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100 Meisterwerke: 2. „The Terror of War“ von Nick Út

Terror

„The Terror of War“ (dt.: „Der Schrecken des Krieges“) ist der Titel eines Fotos, das im Juni 1972 im Vietnamkrieg von dem Associated Press Fotografen Nick Út aufgenommen wurde. Es verdeutlicht noch heute, unter welchen brutalen Verbrechen die Zivilbevölkerung zu leiden hatte: weinende Kinder mit vor Angst verzerrten Gesichtern, die vor einem Napalmangriff auf den Ort Trảng Bàng weglaufen. Darunter die neunjährige Kim Phúc, die kurz zuvor ihre brennende Kleidung ausgezogen hatte und nackt und voller Schmerzen aus ihrem Dorf flieht.

Das Bild ist eine Schwarz-weiß Fotografie im Querformat. Eine zweispurige asphaltierte Straße verläuft vom Vordergrund perspektivisch schmaler werdend bis hinein in den Mittelpunkt des Fotos, wo sie in dunklem Rauch verschwindet. Der Rauch steigt aus dem Brand eines Napalmangriffs auf den Ort Trảng Bàng auf und nimmt fast die ganze obere Hälfte des Fotos ein. Nur am linken oberen Bildrand ist noch der letzte Rest des hellen Himmels ohne Wolken erkennbar. Es lässt sich auch nicht erkennen, welche Farbe der Himmel hat, was es umso schwieriger macht Wetter und Tageszeit einzuschätzen.

Am Ende der Straße ist vom Feuer und dem Dorf oder anderen Umrissen aufgrund des Rauchs nichts zu sehen. Rechts und links ist die Straße von vermutlich grünen Feldern gesäumt. Im Hintergrund stehen zwei Schilder am rechten Straßenrand, möglicherweise Ortsschilder oder Hinweistafeln. Eines davon befindet sich ganz weit im Hintergrund und wird vielleicht nur ein paar Minuten nachdem das Foto gemacht wurde vom Rauch eingenommen. Das andere Schild steht näher zum Betrachter etwa auf mittlerer Höhe des Fotos.

Auf der Straße flüchten fünf Kinder aus dem brennenden Ort und laufen auf den Betrachter zu. Der Schrecken in ihren Gesichtern wird von umstehenden Kriegsfotografen mit Kameras aufgenommen. Dabei fällt das Hauptaugenmerk auf die kleine, damals neunjährige Kim Phúc, die ganz nackt auf der Mitte der Straße läuft. Ihr Mund ist weit aufgerissen, möglicherweise schreit sie. Ihr Gesichtsausdruck zeigt Schmerz und Angst. Sie ist sehr dünn, hat schwarzes nackenlanges Haar und helle Haut. Im Laufen wirkt Kims Körperhaltung ganz verkrümmt, ihre Arme hält sie seitwärts vom Körper weg, als sei sie eine Marionette. Ihr rechtes Bein steht grade auf der Straße, während ihr linkes Bein in der Laufbewegung weiter hinten ist. Es macht den Eindruck als würde sie zügig laufen und fast rennen. Was der Betrachter nicht weiß und nicht sieht ist, dass ihr Rücken und ihr hinterer linker Arm verbrannt sind. Die Bildqualität ist nicht scharf genug, um zu erkennen, ob beispielsweise ihre Haut sauber oder schmutzig ist, genauso wenig lässt sich sagen, welche Augenfarbe sie hat.

Im Vordergrund links läuft ein Junge, etwas älter als Kim Phúc, mit einem ebenso erschrockenen und angstverzerrten Gesicht. Er hat kurzes schwarzes Haar, trägt ein weißes kurzärmliges Hemd mit Knöpfen und eine kurze dunkle Hose. Seine Füße sind am unteren Bildrand kaum noch zu sehen. Während er läuft ist sein rechtes Bein nach vorn angewinkelt und das linke ist durchgestreckt. Der linke Arm ist in der Bewegung nach vorn gestreckt und der rechte fällt seitlich nach hinten weg. Beide Arme sind auf dem Foto etwas verschwommen, was vermuten lässt, dass der Junge sie schnell bewegt.

