Schlagwort-Archive: Silja Korn

Bild #6690 von Silja Korn

Portrait einer Frau mit Lichtgebilde

Bei dem Portrait handelt es sich um eine schwarz-weiß Aufnahme im Hochformat. Der Bildausschnitt entspricht dem eines klassischen Portraits, der Kopf und der Rumpf der Fotografierten befinden sich zentral im Bild, der grau­schwarze Hintergrund füllt zum oberen Bildrand etwa ein Viertel und zur linken und rechten Seite etwa ein Viertel des Bildes aus.

Die fotografierte Person, eine schlanke Frau, mit kurzem, braunem Haar und Lippen- und Ohren-Piercing in Form von kleinen Ringen, hält die Augen geschlossen und hat ihren Kopf zur linken Bildseite gedreht. Ihr Gesichtsausdruck wirkt in sich ruhend, ihr Hals ist nicht zu sehen, da Sie einen dicken Schal trägt, der auf der Aufnahme vor allem als schwarze Fläche erkennbar ist, die sich bis zum unteren Bildrand erstreckt.

Das Halbprofil lebt insbesondere von dem Schattenspiel im Gesicht, es handelt sich um eine weiche, diffuse Beleuchtung, die die Augen- und Nasenpartie sowie den rechten Teil der Stirn kaum ausleuchtet. Die hellsten Teile im Gesicht sind die vom Betrachter aus rechte untere Gesichtshälfte, das rechte Ohr und die linke Gesichtspartie, die mit dem hellgrauen Hintergrund verschmilzt. Auch die dunklen Haare heben sich nur teilweise vom Hintergrund ab, die obere Kopfpartie vermischt sich mit einem dunklen Schatten, den der Kopf an die Wand wirft.

Vor dem schwarzen Rumpf der Portraitierten befinden sich mittig rechts feine Lichtstreifen, die diffus und wie ins Bild hinein gezeichnet vor der Fotografierten zu schweben scheinen. Sie sind der hellste Teil der Fotografie und wecken Assoziationen an Wellen oder Qualm und schlängeln sich in unregelmäßigen Schlaufen durch den unteren rechten Bildteil. Die Fotografie lebt von der ausgestrahlten Ruhe der Portraitierten und der gleichzeitigen Verwirrung über dieses Lichtgebilde, welches Bewegung in das ansonsten sehr ruhige und statische Bild bringt.

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Bild #6678 von Silja Korn

Frau im Halbschatten und Hand

Dieses hochformatige Schwarz-Weiß-Portrait zeigt eine junge Frau in Frontalaufnahme, die den Betrachter direkt und mit weit geöffneten Augen anschaut. Der Bildausschnitt erinnert an ein klassisches Passfoto, bei dem der untere Bildrand etwa auf Höhe des Schlüsselbeines der Frau liegt und im oberen Viertel des Bildes nur der Hintergrund zu sehen ist. Allerdings ist die Frau nicht mittig im Bild platziert, sondern leicht nach links versetzt. Sie hat eher helle Augen, kinnlange Haare und trägt einen Rollkragenpullover mit Sternchenmuster.

Besonders auffallend an diesem Portrait ist der Lichteinfall von links unten. Dieser führt dazu, dass das Gesicht zwischen Augenbrauen und Kinn exakt in eine helle und eine dunkle Seite geteilt wird. Während die linke Gesichtshälfte hell ausgeleuchtet ist, liegt die rechte Gesichtshälfte komplett im Schatten und lässt die Konturen nur noch erahnen.

Genau aus der Mitte der linken Bildrandes ragt eine Hand mit lackierten Fingernägeln, die so platziert ist, dass der Daumen auf dem linken Wangenknochen, auf Höhe der Nasenlöcher und die anderen Finger wie ein Fächer auf beziehungsweise oberhalb der Augenbrauen liegen. Das linke Auge der Frau wird also von der Hand eingerahmt. Die Position der Hand lässt darauf schließen, dass es nicht die Hand der portraitierten Frau ist.

Da der Lichtspot genau auf Daumen und Zeigefinger sowie auf der linken Gesichtshälfte liegt, tritt dieser Bereich besonders hervor. Der Rest des Bildes liegt eher im Dunkeln. Auf dem Daumenrücken, dem Daumennagel und unterhalb des Daumens bis zur Höhe des Kinns sind diffuse Lichtreflektionen zu sehen, die sich durch die Lichtquelle ergeben haben müssen.

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Bild #6677 von Silja Korn

Person im rötlichen Halbschatten

Das Bild zeigt annähernd mittig das Portrait einer weiblich wirkenden Person. Diese ist bis kurz über der Brust abgebildet. Das Foto ist im Hochformat und in Farbe aufgenommen. Die Person ist leicht in Richtung linker Bildrand gerückt.

