Archiv der Kategorie: schon beschrieben

Frau im rosa Kimono 2

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Hallo ihr Lieben Bildbeschreiber,
Ich hätte doch noch gerne diese Bilder auch beschrieben. Einfach um ein
besseres Vorstellungsbild davon zu haben und zu wissen, wie auf dem einen
Foto die Person (Junge/Mann) aussieht.

Vielen Dank
Luisa

Eine lachende Frau im rosa Kimono, um die mehrere Leute herumlaufen.Eine Frau im rosa Kimono, mit einer anderen jungen Frau.Eine Frau im rosa Kimono, mit einer jungen Frau und einem jungen Mann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildbeschreibung von Hans-Joachim:

Es sind hier noch drei weitere Bilder.

Auf allen dreien ist wieder ein Mädchen mit einem Kimono zu sehen.

Der Kimono ist nun fertig angezogen und das Kind präsentiert ihr Kleid. Das erste zeigt das Mädchen von der Frontale. Bei den anderen zwei Bildern ist das Mädchen wieder von hinten zu sehen.

Wie gesagt, auf dem ersten Bild ist das Mädchen im Kimono von der Frontale zu sehen. Dieser Kimono besteht wohl aus drei Teilen: Gürtel, Oberteil und Rock.

Das Oberteil ist eine Art Bluse ohne Knöpfe mit einem V-förmigen Ausschnitt. Die Ärmel sind sehr weit.

Der Rock liegt eng an und geht bis zu den Knöcheln.

Der Gürtel oder besser die Schärpe – es ist auch aus Seide – hält das gesamte Kleid zusammen. Soweit ich weiß nennt man es in Japan ‚Obi‘. Er ist wie gesagt ziemlich breit.

Auf den beiden letzten Bildern auf denen man das Mädchen von hinten sieht, kann man sehr gut die Schlaufe erkennen, die die Schärpe sichert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten den ‚Obi‘ zu binden. Auf dem Bild ist der ‚Trommelknoten‘. D.h. die Schärpe wird zunächst um den Bauch gewichckelt. Dann bindet man noch ein paar Wicklungen am Rücken nun von oben nach unten um die Längswicklungen.

Wie gesagt, es gibt da noch andere Möglichkeiten den Gürtel zu binden. Die haben übrigens ziemlich witzige namen. z.B. Hängender Knoten, Fülliger Spatz oder stehender Pfeil.

Aber zurück zu den Bildern: Auf dem ersten Bild ist ja das Mädchen von vorne zu sehen. Man sieht dort auch ihr Gesicht. Sie hat ein rundes, hübsches Gesicht. Sie lacht und ist wohl begeistert von dem Kimono.

Auf den anderen Bildern sieht man lediglich die langen, braunen, glatten Haare des Mädchens.

+++

(Ich ergänze mal die Beschreibung des jungen Mannes, nach der Luisa gefragt hatte, ja? Also er sieht sehr nett aus. Er ist blond, schlank, hat aber ein rundliches Gesicht, trägt eine Brille und betrachtet das Mädchen im rosa Kimono offenbar mit sehr großem Interesse. Karsten)

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Frau im rosa Kimono 1

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Hallo!
Ich bin Luisa und vollblind und würde gerne mal diese tolle Erfindung
ausprobieren.
Ich habe mehrere Bilder aus dem Urlaub bekommen und möchte diese gerne
beschrieben haben, vorallem die Person und die Umgebung. Es kann sein, dass
noch weitere Bilder folgen-

Vielen Dank und viele Grüße
Luisa

Eine junge Frau in einem rosa Kimono, umgeben von mehreren jungen Leuten.

Bildbeschreibung von Hans-Joachim:

Eigentlich bin ich nur per Zufall auf dieser Seite gelandet. Die Idee eine Bildbeschreibung hinterlassen zu können finde ich aber super und unterstützenswert. Daher versuche ich es jetzt mal…

Nun aber endlich zum Bild: Auf dem Bild sind 5 Personen zu sehen. Ich denke es sind Kinder, etwa 10 Jahre alt. Sie befinden sich wahrscheinlich in einem Büro oder in einem Schulzimmer. Zumindest sieht man im Hintergrund einen großen Einbauschrank mit mehr oder weniger sortierten Aktenordnern.

