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Zwei Bilder mit Garfield

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

sehr geehrte Mitglieder,

ein aufrechtes Lob an all die Beteiligten Bildbeschreiberinnen und -Beschreiber wúnsche ich! Eine klasse Initiative, dass dies möglich ist: sich ein Photo beschreiben zu lassen und anschließend eine Vorstellung reicher zu sein.

Wie oft kommt es nicht vor, daß wir, blinden Menschen, nach einem Erlebnis, nach einer Auslandreise, oder einem interessanten Aufenthalt  einige Bilder in die Hand gedrückt bekommen. Ob auf Grossdruck, ob auf einer Cd, sehen kann ich sie eh nicht.
 Die 2 Bilder im Anhang dúrften nicht allzu gut gelungen sein. dennoch rührt es mich, denn sie sind per Zufall vor dem unvorhergesehenen Tod meines Katers Garfield genommen worden. Wir haben uns sehr an einander geheftet, waren unzertrennlich,und obwohl er ja kein fúhrhund ist, bedeutete dieser Kater, der mir überall hinterher lief und auch angelaufen kam als ich ihn suchte oder rief, sehr viel. Es ist kaum bezahlbar, sich dem Kater, bzw. oder gar für sich selbst,  ein würdiges Begräbnis zu wünschen, lediglich ein HaarPflausch bleibt mir, nebst diesen photos.
Mit freundlichen Grúßen aus Utrecht, Niederlande
Patricia


Eine Frau mit großer, roter KatzeEine Frau mit großer, roter Katze

Bildbeschreibung von Monika:

Liebe Patricia,

auf dem ersten Bild bist du mit deinem Kater Garfield (ich nehme mal an er ist männlich) zu sehen, der ähnlich wie ein Schal oder eine Pelzstola locker um deinen Hals geschmiegt liegt. Ich musste schmunzeln, euch beide so zu sehen. Natürlich eine ungewöhnliche Haltung für eine Katze, jedenfalls bei einem stehenden Menschen. Wenn man liegt, legen sich Katzen sehr gerne so hin: auf den oberen Brustbereich, da, wo die Schlüsselbeine sind. Also ganz nah an Gesicht und Hals des Menschen. Sie wollen einem nah sein, dort ist es schön warm, viel Hautkontakt und es zeugt von größtem Vertrauen. Aber dass eine Katze das auch macht, wenn man steht, das habe ich noch nie gesehen. Und trotz der ungewöhnlichen Haltung, liegt Garfield vollkommen entspannt da.

Ihr beide wirkt wie ein eingespieltes Team. Ich habe das Gefühl, ihr macht das nicht zum ersten Mal und lauft öfter so in der Wohnung herum. Hast du gerade noch auf dem Sofa gelegen, Garfield auf deiner Brust und als du aufgestanden bist, hatte er schlichtweg keine Lust diesen gemütlichen Platz zu verlassen? Du stützt ihn ab, mit deinen vor der Brust gekreuzten Händen. Beide habt ihr es euch gut eingerichtet, in dieser Haltung, ihr könnt es eine Weile so aushalten, scheint mir. Du schaust über Garfield Rücken hinweg nach rechts, aus dem Bild hinaus. Du lächelst entspannt, versonnen und genießt sichtlich den Moment.

Garfield schaut genau in die entgegen gesetzte Richtung, über deine rechte Schulter hinweg nach links. Seine Pfoten ruhen auf deiner rechten Schulter. Garfields „Gesicht“ (spricht man bei Katzen von einem Gesicht?) ist von der Kamera abgewandt. Aber ich könnte wetten, er hat den gleichen Ausdruck wie du. Auch eure entspannte Körperhaltung ist eine Parallele. Nur seine Ohren, die sind typisch Katze, sehr aufmerksam. Sie stehen nicht aufrecht entspannt, sondern sind ein kleines bisschen zusammengedrückt, weil die Ohrenspitzen sich nach hinten richten, zum Fotografen hin. Der Auslöser der Kamera macht natürlich ein Geräusch und da zieht´s die Ohren, denen nichts entgeht, automatisch hin.