Die Lichtverhältnisse der Aufnahme suggerieren eine warme Stimmung aus rötlich-braunem bis dunkel gelb-orangenem Licht und Schatten. Die abgebildete Person ist wie von Feuer beleuchtet und schaut gerade aus dem Bild heraus. Eine Lichtquelle beleuchtet sie von schräg unten links. Die obere Gesichtshälfte liegt bis zur Oberlippe in fleckigen Schatten. Die dunklen, weit geöffneten Augen liegen in diffusem Licht. Der Blick wirkt starr. Schatten auf den Wangenknochen und warmes Licht in die Augenhöhlen hinein leuchtend lassen die Augen düster und etwas bedrohlich erscheinen. Jeweils direkt über den Augen, schräg nach innen gestellt, erwecken zwei schmale Schattenstreifen den Anschein von Augenbrauen und verstärken so die bedrohliche Stimmung der Augenpartie.

Licht und Schatten um Nase und Augen stellen sich symmetrisch dar: Der Nasenrücken in der Mitte ist mit einem dunklen Streifen bedeckt, seitlich davon befinden sich die schwarz heraus starrenden Augen, schräg über den schmalen, nach innen gestellten Schattenstreifen zwei helle Dreiecke zur Nase hin. Die äußeren Ränder der Augenhöhlen liegen jeweils in warmem Licht. Die tatsächlichen Augenbrauen sind nur zu erkennen, wenn sich der Blick der betrachtenden Person von der Anziehungskraft der Augenpartie löst, da sie im Schatten liegen.Der untere Rand der Nasenflügel und der Nasensteg sind von unten beleuchtet.

Die untere Gesichtshälfte ist etwas deutlicher beleuchtet und liegt in gelblichem Licht. Nur das Kinn, die linke Wange und die Oberlippe der abgebildeten Person liegen teilweise im Schatten. Der Mund ist geschlossen. Die dunklen, brünetten Haare erscheinen durch das Licht strähnig an beiden Seiten des Gesichts und fassen es dunkel ein. Sie reichen etwas über die Ohren. Stirn und die Haare darüber liegen fast im Dunkeln, das Ende des Kopfes geht in einen schwarzen Schatten hinter und über dem Kopf, der lang gezogen bis zum oberen Bildrand den Hintergrund des Bildes verdunkelt, über. Rechts und links des Schattens liegt der Hintergrund fleckig in Licht und Schatten.

Die abgebildete Person trägt einen grauen Rollkragenpullover mit dunklen Sternen. Links und rechts des Gesichtes, wie auf den Schultern ruhend, ist ein unscharfes Gebilde zu erkennen. Es umspielt das Kinn, ist durchsichtig, wirkt geisterhaft. Tatsächlich ist es ein Glas mit einem Teelicht darin — die Lichtquelle. Den Weg des Glases anzeigend ist in der unteren Bildhälfte eine im Vergleich zum Rest des Bildes sehr helle, willkürliche Linie zu sehen. Sie hebt sich deutlich vom Rest des Bildes ab und verläuft am linken Bildrand, etwas unterhalb des rechten Ohres der abgebildeten Person gezackt nach unten und von dort in einem leichten Bogen quer über das Bild in Richtung linkes Ohr.

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Spiegelbild von Silja Korn

Unterer Teil eines Gesichts in Schwarz-Weiß

Das Foto erinnert mich an mein letztes gesehenes Spiegelbild, bevor ich völlig erblindete. Ich war in etwa 12 als ich mich noch als Schattenbild in einem Spiegel betrachten konnte. Um überhaupt was erkennen zu können, musste ich nahezu in ihn hineinkrauchen. Im Grunde war es nicht mehr allzu viel, was ich da sah. Denn ein Gesicht mit all seinen Merkmalen war es nicht mehr, was ich da erblickte.

Schemenhaft konnte ich nur noch erahnen, wo sich meine Augen und meine Nase befanden. Die Mundpartie fiel noch sehr deutlich in mein Blickfeld, und das machte mich glücklich.

Beschreibung

Bei dem Bild handelt es sich um ein schwarz-weiß Portrait einer Person im Hochformat. Der Hintergrund, der am oberen Rand zu einem Sechstel und am rechten Rand zu etwa einem Fünftel sichtbar ist, ist dunkelgrau. Der Rest des Bildes wird von dem Kopf und einem Spiegel eingenommen. Das linke Drittel des Bildes ist komplett verdunkelt. Die Haare der Person sind auf dem Bild schwarz, einige Strähnen des Ponys hängen ihr in die Stirn. Sie hat die Augen geschlossen. Das Bild ist insgesamt sehr dunkel, nur einige Stellen, die unten ausführlicher beschrieben sind, sind hell.

Die Person hält sich einen Spiegel mit einem schmalen, hölzernen Rahmen unter das Kinn. Der Spiegel wird am rechten Rand des Rahmens von drei Fingern, von denen am unteren rechten Rand des Bildes nur die längeren lackierten Fingernägel sichtbar sind, so gehalten, dass er vom Kinn ausgehend schräg nach unten zeigt.

Eine nicht im Bild sichtbare Lichtquelle beleuchtet die Unterseite des Kinns der Person, die rechte Seite der Oberlippe und einen Teil der rechten Wange und ihre Nasenspitze. Das beleuchtete Kinn und die Nasenspitze spiegeln sich auch im Spiegel.