In der Mitte des Bildes sieht man ein Mädchen, das gerade einen Kimono ausprobiert. Man bekommt den Eindruck, dass sie noch nie einen Kimono anhatte. Zwei der Kinder versuchen dem Mädchen in der Mitte dabei zu helfen, das Kleid anzuziehen. Die anderen Kinder betrachten interessiert das Kleidungsstück.

Man sieht, dass der Kimono hauptsächlich aus zwei Kleidungsstücken besteht. Dem eigentlichen Kleid und einem großen Gürtel. Das Kleid ist auf dem Foto rosa und es sind viele rote, rosa und lila Blüten aufgedruckt. Der große Gürtel ist lila und reicht bei dem Kind vom Bauchnabel bis unter die Arme.

Der Gürtel bei einem Kimono ist etwas besonderes, er wird am Rücken zu einer Schlaufe geschnürt. Ich glaube die Kinder versuchen gerade die Schlaufe zu machen.

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Im St. Pöltener Dom

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN.

Hallo, liebe Bildbeschreiber!

Ende Juli habe ich an einer Kultur- und Wanderwoche in Niederösterreichs Landeshauptstadt St. Pölten (organisiert von den Blindenfreizeiten) teilgenommen. Die Besichtigung des Doms und seiner Orgel war ein besonderes Highlight und dabei sind die folgenden beiden Fotos entstanden; und ich bitte Euch, sie mir und allen Lesern Eurer Seite zu beschreiben.

Ich schicke jedes Foto in einer eigenen mail und den „Blick aus meinem Wohn und Arbeitszimmer“ reiche ich nach.

Bilder für blinde Menschen zu beschreiben ist eine sehr schöne Idee und sie hilft auch, Erinnerungen lebendig zu halten sowie die inneren Bilder zu bereichern.

Vielen Dank und herzliche Grüße von, Beate

Drei Menschen vor dem Barockaltar des Doms, eine Frau sitz auf einem prächtigen Stuhl.

Bildbeschreibung von Karsten:

Drei Menschen vor einem überbordend prunkvollen Barockaltar. Erst der Altar: Er selbst scheint aus rotbraunem Stuckmarmor gemacht zu sein, aber man sieht nicht viel von ihm,  über seiner Tischfläche hängt eine weiße Spitzendecke. Darauf ist er völlig zugestellt mit einem grau-metallischen Altaraufsatz, der mit einem mir unbekannten goldenen Wappen geschmückt ist, das zwei gekreuzte Zweige mit Blättern zeigt, zwischen denen sich ein rotes Kreuz befindet. Links und rechts neben dem Altaraufsatz jeweils noch zwei große, Silber gefaßte Wappen und je zwei sehr schwer wirkende, üppig verzierte silberne Kerzenleuchter mit elfenbeinfarbenen Kerzen.

Links neben dem Altar sieht man einen Teil einer Wand mit rötlich brauner Kassettentäfelung, darauf wiederum einige goldfarbene wappenartige Verzierungen, in deren Mitte sich ein Wappen befindet, auf dessen blauem Grund in goldener Schrift „Uni trinoque Domino“ steht – dem Dreieinigen Gott. (Das ist eine Zeile aus einer Hymne Thomas von Aquins, gelobt sei Wikipedia.)

Davor die drei Menschen, mit dem Rücken zum Altar. Alle drei haben lächelnde, fröhliche Gesichter. Links sitzt eine blonde Frau auf einem rot-samtenen Stuhl mit hoher Lehne, wie ein Bischofsstuhl. Die Frau trägt eine Sonnenbrille und hält einen Langstock in der Hand. Hinter ihr, mit einer Hand auf der Lehne steht ein Mann, der offenbar gerade redet. In  seiner anderen Hand sieht man einen Griff, der ebenfalls zu einem Langstock gehören könnte. Rechts neben den beiden macht eine weißhaarige Frau gerade einen Schritt auf sie zu. Sie hat eine Digitalkamera in der Hand.