Schräg rechts hinter Kim Phúc läuft noch ein kleiner, etwa fünfjähriger Junge an der Hand eines Mädchens, das etwa elf Jahre alt sein könnte. Er trägt eine Hose und ein Hemd mit Knöpfen, eventuell einen Schlafanzug. Das Mädchen ist mit einer schwarzen Hose und einer weißen, kurzärmligen Bluse bekleidet. Schräg links hinter Kim Phúc läuft ein sehr kleiner Junge von maximal fünf Jahren am Straßenrand. Er trägt nur ein weißes langärmliges Hemd. Er scheint grade noch Anschluss zu den anderen Kindern zu haben und schaut im Laufen noch einmal zum verrauchten Dorf zurück.

Alle Kinder sind barfuß. Neben ihnen sind insgesamt sieben Männer, die teilweise mit Kameras ausgerüstet sind und das grausame Spektakel filmen. Es scheinen Soldaten und Kriegsfotografen zu sein. Vier von ihnen laufen hinter den Kindern auf der Straße, zwei weitere laufen am rechten Straßenrand. Einer der Männer ist auf Höhe der Kinder und scheint sich auf etwas zu konzentrieren, dass er in seinen Händen hält. Möglicherweise eine Kamera. Alle Männer tragen kuppelartige Helme, Uniformen und Gewehre, es lässt sich jedoch nicht sagen, ob es US-Soldaten oder vietnamesische Soldaten sind. Ihre Gesichter sind nicht zu erkennen. Im Gegensatz zu den Kindern laufen die Männer ruhiger. Zwei der Männer schauen im Gehen zurück, um noch einmal einen Blick auf das niedergebrannte Trảng Bàng zu werfen.

Nick Út wurde mit dem Foto weltberühmt. Es wurde zum Pressefoto des Jahres 1972 gekürt und gewann den Pulitzerpreis. Dieses Foto, sowie andere veröffentlichte Aufnahmen des Vietnamkrieges trugen zu globalen Friedensbewegungen und Anti-Kriegsprotesten bei. Erst drei Jahre später 1975 wurde der Vietnamkrieg für beendet erklärt. Kim Phúc lebt heute mit ihrer Familie in Canada und setzt sich aktiv für Kriegsopfer ein.

Text: Anna Blankenburg

Bildquelle: Wikimedia

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Gruppenfoto von Dareks NeuseelandReisegruppe

Gruppenbild auf einem Steg am Wasser

Wie bei vielem anderen auch sind die Geschmäcker beim Reisen verschieden. Die meisten Leute verreisen mit Familie und Freunden, andere schwören auf alleine reisen, weil sie finden, dass man sich dabei mehr auf andere Menschen und die Kultur des Reiselandes einlässt, und wieder andere schließen sich einer organisierten Gruppenreise an. Letzteres ist ein guter Kompromiss für blinde und Sehbehinderte Reisende, man ist für eine Weile weg von Familie und Freunden aber nicht ganz alleine. Wenn man Anschluss in einer Reisegruppe findet, entstehen oft Freundschaften, allerdings muss man oft auch auf eine ganze Menge Leute Rücksicht nehmen. Hier ist also ein Foto von Dareks Reisegefährten in Neuseeland.

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Kreativ ist unsere Künstlerin! von Mary

Gruppenfoto

Beschreibung von Sara

Es ist ein sehr sonniger Tag. Im Hintergrund, in der oberen linken Hälfte des Fotos, eine mit Graffity besprühte Wand in verschiedenen Grautönen – hell und dunkel finden ihren Wechsel von Muster zu Muster, Karos und ein für den Betrachter schwer zu entziffernder Schriftzug. Die Wand scheint beim ersten Empfinden das zu sein, was dem Bild das Leben einhaucht, doch bleibt sie es?

Rechts daneben ist die verglaste Wand des Alice – Salomon – Hochschul – Gebäudes in Hellersdorf, neben dem wir uns befinden. Sie ist durchzogen von Sprossen der raumeigenen Jalousie, die den Raum vom Licht und der Außenwelt abschotten kann.

Direkt in mittiger Höhe ragt ein hellgrau gemusterter Ärmel mit einer Hand und ausgestrecktem Zeigefinger in das Bild hinein. Das Bild entspricht der Idee der Fotografin von Portraits der Modelle, die sich spiegeln. Zentrum des Bildes sind fünf Frauen die auf den grauen Steinen des Platzes stehen, vier von ihnen sind die Assistentinnen der Fotografin. Sie sind dunkel- und hellhaarig, in gedeckten Farben wie schwarz, weiß, dunkelblau und grau, in Jeans und Pullover gekleidet. Sie stehen in einem Halbkreis. Mit einem strahlenden Gesicht, die Sonne scheint drei von ihnen ins Gesicht, richten sie ihren linken Zeigefinger an ausgestrecktem Arm auf das, was dem Foto wirkliches Leben eingehaucht hat.

