Archiv der Kategorie: Sonstiges

Ankündigung: Die Schönheit der Blinden ab 20. September in Bernau

Ihr Lieben,

unsere Ausstellung „Die Schönheit der Blinden“ wird im September 2013 in der Galerie Bernau bei Berlin zu sehen sein:

Freitag, 20. September, 19 Uhr | VERNISSAGE
21. September bis 2. November | AUSSTELLUNG 

GALERIE BERNAU

Bürgermeisterstraße 4
Tel.:
(0 33 38) 80 68
 
Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Sonnabend: 10 bis 16 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen in der Regel geschlossen.

GALERIE BERNAUDie im Stadtkern gelegene GALERIE BERNAU lädt seit 1989 ein, zeitgenössische Bildende Kunst ganz verschiedener Künstler und Genres zu entdecken. Vielfältige ausstellungsbegleitende Veranstaltungen unterstützen die behutsame Verknüpfung der Bildenden Kunst mit anderen Künsten zu einem ästhetischen Gesamterlebnis — sommers im Refugium des Innenhofes, winters in den Ausstellungsräumen. Dazu gehören auch Puppentheatervorstellungen für Familien am Sonntagvormittag und kunstpädagogische Angebote.

Ihr hoher ästhetischer Anspruch und ihr lebhaftes Engagement in der Ausstellungstätigkeit bringen der GALERIE BERNAU den Ruf einer „verdienstvollen Galerie“ sowie regionale und überregionale Beachtung ein. Jährlich besuchen über 10.000 Kunstinteressierte die Räume der Galerie und genießen das einzigartige Ambiente der Galerie mit Galeriehof und Atelier.

Doch die Gründung der GALERIE BERNAU gestaltete sich schwierig und zeitaufwendig. 15 Jahre kämpften 16 Berufskünstler des Kreises Bernau um die Schaffung einer eigenständigen Galerie. Am 6. September 1989 war es endlich soweit: Die GALERIE BERNAU wurde eröffnet. Sie ist die letzte Galerie, die in der DDR ins Leben befördert wurde. Mit der politischen Wende im November 1989, wechselten auch die Trägerschaften der Galerie turbulent bis der Förderkreis Bildende Kunst Bernau e. V. im Juli 1992 die freie Trägerschaft der Galerie übernahm.

Seit Januar 2013 ist die BeSt Bernauer Stadtmarketing GmbH Träger der GALERIE BERNAU und der Förderkreis Bildende Kunst Bernau e. V. bleibt weiterhin Initiator und Förderer des Jahresausstellungsprojektes.

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Vorschläge zu Bildbeschreibungen für blinde Menschen

Ihr Lieben,

jetzt gibt es unseren Blog ja schon eine ganze Weile und wir dachten uns, vielleicht ist es einmal an der Zeit, sich auch wieder etwas mit den Grundlagen zu beschäftigen. Dazu gehört die Frage, wie Ihr euch eigentlich  eine Bildbeschreibung wünscht.

Hier ist dazu ein Text von Erich Schmid:

Vorschläge zu Bildbeschreibungen für blinde Menschen

Vorbemerkungen:

1- Es gibt verschiedene Grade des Blindseins, vom Fehlen jedes optischen Eindrucks bis zur mehr oder weniger starken Sehbehinderung. Weiters gibt es eine unterschiedlich lange Zeitspanne, seit die Sehbehinderung/Blindheit besteht, sie kann wenige Monate lang sein oder bis zur Geburt reichen. In diesen beiden Dimensionen von Zeit und Intensität sind die Erfahrungen des blinden oder sehbehinderten Menschen mit optischen Eindrücken entstanden. Die/Der Bildbeschreibende sollte sich jedoch deswegen nicht zu viele Gedanken machen, denn der Blog bietet ja die Möglichkeit zur Rückfrage. Angaben über Perspektive und Farben dürfen und sollen gemacht werden, obwohl sich von Geburt an vollständig blinde Menschen damit nicht leicht tun.
2- Bei der Beschreibung von Fotos oder Gemälden ist zu bedenken: Das Foto oder Gemälde ist nicht das, was es zeigt, sondern ein Medium, das seine eigene Ästhetik hat und seine eigene Sprache spricht. Ein Foto, das vom selben Standort aus fünf Sekunden nach dem ersten Foto aufgenommen worden ist, kann unter Umständen einen ganz anderen Eindruck von der Szene wiedergeben.

Das dreistufige Verfahren zur Bildbeschreibung:

Ich bin von Geburt an vollständig blind. In Vorlesungen an der künstlerischen Volkshochschule oder im Rahmen der Ausbildung von BlindenpädagogInnen kommt immer wieder das Gespräch auf Vorstellungen von blinden Menschen und auch darauf, wie etwas beschrieben werden soll. Im Laufe der Zeit habe ich für mich einen Vorschlag für ein dreistufiges Verfahren entwickelt, wobei mir bewusst ist, dass damit ein Foto oder ein Gemälde auch nicht vollständig beschrieben werden kann. Die Stufen weisen lediglich darauf hin, was ich als blinder Mensch am nötigsten brauche.