Die Szene, wenn man das Bild so begreift, wirkt durch das bewegte Gesicht des Mannes und die Schrittbewegung der Frau rechts sehr lebendig.

Puh das war jetzt ein bißchen etwas von einer Herausforderung. Beate, kannst du etwas mit dieser Beschreibung anfangen? Oder hat auch jemand anderes Ergänzungen?

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Die Orgel im St. Pöltener Dom

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN.

Hallo! Hier kommt wie versprochen das zweite Bild.

Beate

Eine Frau spielt Orgel. Fünf Menschen hören aufmerksam zu.

Bildbeschreibung von Karsten:

 

Die Frau, die auf dem ersten Bild aus St. Pölten auf dem Bischofsstuhl saß, spielt hier – im Bildvordergrund – Orgel. (Sie trägt, nebenbei, eine blaue Wetterjacke.) Links im Bild die Orgelmanuale, über die sich ihre Hände bewegen, rechts, in ihrem Rücken, die teils mit einer nach Mahagoni aussehenden Kassettentäfelung verkleideten Orgelpfeifen. Die Frau hat einen konzentrierten, aber nicht angestrengten Gesichtsausdruck.

 

Im Bildmittelgrund stehen fünf Personen, die ihr offenbar aufmerksam zuhören, zwei Frauen und drei Männer. Interessant scheint mir, daß sie alle lange Hälse machen, um dicht gedrängt der Orgelspielerin auf die Hände sehen zu können.

 

Im Hintergrund eine halb geöffnete, verglaste zweiflügelige Tür, vielleicht führt sie zum Abgang von der Orgelempore.

 

Denn dort oben befinden wir uns doch, oder Beate?

 

 

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Blick aus dem Fenster: Kiefer

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Ein Foto von Siljas Website, das Ewa sich ausgesucht hat.

Die Spitze eines Kiefernzweigs vor einem FensterBildbeschreibung von Ewa:

Wenn man das Bild so sieht, wie die Autorin es ins Netz gestellt hatte, weiß man überhaupt nicht, was eigentlich auf dem Foto zu sehen ist. Der erste Gedanke ist es, dass es irgendwelche Algen sind, von der Sorte, die man in einem guten Fischladen kauft, um Meeresfisch ohne Salz zu kochen. Aber die Algen sind Meerespflanzen und dieser grüne Haufen Etwas auf dem Bild wurde doch normal, dh. in der Luft fotografiert. Man vermutet sogar auf der linken Seite so etwas, wie Fensterrahmen, gar weißen, auf dem die Farbe ein ganz kleines Bisschen abschuppt. Dies muss natürlich bedeuten, dass es einfach ein absichtlich verstellter Blick aus dem Fenster ist. Und uns wachsen keine Algen vor den Fenstern. Ist es tatsächlich ein Fensterbild, ist der Haufen auch keine Schilfgarbe und keine von Schachtelhalmen. Für Heu wiederum sind die einzelne Stiele (oder was es auch ist) zu dick und zu beständig. Die Grasblätter wären bei dieser Nähe des Blickes – ganz flach und in der Mitte länglich ein bisschen versenkt. Und das Grüne ist auch zu dunkel für Heu.

Rätselhaftes pflanzliches Etwas. Die Triffids vielleicht. (Weiß man noch, was Triffids sind, oder ist es nur Wissen unserer Generation? Sicherheitshalber hier noch ein Link zur Wikipedia.

Erst wenn man das Foto um 90° rechts umdreht, sieht man, dass die Antwort so zu sagen auf der Hand liegt.

Das obere Bild um 90° gedreht. Die Kiefernnadeln zeigen jetzt nach oben.

Es ist eine sehr nahe und stark vergrößerte Aufnahme eines Kiefernzweiges (Waldkiefer, Pinus sylvestris). Durch die dichten Nadeln (es sind also keine Stiele) sieht man gar rechtsrum einen noch grünen weiblichen Zapfen und linksrum vielleicht zwei unteren, ebenfalls noch nicht verholzten, fleischigen Zapfenschuppen. Da die Zapfen normalerweise drei Jahre brauchen, um sich völlig zu entwickeln und Samen herzustellen, muss man bei diesem Kiefernexemplar vermuten, dass er die jungen Zapfen vor einem Jahr hervorbrachte und zu Samen im Jahr danach kommen wird. Keine Triffids also, einfach Waldkiefer oder gemeine Kiefer, Rotföhre, Weißkiefer oder Forche.