Eine schwarze Hose wird ab den Oberschenkeln bedeckt von einem hellen Mantel, dessen Ärmelenden und die Rahmen des Mantels mit einem noch helleren Fell ausgestattet sind. Vom Kopf sind lediglich die hellen schulterlangen Haare zu sehen und eine rundlich geschnittene Sonnenbrille. Sichtbar sind diese beiden Dinge nur, weil eine schwarze Spiegelreflexkamera den Rest, das Gesicht, bedeckt, gehalten wird die Kamera von den Händen unserer Fotografin Mary, an deren linkem Ringfinger außerdem ihr Ehering zu sehen ist.

Mit der Kamera und ihrem Blick durch das Guckloch fängt sie den Moment ein – und ist somit der entscheidende Faktor, der dem Bild wie anfangs in Frage gestellt, Leben einhaucht. Und es zeigt einen Moment des Genusses des Lebens: Gemeinschaft, in der Kreativität Ausdruck findet, gelacht wird und eine Wertschätzung deutlich spürbar ist. Dies ist das Kunstwerk von Mary!

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Unsere Gruppe im Spiegel von Mary

Gruppe vor dem Spiegel

Beschreibung von Mandy

Das Foto mit Sara, Alex, Esther, Mary, unserer Fotografin, und mir, entstand neben unserer Hochschule vor einem verspiegelten Schaufenster. Wir fünf stehen nebeneinander und schauen in den Spiegel. Man kann uns bis zur Hälfte sehen. Hinter uns ist ein Graffiti erkennbar. Das Bild wirkt insgesamt sehr hell. Die Sonne scheint stark und blendet uns alle von der linken Seite.

Ganz links im Bild bin ich zu sehen. Ich trage einen schwarzen Mantel, sowie einen schwarzen Schal und einen Rucksack. Mein Gesicht und meine Haare sind nur teilweise zu erkennen aufgrund der stark blendenden Sonne. Vor mir, etwas weiter rechts im Bild, steht Sara. Sie steht schräg und schaut über ihre rechte Schulter in den Spiegel. Sara trägt einen schwarz-weiß gestreiften Pullover. Man sieht einen Teil ihres Rückens und ihres Armes. Ihr Gesicht und ihr Hals sind deutlich zu erkennen. Der Gesichtsausdruck ist etwas ernster. Saras blonden Haare sind offen, aber nur auf der rechten Seite deutlich zu erkennen. Aufgrund der Sonne erscheinen ihre Haare auf der linken Seite sowie ein Teil ihres Rückens sehr hell.

Neben Sara steht Mary, die gerade die Kamera hält und das Foto schießt. Sie trägt einen Kurzmantel und einen Schal, welcher nur ein bisschen auf der linken Seite erkennbar ist, da sie ihre beiden Arme vor ihr Gesicht hält um zu fotografieren. Lediglich ihre blonden Haare und ihre Unterlippe sind zu erkennen. Auf ihrer rechten Schulter erkennt man, etwas weiter im Hintergrund, die linke Hand von Sara. Mit ihrer rechten Hand fast Sara unter Marys rechten Arm, um ihn leicht zu führen. Hinter Mary und Alex steht Esther. Man sieht nur ihren Kopf und ihren Schal. Sie hält ebenfalls eine schwarze Kamera vor ihr Gesicht und setzt gerade zum fotografieren an. Esther trägt ihre Haare geschlossen.

Rechts vor Esther und rechts neben Mary steht Alex. Sie schaut auch in den Spiegel. Alex trägt einen Mantel, der etwas weiter geöffnet ist. Ihr Kragen legt sich leicht auf ihre Schultern und ihre geöffneten, blonden Haare fallen in ihn hinein. Ihr Gesicht und ihr Hals sind deutlich zu erkennen und werden nicht von der Sonne geblendet. Ihr rechter Arm ist angewinkelt und bis zum Ellenbogen auf dem Foto erkennbar..

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Siljas Anfänge – Dokumentationsfoto

Silja fotografiert ihr Model

Bildbeschreibung von Stefan

Das Bild, das im Folgenden beschrieben wird, ist, anders als die große Mehrheit der Bilder, nicht durch die Fotografin (Silja) unserer Gruppe selbst entstanden, sondern entstand während der ersten Fotoseminarsitzung, in Siljas Kleingruppe und zeigt, wie sich Silja an ihr erstes Fotomodel heran wagt.