Du hast an diesem Tag eine rote Bluse oder Hemd an; das Haar hast du nach hinten gekämmt, vermutlich zu einem Zopf gebunden. Garfield muss ich dir bestimmt nicht beschreiben, dass haben andere schon getan; du weißt um sein schönes rotes Fell, die etwas helleren Pfotenspitzen. Er sieht tatsächlich aus wie sein Namensvetter. Seine weissen Schnurrhaare sind auf dem Foto gut zu sehen. Garfield trägt ein dunkles Halsband, dass in seinem dicken Fell fasst verschwindet. Ihr befindet euch in einem Wohn- oder Arbeitsraum. An der Wand ist der Teil eines gerahmten Bildes zu sehen (ein Druck vielleicht), in schwarz-weiss. Im Hintergrund kann man einige CD-Stapel erkennen.

Das Bild hat eine sehr vertraute, gemütliche und persönliche Atmosphäre. Besonders gut gefällt mir, dass weder du noch Garfield in die Kamera seht und dass ihr so innig miteinander seid, obwohl ihr in die entgegen gesetzte Richtung schaut.

Auf dem zweiten Foto befinden wir uns noch in derselben Situation, nur hast du dich jetzt zur Kamera gedreht und man sieht Garfields Rückenansicht. Er hat seine Vorderpfoten auf deine linke Schulter gelegt, du stützt seine Hinterbeine mit den Händen oder dem Unterarm ab, dass ist nicht mehr auf dem Foto drauf. Garfield ist mit seinen Schultern auf der Höhe deines Ohres und sein Kopf plus Ohrenspitzen (aufgerichtet) schliessen mit deinem Kopf ab. Irgendwie erscheint ihr dadurch gleich gross. Mir fällt dazu der Ausdruck „Auf gleicher Augenhöhe“ ein. Verstärkt wird dieser Eindruck vermutlich noch dadurch, dass du den Kopf leicht nach rechts neigen musst, um ihm mehr Raum zu geben.

Man kann jetzt gut sehen, dass Garfield ein ausgewachsener Kater ist. Auch sein dichtes, buschiges Fell erkennt man gut, weil es sich hier und da durch die Krümmung seines Rückens ein bisschen „öffnet“ und man bis ins flauschige Unterfell sehen kann.

Im Hintergrund sieht man jetzt, dass zwei gerahmte Bilder an der Wand hängen, ein anderer, größerer Bilderrahmen lehnt darunter an der Wand und in der ganz linken Ecke sieht man einen Teil eines großen, schwarzen Flatscreens mit darunter noch viel mehr CD´s (oder sind das sogar DVD`s?). Rechts von dir im Hintergrund steht auf dem schwarzen Regal oder Site-bord außerdem eine kleine, weiße Kerze.

Auf diesem Bild sehen wir dein Gesicht jetzt von vorne, du lachst, mit geschlossenen Augen und Mund. Dadurch hast du diese „Lach-Bäckchen“, in die klassischerweise Tanten und Onkel so gerne kneifen, wenn man Kind ist. Das Foto ist mit einem Blitzlicht aufgenommen, der Blitz spiegelt sich auf der Haut deiner linken Wange. Auf der gegenüberliegenden Wand zeichnet sich ein schmaler Schatten von Garfield ab, der die Konturen seiner rechten Seite (Ohr, Kopf, Schulter) schön nachzeichnet.

Genau wie beim ersten Foto, hat das Bild eine sehr vertraute und innige Atmosphäre. Man kann förmlich sehen, wie gut ihr zwei, du und Garfield, es miteinander habt.

Hartelijke groeten, ebenfalls aus Utrecht, von Monika

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Wie wirke ich auf diesem Foto?

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Hallo liebe Autoren, ich interessiere mich sehr für das Thema Bilder, speziell für Bilder von Personen und was ihre Körpersprache Haltung, ETZ. über sie aussagt. Ich wäre euch daher sehr dankbar, wenn ihr mir ein Bild von mir beschreiben könntet, da es schwierig ist, für die richtige Gelegenheit, dass richtige Bild von sich zu wählen. LG Jockl

Ein Junger Mann, der uns offen anlacht

Bildbeschreibung von Karsten:

Lieber Jockl,

du wirkst zunächst einmal sehr sympathisch. Ich würde dich auf dem Bild auf Anfang bis Mitte zwanzig schätzen. Du lachst sehr offen, fröhlich, gelöst unmittelbar den Betrachter an. Man sieht an der Stellung deiner Pupillen, daß du blind bist. Ich habe dennoch die Gewißheit, daß du in dem Moment dem Fotografen und d.h. jetzt mir voll zugewandt bist. Das Zustandekommen dieser Wirkung ist schwer zu beschreiben. Aber wenn man schon etwas mit Blinden zu tun gehabt hat, sieht man ihren Augen an, ob ihre Aufmerksamkeit direkt auf einen gerichtet ist oder ob ihre Gedanken abschweifen. Es ist eben nicht so, daß die Augen nur der Aufnahme von Licht dienen, sie sind – in Maßen – auch Ausdruck; Spiegel der Seele ist die gängige Redewendung dafür, aber du darfst dir nicht zuviel darunter vorstellen. So sehr viel mehr kann man an den Augen allein nicht ablesen.

