie erinnern an Tätowierungen bestimmter Völker oder einen Bart. Das dunkle Kinn ist rundlich und hebt sich weichgezeichnet vom helleren Hals ab, der von horizontalen Lichtwellen überflutet wird wie eine Meeresbucht. Die hellen und dunklen Bögen verschwimmen in einander. Links neben dem Hals rankt sich wie gehäkelte Spitze ein Ohrgehänge. Auf der rechten Seite sind verformte konzentrische Kreise als Ohrgehänge zu sehen, die wie frei Hand gezeichnet wirken. Das Bild hinterlässt den Eindruck eines kompletten Gesichts, obwohl alles nur schemenhaft beleuchtet ist. Allerdings ist die Darstellung so verfremdet, dass die Person kaum zu identifizieren ist.

Beschrieben von Katrin Heidorn

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Zwei Feuerwehrleute von Susanne

Zwei Feuerwehleute sitzen vor einer Toreinfahrt in der SonneAm Rande unseres Fotoseminars, genauer gesagt auf dem Weg zu dem interessant klingenden Ort, an dem wir eigentlich fotografieren wollten, wo dann aber gar nicht so interessante Bilder entstanden, hat Susanne diesen Schnappschuß gemacht:

Beschreibung von Katrin Heidorn:

Ein sehr helles Bild, viel Weiss, starke Kontraste. Etwas links von der Bildmitte ein großer weiss gemauerter Torbogen. Er nimmt fast das gesamte Hochformat ein. Daneben ein kleines Stück eines zweiten. Unten im Bild ein Stück helles Kopfsteinpflaster bis zur Bordsteinkante, die nicht mehr ganz zu sehen ist. Der zweite Torbogen ist mit einem hellgrauen Rolladen verschlossen. Der offene Torbogen gibt den Blick frei in das schattige Innere. Oben drei erleuchtete Leuchtstoffröhren. In der Mitte im Hintergrund ein gemauerter Pfeiler mit elektrischer Leitung und einem Telefonapparat. Links von dem Pfeiler drei schlanke schwarze Säulen, die zu zwei Dritteln bis über Kopfhöhe schräg schwarz-gelb gestreift sind. Links daneben hinter den Säulen ein rotes Kastenfahrzeug mit gelben Streifen und einem Rolladen an der Seite. Der Torbogen ist oben bis zu zwei Dritteln der Rundung mit einer weissen Mauer geschlossen. An dieser Mauer ist eine kleine Ampel mit rotem und grünem Licht angebracht. Zur Zeit leuchtet das grüne Licht. Mitten im offenen Torbogen sitzen zwei Männer auf dunkelblauen Einheits-Plastikstühlen.  Sie werden vom Tageslicht hell angestrahlt und tragen beide weisse T-Shirts, die das Licht reflektieren. Sie tragen auch die gleichen Hosen. Leuchtend Rot mit gelben Reflektorstreifen quer unter dem Knie, die sich seitlich an der Hosennaht nach oben fortsetzen. Beide tragen schwarze derbe Arbeitsschuhe. Der eine Halbschuhe, der andere Stiefel mit großen Reissverschlüssen, die leger offen stehen. Der Mann links hat kurze dunkle Haare. Er blickt nach links, hat die Hände im Schoss und die Beine lässig übereinander geschlagen. Der Mann rechts hat raspelkurze, graue oder blonde Haare und eine Halbglatze. Sein ovales Gesicht blickt nach vorn. Der Oberkörper ist leicht vornüber gebeugt. Er stützt die Ellenbogen auf die Oberschenkel und hält in der rechten Hand eine Zigarette. Beide sind zwischen dreissig und vierzig Jahre alt und schlank. Ihr Gesichtsausdruck ist entspannt abwartend. So würden sie wohl auch im Café dasitzen, wenn sie nicht gerade in der Pause beim Feuerwehrdienst wären. Das Bild wird bestimmt von dem hellen, freundlichen Tageslicht auf der Wand und dem Kontrast zu dem leicht grünlich schimmernden Licht in der Feuerwehrgarage. Dazu die perfekt plazierten Männer. Eine sehr harmonische Komposition.

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Das Tafelsilber im Schloß Charlottenburg von Lutz Niestrat

Dieses Bild ist bei unserem Fotoseminar für Blinde im Schloß Charlottenburg in Berlin entstanden:

Eine langgestreckte hell erleuchtete Vitrine mit Silbergeschirr in einem ansonsten abgedunkelten Raum