Vor uns haben wir ein Foto im Hochformat. Ein Zeitstempel, welcher in der rechten untern Ecke zu sehen ist und von der Kamera automatisch dem Foto hinzugefügt wurde, beziffert das Datum und die genau Uhrzeit. Es ist der 9. Mai 2015, um 10:53Uhr.

Zu sehen sind drei Personen, alle weiblich. Dies kann teilweise aber nur erahnt werden, da die beiden Personen im Bildvordergrund zum größten Teil mit ihrer Rückansicht abgelichtet sind. Die linke Person im Bildvordergrund ist die Fotografin, welche gerade damit beschäftigt ist, ihr Model zu fokussieren. Dabei assistiert ihr die Person zu ihrer rechten. Zwischen den Beiden ist ein kleiner Abstand, ein etwas größerer Spalt, der den Blick auf das Model frei gibt.

Das Model sitzt auf einem Tisch. Ihre Beine baumeln, Knie abwärts, an einer Tischkante herunter. Sie lacht mit offenem Mund, sieht allerdings nicht in Richtung der Fotografin. Sie schaut, ihren Kopf ganz leicht nach rechts gedreht, aus dem Bild heraus. Sie hat naturblondes, Bob-Frisur längliches Haar, welches sie offen trägt. Ihr Haar ist leicht gewellt. Sie hat eine leicht rötliche Gesichtsfarbe, so als sei ihr etwas warm, oder als hätte sie soeben gelacht und ihr Gesicht färbe sich immer leicht rötlich dabei ein.

Sie trägt ein schwarzes, langärmliges Oberteil mit ovalem Halsausschnitt. Die Ärmel hat sie nach oben geschoben, so dass diese etwa 7/8 lang erscheinen. Eine kurze Hose, welche deutlich über dem Knie endet, trägt sie ebenfalls. Ihr Oberkörper ist zu ca. einem drittel, wie auch ihr rechtes Bein abwärts des Knies und ihr linkes Bein fast vollends, durch den Arm der Fotografin verdeckt. Mit diesem Arm hält die Fotografin die Kamera.

Die Fotografin trägt über einem schwarzen Unterteil ein teils grobmaschiges, teils feinmaschiges, weißes Strickoberteil mit kurzen Ärmeln. Ihr Oberkörper wird, durch die Ränder des Bildes, links und unten, stark beschnitten. Ihr Kopf ist noch ganz auf dem Bild, ihre linke Schulter und ihr linker Arm sind nur noch zu erahnen. Sie trägt kurzes, dunkelviolettes Haar. Ihr Haar ist an den Seiten so kurz, das ihr rechter Ohrring, eine mittelgroße Creole, gut zu erkennen ist. Die Fotografin scheint auf dem Boden zu hocken oder zu knien, dies verrät die Perspektive des Bildes. Daneben, ihre Assistentin. Sie beschreibt der Fotografin, was sie soeben im Sucher ihrer Digitalkamera hat. Die Assistentin steht ihren Oberkörper vorgebeugt, sich mit ihren Armen auf ihren Oberschenkeln abstützend, rechts neben der Fotografin. Der Horizont im Bild kippt leicht. Die Tischplatte ist von links nach rechts leicht abfallend.

Hier findet ihr das am Ende entstandene Bild.

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Eile mit Weile… von Tina

Bildbeschreibung eines Portraits in einer Bahnhofskulisse von Anja

Junge Frau auf Bahnhofstreppe sitzend mit laufenden Menschen im Hintergrund.

Das Foto ist im Hochformat angelegt. Es zeigt ein Ganzkörperportrait einer jungen Frau (schätzungsweise Anfang 20), die den Blick nach unten gerichtet, auf einer Treppe sitzt. Es handelt sich augenscheinlich um eine sehr lange und steile Bahnhofstreppe mit 3 sichtbaren Absätzen, die rechts und links im Bild jeweils durch eine pastellgelbe, (und für viele Bahnhöfe typische) geflieste Wand begrenzt wird. An diesen Wänden sind dunkle Handläufe erkennbar, die sich von der Form her den Treppenabsätzen anpassen. Die einzelnen dunkelgrauen und schmutzig wirkenden Treppenstufen sind klar und deutlich zu erkennen. Als Stolperschutz am jeweils oberen Ende haben sie alle eine, mittlerweile sehr verblasste, weiße Kante.