Deiner Physiognomie sieht man an, daß du viel lachst. Du hast Lachfältchen und ausgeprägte Wangengrübchen. Ich würde also vermuten, daß du ein fröhlicher Mensch bist. Viel mehr würde ich jetzt allerdings nicht sagen wollen, denn das ist der Eindruck, den die ganz überwiegende Mehrzahl der Menschen auf dieser Art Fotos macht, d.h. nachdem einen der Fotograf gerade zum Lachen gebracht hat. Das Bild wirkt nämlich ein wenig unpersönlich. Dazu trägt sehr die gleichmäßige frontale Beleuchtung bei, die nahezu jeden Schatten aus deinem Gesicht tilgt. Der Schatten ist es, der die Geschichten erzählt.

Das Bild sieht insgesamt danach aus, als sei es in einem Fotostudio entstanden. Dafür spricht die Reflexion des Beleuchtungskörpers in deinen Augen, der glaub ich eine sogenannte Softbox ist, wie man sie typisch in Portraitstudios findet. Dafür spricht vor allem aber der Umstand, daß du bäuchlings auf dem Fußboden liegst. Das ist eine Pose, die ebenfalls typisch in solchen Studios ist, vor allem für Kinder und junge Frauen, sie hat was Neckisches. Für dich geht sie noch, würde ich sagen, du wirkst dadurch sehr jungenhaft. Die Fotografen mögen sowas. Es entspannt den Portraitierten, das erleichtert die Arbeit, es geht schnell und vermittelt eine irgendwie private Atmosphäre – wo liegt man sonst auf dem Fußboden? – die allerdings immer im Widerspruch zum wie gesagt etwas unpersönlichen Charakter der Aufnahme steht. Also kein Bewerbungsfoto, aber prima zum Verschenken für die Verwandten, der Klassiker;-)

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Große Kugel

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Hi, diese Kugel ist aus Disneyworld in Florida und ich würde gerne wissen, wie der Teil der Kugel aussieht, den man sehen kann bzw. ob es was besonderes gibt und wie der Junge davor aussieht- auch wenn man das aus der anderen Bildbeschreibung schon recht gut weiß. Ich möchte so ungefähr wissen, wie sein Gesichtsausdruck ist und wie er insgesamt wirkt und eben das Aussehen.
Danke euch allen!
Luisa

Junger Mann vor einer großen, kugelförmigen Architektur

Beschreibung von Karsten:

Hallo Luisa,

deine Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten, da der junge Mann auf dem Bild im Dunkeln steht. Ich habe es daher mal etwas bearbeitet.

Junger Mann vor einer großen, kugelförmigen Architektur

Was dann zum Vorschein kommt, ist ein sehr sympathischer blonder Junge mit Brille. Seine Haut ist sehr glatt, sein Gesicht wirkt frisch. Seinen Gesichtsausdruck würde ich so deuten, daß er mit leicht geöffnetem Mund aufmerksam etwas hört. Daß seine Konzentration eher aufs Hören, denn aufs Sehen geht, entnehme ich dem Umstand, daß sein Blick – ja wohin? – irgendwohin, schräg oben am Betrachter vorbeigeht – und d.h. auf die Aufnahmesituation bezogen, am Fotografen.

Aber das interessiert dich etwas weniger, nicht? Tja wie beschreibt man jemanden nach so einem Schnappschuß näher, ohne ins Spekulative zu geraten? Also ich riskier mal eine Assoziation: Er erinnert mich etwas an einen unserer Neffen. Der ist Anfang 20, ein sehr optimistischer, lebensfroher Junge und er kommt ziemlich gut an bei den Mädchen:-)

 

 

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Junger Mann auf dem Jahrmarkt

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Hallo!
Vielen Dank für die anderen Beiden Beschreibungen!
Könnte ich noch diese Bilder mit Personen und Achterbahnen beschrieben
haben?
Vielen Dank und viele Grüße
Luisa

Ein junger Mann posiert vor einer Jahrmarktsattraktion

Beschreibung von Karsten

Hallo Luisa,

auf diesem Bild wirkt der Junge noch jünger – so 18 vielleicht?