1. Angaben zum Bild: soviel sich leicht herausfinden lässt – Wer hat es angefertigt? Wer hat den Auftrag dazu gegeben? Wann ist es entstanden? Wie groß ist es? In welcher Technik ist das Gemälde angefertigt worden?
2. Ikonografisch/ikonologische Beschreibung: Was ist zu sehen? Was ist oben, was unten? In welcher Ecke ist was? Lässt sich eine Bildkomposition erkennen? Welcher Gewänder, Gegenstände, Bauwerke usw. sind zu erkennen?
3. Der Eindruck auf die Beschreibende / den Beschreibenden: Hier ist sehr behutsam vorzugehen, damit die Interpretation nicht die Deutung durch die Leserin / den Leser überlagert. Es sollte immer möglich sein, die Atmosphäre und häufig auch die Tages- und Jahreszeit zu erkennen. – Verweise auf Internetseiten oder andere Quellen sollen gegeben werden.

PS Bitte lest auch den ersten Kommentar, den es jetzt schon gibt. Und: was würdet Ihr sagen?

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Kino mit Audiodeskription in Hamburg

Ihr Lieben,

hier mal ein Kinotipp:

Gemeinsam mit dem Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg bietet der Verleih der KurzFilmAgentur ab diesem Herbst das Kurzfilmprogramm Mo&Friese Unterwegs(empfohlen ab fünf Jahren) für Kinos und Schulen mit einer Audiodeskription an. Unterstützt wird das Programm von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und der Stiftung Centralbibliothek für Blinde.

Wir haben eine spannende Mischung aus Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilmen für Kinder zusammengestellt, die am 6. Juni 2013 um 16 Uhr in den Zeise Kinos auf dem Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Premiere feiern wird. Die Audiodeskription wird über die Saallautsprecher zu hören sein.

herzliche grüße,
lina

15. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg, 2. – 9. Juni 2013
15th Mo&Friese Hamburg Children’s Short Film Festival, June 2 – 9, 2013
http://moundfriese.de

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Aktuell: „Die Schönheit der Blinden“ in Halle

Die Infokarte zur Ausstellung zeigt unser Titelbild. In der Mitte steht eine schöne Frau, umringt von zwei Frauen und zwei Männern. Sie steht im Seitenprofil nach rechts, mit etwas gesenktem Kopf. Ihre langen Haare sind am Hinterkopf hochgenommen und locker festgesteckt. Die Augen sind geschlossen. Sie lächelt mit  leicht geöffneten Lippen. Sie trägt ein weißes Kleid mit kurzen Ärmeln. Zwei Männer vor ihr und zwei Frauen hinter ihr tasten behutsam an ihrer rechten Schulter, dem Ausschnitt, dem Kragen ihres Kleides und dem Rücken. Eine fast meditative Ruhe geht von dieser Szene aus. (Beschreibung von Aljoscha Khairetdinov)

Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung hat am 10. Februar 2013 unsere Modenschau mit blinden Models und blindem Publikum stattgefunden. Interessant, nicht? Wie mag das wohl aussehen?

Vom 19. März bis zum 14. April 2013 wird eine Dokumentation der Modenschau im Kunstforum Halle ausgestellt! Mit Fotos und Bildbeschreibungen in Punktschrift und einer Klanginstallation mit Reflektionen der Models und den Originalkleidern zum Anfassen. Kommt alle nach Halle!

Nach und nach wird einiges davon aber auch hier im Blog gepostet werden. Bis dahin könnt ihr hier schon mal lauschen, was sich da abgespielt hat. Stellt euch vor, die Tür zur Modenschau stünde einen Spalt weit offen. Kommt näher. Klickt hier:

Atmo Modenschau

Die Beschreibungen der ausgestellten Bilder findet ihr hier

und die Anmerkungen der Models hier:

Jessica und Lutz

und hier:

Katrin

und hier:

Jenny

und hier:

Silja

und schließlich hier:

Benny und Sebastian

Die Modenschau wurde gefördert von der Aktion Mensch, die Ausstellung von Lotto Sachsen-Anhalt und der Stiftung der Saalesparkasse. Wir bedanken uns außerdem beim Berufsförderungswerk für Blinde Halle für die Unterstützung bei beidem!

logo saalesparkasseLogo Aktion Mensch Logo Lotto

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„Die Schönheit der Blinden“ – Jessica und Lutz

Nun möchten wir euch die Teilnehmer unserer Modenschau vorstellen. In der Ausstellung können die Besucher ihnen an Hörstationen zuhören. Hier möchten wir euch Jessica und Lutz vorstellen. Klickt hier:

LutzJessi

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„Die Schönheit der Blinden“ – Katrin

Nun möchten wir euch die Teilnehmer unserer Modenschau vorstellen. In der Ausstellung können die Besucher ihnen an Hörstationen zuhören. Hier möchten wir euch Katrin vorstellen. Klickt hier:

Katrin

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