Am oberen Ende der Treppe sieht der Betrachter ein Stück des Daches sowie eine Vielzahl der typischen blauen Beschilderungen und Anzeigentafeln mit weißer Schrift. Auf der vordersten ist sogar mit ein bisschen Fantasie noch die Aufschrift des Richtungsanzeigers der Ringbahn erkennbar.

Das Bildmotiv wurde fast zentriert aufgenommen, weist jedoch einen ganz leichten „Rechtsdrall“, also kleiner Schwenk zur rechten Seite auf. Der/die Fotograf_in befindet sich unmittelbar am Fuß der Treppe und richtet die Kamera nach oben hin zum Ende der Treppe aus. Das Ende ist erkennbar, macht jedoch durch die Perspektive einen weit entfernten Eindruck. Anscheinend handelt es sich bei dem Tag der Aufnahme um einen sonnigen Tag, denn oben auf dem Bahnsteig sind sehr helle Lichtverhältnisse auszumachen. Dieses Licht sorgt in dem Bild im oberen Drittel für harte Schattenspiele und Hell-Dunkel-Kontraste, die plötzlich und abrupt enden. Im unteren Teil des Fotos gibt es kaum noch Schattenspiele, da durch die künstliche und einheitliche Bahnhofsbeleuchtung alle Seiten ausgeleuchtet werden. Dies sorgt für gute, gleichmäßige Lichtverhältnisse, macht das Bild in meinen Augen jedoch auch ein wenig eintönig.

Im Fokus steht, wie oben bereits erwähnt, eine junge Frau mit glatten, mittellangen, dunkelblonden Haaren, die sie offen trägt. Auf ihrer linken Seite fallen die Haare nach vorne über die Schulter und auf der rechten Seite sind sie locker nach hinten gelegt. Sie sitzt, aus vertikaler Sicht, ziemlich genau in der Mitte am unteren Ende auf der Treppe, die Arme locker auf ihre Knie gelegt und lächelt direkt in die Kamera. Sie trägt ein dunkelgraues Shirt mit roter Aufschrift, kurze Shorts, von denen auf dem Bild jedoch nichts zu sehen ist, da die unbekleideten Beine im Vordergrund sind. Außerdem fallen dem Betrachter sehr schnell ihre dunkelroten Sneakers mit der weißen Sohle, der schwarze Riemen ihrer Tasche, der quer von der linken Schulter zu ihrer rechten Hüfte geht und eine vielzahl von schwarzen, feinen Armbändern am rechten Handgelenk, ins Auge.

Neben der porträtierten Person befinden sich noch weitere 6 Menschen auf diesem Bild. Hierbei handelt es sich um mindestens eine Frau und drei Männer, zwei Personen sind nicht eindeutig erkennbar, da sie entweder verdeckt sind oder bereits zu weit oben und sich somit im etwas überbelichteten Teil des Fotos befinden. Alle fünf befinden sich auf dem Weg nach oben zum Bahnsteig und sind demnach von hinten abgelichtet worden. Deutlich erkennbar ist in der linken Bildhälfte eine junge Frau im schwarzen Top und hellblauen Jeanspants, etwas weiter vor ihr befindet sich ein Mann mittleren Alters in einem roten Hemd mit beigefarbenen kurzen Hosen und einem etwa gleichfarbigen Rucksack. Im rechten Teil des Bildes sieht man neben den beiden Personen, die nicht mehr richtig identifiziert werden könnnen, ebenfalls einen Herren mittleren Alters. Er trägt ein helles, großflächig kariertes Hemd in Kombination mit einer Jeanshose mit auffälliger Waschung und hält in seiner rechten Hand eine 0,5l Wasserflasche. Nahezu auf gleicher Höhe befindet sich ein weiterer Mann, das Alter ist schwer zu schätzen – denke jedoch er ist etwas jünger. Er trägt ein Jeanshemd mit einer hellen langen Hose und hat über der Schulter ein Tasche quer gehängt.

Obwohl das Bild aufgrund der Lichtverhältnisse und der Bahnhofumgebung auf den ersten Blick etwas Schmuddeliges (die Treppen) und klinisches (geflieste Wände) an sich hat, würde ich die Stimmung des Bildes jedoch als sehr entspannt beschreiben. Alle abgelichteten Personen machen auf mich einen recht lockeren und ausgeglichenen Eindruck. Die Leute, die in Bewegung nach oben sind, gehen gemächlich und sind nicht in Eile und die Hauptperson sitzt ganz entspannt auf der Treppe und lächelt freundlich in die Kamera.

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