Er ist sehr schlank und hat frische rote Wangen. Auf seinem Kinn deutet sich ein Grübchen an. Doch definitiv, der Jung ist ein ganz, ganz Hübscher.

 

 

 

 

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Achterbahn

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Hallo!
Vielen Dank für die anderen Beiden Beschreibungen!
Könnte ich noch diese Bilder mit Personen und Achterbahnen beschrieben
haben?
Vielen Dank und viele Grüße
Luisa

Portraitfoto eines jungen Mannes, im Hintergrund eine Achterbahn

Beschreibung von Bernhard:

Guten Abend miteinander! Ich wage noch eine Beschreibung… Das Bild teilen sich links die Achterbahn, und rechts der junge (eventuell 16- oder 17-jährige) sommerlich aussehende, Mann, mit kurzen, braunen Haaren, eher breiten Lippen, und vom Hemd ist noch der schwarz und weiß gemusterte Kragen zu sehen, bevor das Foto dem unten ein Ende setzt. Er blickt hin in Richtung zum Betrachter dieses Fotos, nicht zur Achterbahn. Der Abschnitt dieser der hier zu sehen ist, ist recht kompakt, mit Form sehr ähnlich einer Glühbirne, Typ Kerze. Respekteinflößend finde ich, es geht einmal rauf, und gleich runter, je fast senkrecht. Nix für vollen Magen wohl. Beziehungsweise unten ist er eh leer dann?

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Frau im rosa Kimono 2

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Hallo ihr Lieben Bildbeschreiber,
Ich hätte doch noch gerne diese Bilder auch beschrieben. Einfach um ein
besseres Vorstellungsbild davon zu haben und zu wissen, wie auf dem einen
Foto die Person (Junge/Mann) aussieht.

Vielen Dank
Luisa

Eine lachende Frau im rosa Kimono, um die mehrere Leute herumlaufen.Eine Frau im rosa Kimono, mit einer anderen jungen Frau.Eine Frau im rosa Kimono, mit einer jungen Frau und einem jungen Mann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildbeschreibung von Hans-Joachim:

Es sind hier noch drei weitere Bilder.

Auf allen dreien ist wieder ein Mädchen mit einem Kimono zu sehen.

Der Kimono ist nun fertig angezogen und das Kind präsentiert ihr Kleid. Das erste zeigt das Mädchen von der Frontale. Bei den anderen zwei Bildern ist das Mädchen wieder von hinten zu sehen.

Wie gesagt, auf dem ersten Bild ist das Mädchen im Kimono von der Frontale zu sehen. Dieser Kimono besteht wohl aus drei Teilen: Gürtel, Oberteil und Rock.

Das Oberteil ist eine Art Bluse ohne Knöpfe mit einem V-förmigen Ausschnitt. Die Ärmel sind sehr weit.

Der Rock liegt eng an und geht bis zu den Knöcheln.

Der Gürtel oder besser die Schärpe – es ist auch aus Seide – hält das gesamte Kleid zusammen. Soweit ich weiß nennt man es in Japan ‚Obi‘. Er ist wie gesagt ziemlich breit.

Auf den beiden letzten Bildern auf denen man das Mädchen von hinten sieht, kann man sehr gut die Schlaufe erkennen, die die Schärpe sichert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten den ‚Obi‘ zu binden. Auf dem Bild ist der ‚Trommelknoten‘. D.h. die Schärpe wird zunächst um den Bauch gewichckelt. Dann bindet man noch ein paar Wicklungen am Rücken nun von oben nach unten um die Längswicklungen.

Wie gesagt, es gibt da noch andere Möglichkeiten den Gürtel zu binden. Die haben übrigens ziemlich witzige namen. z.B. Hängender Knoten, Fülliger Spatz oder stehender Pfeil.

Aber zurück zu den Bildern: Auf dem ersten Bild ist ja das Mädchen von vorne zu sehen. Man sieht dort auch ihr Gesicht. Sie hat ein rundes, hübsches Gesicht. Sie lacht und ist wohl begeistert von dem Kimono.

Auf den anderen Bildern sieht man lediglich die langen, braunen, glatten Haare des Mädchens.

+++

(Ich ergänze mal die Beschreibung des jungen Mannes, nach der Luisa gefragt hatte, ja? Also er sieht sehr nett aus. Er ist blond, schlank, hat aber ein rundliches Gesicht, trägt eine Brille und betrachtet das Mädchen im rosa Kimono offenbar mit sehr großem Interesse. Karsten)

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