Beschreibung von Katrin Heidorn

Das erste, was das Auge wahrnimmt, ist Glanz. Ganz viel silbriger Glanz von allen Seiten, aber vor allem im Vordergrund. Ich bin fast geblendet. Dann Orientierung und Verwunderung: Das Foto im Hochformat scheint ein Schwarz-Weiss-Foto zu sein. Keine Farben, nur Silber, Grau und Weiss, ein bisschen Schwarz. Doch was sehen wir? Einen Tunnel aus Glas und Spiegeln, leicht aus der Senkrechten nach rechts gekippt. Viele gerade Linien, die in die Tiefe laufen. Sehr viele Spiegelungen. Eine Ausstellungsvitrine von der Schmalseite gesehen. Auf der Fläche , die direkt am unteren Rand beginnt, ein kompletter Satz silbernes Tafelgeschirr für zwölf Personen auf weissem Tuch. In der Mitte, symmetrisch angeordnet ungefähr zehn bis fünfzehn große Terrinen mit verzierten, runden Deckeln. Zwischen ihnen verschnörkelte Kerzenleuchter -natürlich Silber, aber ohne Kerzen. An beiden Seiten, in exaktem Abstand aufgereiht, flache silberne Teller. Neben jedem Teller noch ein einfacher silberner Kerzenleuchter ohne Kerze. Ein gedeckter Tisch.  Der aber wird von den kleinen, aber zahlreichen Leuchten über der Vitrine so hell angestrahlt, dass die starken Reflexe es fast unmöglich machen, Einzelheiten zu erkennen. Aber da kommt Hilfe: den ganzen Tisch gibt es noch einmal als Spiegelung an der Glasabdekung der Vitrine. So schwebt das ganze Service in zarten Grautönen mit schwächeren Reflexen über den Köpfen. Sogar mehrfach. Dazwischen wie Perlenketten die Reihen von Leuchten. Auf der rechten Seite noch einmal eine Spiegelung des Tisches an der Wand der Vitrine. Alle Linien laufen perspektivisch auf das graue Rechteck am Ende der Vitrine zu. Und da sind sie auch zu sehen, als Spiegelung. Wie in einem Bilderrahmen: Der Fotograf und sein Assistent. Der Fotograf konzentriert, leicht nach links gebückt, mit der Pocketkamera am Auge. Kurzes, schwarzes Haar und  grauer Pullover. Links daneben steht, mit dem Blick zu uns, sein Begleiter mit dunkler Jacke und schwarz-grauem Haar. Er hält den weissen Stock in der Hand. Als hätten sie gewusst, dass dieses Bild keine Farben verträgt, sind sie perfekt passend gekleidet. Hinter ihnen ein Stück graue Wand. Links und rechts in genau gleichem Abstand je ein Regal mit grauem Rahmen. In diesen Regalen gibt es mehr Geschirr. Links zwei Porzellanterrinen oben, zwei Teller unten. Rechts oben zwei Teller und unten bauchige Deckel von irgendwas. Auf der rechten Seite verwirren nämlich die Spiegelungen der Vitrine das Auge. So schiebt sich  von dort ein weiterer Besucher ins Bild. Der ist aber nur halb zu sehen und ausserdem überdeckt von der Spiegelung der Hand des Fotografen. Hinter ihm noch einmal die Figur des Begleiters und das erste Regal. Er ist quasi umzingelt. Die Hand wird genau auf seine Wange reflektiert. Es sieht aus, als würde er gestreichelt. Hinter den Regalen schließlich ahnt man die durch helle Rollos abgedekten Fenster des Schlosses. Zu sehen sind nur die Fensterkreuze, die das Liniengewirr perfekt machen. Ein vielschichtiges Bild fürwahr. Aber schwarz-weiss ist es nicht. Wer genau hinsieht, entdeckt den zarten Hautton der beiden Gesichter.

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Karsten von Susanne

Ein Mann mit Sonnenbrille steht mit verschränkten Armen in einem InnenhofNoch ein Bild, das am Rande unseres Fotoseminars für Blinde entstand…

Beschreibung von Katrin Heidorn

Ein Foto im Querformat, draussen an einem hellen Tag entstanden. Im Hintergrund ein Hinterhof wie er den Berlinern vertraut ist. Hellgelbe Wände, unten ein Sockel aus grauem Putz mit querlaufenden Fugen, der das Parterre bedeckt. Dort moderne Fenstertüren zum Hof. Erster und zweiter Stock mit Fensterreihen aus alten Fenstern mit Fensterkreuz. Links zwei große Treppenhausfenster, dazwischen eine große altmodische Uhr, die 16:55 Uhr zeigt. Im Vordergrund der Oberkörper eines Mannes mit verschränkten Armen. Die Arme sind gerade noch zu sehen. Er steht in einer Art Hinterhofgarten mit Sitzmöbeln aus rötlichem Holz. Rechts eine Bank und drei Holzelemente mit Blumentöpfen. Links sieht man einige Sitzgruppen mit Lehnstühlen und Tischen. Dahinter eine Abtrennung zum übrigen Hof aus Holzrahmen mit gekreuzten Latten, an denen Grünpflanzen ranken. Das Portrait von Karsten nimmt ein gutes Drittel des Bildes ein. Er trägt eine schwarze offene Jacke mit Stehkragen und darunter einen schwarzen Pulli mit V-Ausschnitt. Die Arme sind so verschränkt, dass man gerade noch ein Handgelenk am Ärmel sieht. Die Haare sind glatt, halblang und graumeliert. Sie bedecken locker die Ohren. Eine Strähne fällt vom Mittelscheitel ins Gesicht. Er trägt eine Brille mit dunklen aber transparenten Gläsern. Über der Brille sind noch die Augenbrauen zu sehen. Die Augen sind zu ahnen und streifen fast den oberen Brillenrand. Das gibt dem Blick etwas Skeptisches. Der Mund ist geschlossen und die Mundwinkel gekräuselt. Man kann ein angedeutetes Grinsen ausmachen, wenn man möchte. Zusammen mit den verschränkten Armen wirkt es auf mich wie das Portrait eines Interviewten nach einen langen Interview. Um nicht zu sagen, ein wenig wie ein Popstar: gewohnt, fotografiert zu werden, aber nicht immer begeistert.

Ein Kommentar

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