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Bild #6655 von Silja Korn

Schwarz-Weiß Fotografie einer Frau im Halbschatten

Das hochformatige, schwarz-weiß Portrait zeigt eine Frau mit geschlossenen Augen und leicht geöffnetem Mund, die von links von Licht angestrahlt wird. Die Lichtquelle ist nicht sichtbar. Die linke Seite des Halses und Kinns der Frau, ihre linke Wange, der untere Teil des linken Ohrs, die Nasenspitze und die linke Augenbraue sind beleuchtet. Ihre rechte Gesichtshälfte liegt im Schatten. Die Frau hat dunkle Haare, Strähnen des Ponys fallen ihr in die Stirn, die Ohren sind bis auf die Ohrläppchen von ihren Haaren bedeckt. Sie trägt auffällige Ohrringe, die direkt am Ohrloch aus einer glitzernden Kugel und je einem etwa 5 cm langen Anhänger aus einem Dreieck aus Silberstäben mit einer weiteren glitzernden Kugel an der unteren Seite bestehen. Um den Hals hat sie ein Tuch mit großen Kreisen und Quadraten geschlungen. Sie trägt ein gestreiftes, gestricktes Oberteil, von dem auf dem Bild jedoch nur noch einige Zentimeter vom Hals aus ausgehend zu sehen sind.

Auf der linken Bildseite, vom linken Bildrand bis zum Ohr und entlang des Halses bis zur linken Schulter ist der hellste Teil des Bildes, gleißendes Licht, das durch die Einstellung der Blende und Bewegung der Lichtquelle einen fast vertikalen, welligen Lichtfaden auf dem Bild entstehen lässt.

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Träumen von Silja Korn

Grau verschwommener Umriss einer Frau

Das Foto erinnert mich sehr stark an meine Art zu träumen und auch wie ich noch nach dem Unfall vor meiner völligen Erblindung die Welt mit meinen Augen sehen konnte.

Alles war in einen grauen schleierartigen Gardinenstoff gehüllt, der sich je nach Licht- und Schatteneinfall in andere Grautöne verändert. Vieles war nur noch verschwommen sichtbar, beinahe wie ein Milchglas und nicht mehr ganz so farbig und schillernd wie früher. Dennoch freute ich mich sehr darüber überhaupt noch etwas sehen zu können.

Wenn ich heute vom Jetzt und Hier nach der Erblindung träume sind Gegenstände und Gesichter der Menschen hinter einer grau­durchlässigen spanischen Wand nicht völlig verschwunden; aber sie sind beinah gesichtslos. Das heißt: Ich nehme zwar irgendwie noch Umrisse von Gesichtern war, jedoch sind Details wie Augen und Mund nur noch wie Schattenbilder zu erahnen.

Beschreibung

Das Foto ist im Hochformat und zeigt das Portrait einer Frau, der Oberkörper ist bis zur Brusthöhe abgebildet. Zwei Drittel des Bildes sind von der Person eingenommen: Das untere Drittel vom Teil des Oberkörpers, das mittlere Drittel vom Kopf und das obere Drittel zeigt als Hintergrund eine sehr hellgraue Wand. Die Frau ist nicht mittig im Bild, sondern leicht nach links gerückt.

Das Bild ist sehr hell, die Farben blass und wie durch einen leichten Nebel oder Schleier schimmernd. Die Konturen sind nicht scharf gezeichnet und teilweise doppelt vorhanden.

Die Frau hat eine helle Hautfarbe und hellbraunes Haar, trägt einen Pagen-Schnitt mit leicht fransigem Pony. Sie hat dichte Augenbrauen, die Augen sind weit geöffnet, der Blick ist ebenso wie der Kopf leicht nach rechts gerichtet und scheint ins Leere zu gehen. Die Nase ist aufgrund der Unschärfe nur schemenhaft zu erkennen. Der Mund ist schmal und gerade. Vor der linken Gesichtshälfte, unterhalb des Auges, ist ganz schwach der Schemen einer Hand mit gebeugten Fingern zu sehen. Die Hand ist durchscheinend und lässt das Gesicht dahinter erkennen.

Die Frau hat ein hellgraues, langärmeliges Oberteil mit kurzem Steh- oder Rollkragen an, darauf ist ein regelmäßiges lichtes Muster aus schwarzen Punkten oder Vierecken zu sehen. Sie hält einen schwarzen Gegenstand in ihren beiden Händen, auf Höhe kurz unter ihrem Hals. Durch die Unschärfe ist der Gegenstand nicht zu identifizieren. Beide Hände sind leicht gekrümmt, die Finger Richtung Körper gebogen. Die rechte Hand und der Teil des abgebildeten Unterarms sind ähnlich wie die Hand vor dem Gesicht durchscheinend und schemenhaft. Das Muster des dahinter liegenden Oberteils ist durch den Arm hindurch zu sehen.

 

 

 

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