Ein schöner Trick, Silja. Alle Achtung.


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In der U-Bahn

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Ein Foto der blinden Malerin und Fotografin Silja Korn

Zwei in der U-Bahn sitzende Passagiere.

Beschreibung von Ewa Maria Slaska:

Ein unscharfes Foto von zwei Männern in einer U-Bahn. Es ist ein offener U-Bahn-Wagen ohne Abteile, mit länglichen Bänken der Fensterwände entlang. Die Bänke sind mit schwarz-weiß gemustertem Plastikzeug bezogen. Die Männer sitzen mit den Rücken zum Fenster. Einer ganz am Rande, in der linken Ecke des Bildes, der andere um einen Platz von ihm entfernt, schon nah zu der rechten Seite des Bildes, aber nicht so nah. Da ist noch Platz für etwas, auch wen es da nicht ist. Der in der Ecke ist jünger und es sieht so aus, als ob er schläft. Der andere liest etwas auf der anderen, gegenüberliegenden oberen Seite des Wagons. Da sind meistens nur Werbebanner angebracht oder U-Bahn-Pläne. Kein Mensch betrachtet eine Werbung so interessiert, es ist also zu vermuten, dass der Mann versucht, seinen Ort auf der U-Bahnstrecke zu fixieren. Vielleicht ist er fremd in der Stadt oder nur selten benutzt er diese U-Bahn-Linie. Sein Hinterkopf widerspiegelt sich im Fenster hinter ihm. Der Mann ist ziemlich jung, so Mitte 30, und ist elegant angezogen. Hat einen schwarzen wollenen Mantel an, darunter lugt weißes Hemd aus mit weinrotem Schlips. Auf seinem Schoß liegt eine dünne unregelmäßig gewölbte schwarze lederne Aktentasche, in der er neben Papieren noch etwas Dickeres aufbewahrt, eine kleine Fotokamera vielleicht oder bloß einen Apfel.

 

Er ist blond und, ja, man kann sagen, helle. Seine Haare sind ein bisschen länger und ein bisschen unordentlich. Er ist also elegant aber nicht konservativ. Er sieht wie ein Mitarbeiter eines Literaturfestivals aus, der zu einem offiziellen Anlass nach Berlin kam. Er weiß wie er seine elegante Kleidung tragen soll, hat damit überhaupt keine Probleme, aber es ist nicht unbedingt, dass er sich jeden Tag so kleiden muss. „Muss“ ist überhaupt kein Wort für ihn. Er ist ein freier Geist. Und ein netter Mensch.

 

Der junge Mann, der neben ihn in der Ecke schläft, ist auch schwarz angezogen. Hat eine schwarze Jacke mit Stehkragen oder vielleicht auch mit einer Kapuze an (aber kein Punkoutfit) und trägt wahrscheinlich Bluejeans. In beiden Händen, schräg über seinen Schoß, hält er einen schwarzen ledernen Rücksack, der zum größten Teil am Sitz neben ihm ruht. Auch er ist sympathisch, aber an seinem Mund sieht man, dass er auch ein kleines bisschen stur sein kann.

 

Das wären die beiden Hauptfiguren im U-Bahn-Wagen. Sie sind nett, aber nicht sie haben mich veranlasst, das Foto zu beschreiben. Richtig faszinierend ist das, was man im dunklen Fenster hinter den beiden Männern sieht. Klar, es ist kein großes Geheimnis, es sind einfach Leute, die den beiden gegenüber auf der parallelen Bank sitzen. Aber doch, es haftet ihnen etwas geheimnisvollen an, weil wir sie nicht sehen, sondern nur deren verschwommene Widerspiegelung in der Scheibe. Es sind keine klar umrissene Menschen, wie die beiden Männer, es sind kleine vieldeutige Figuren. Da die Fensterscheibe ausholend gekratzt ist, verstärkt es noch dieses Gefühl, dass die Menschen in der Scheibe kleine Gespenster sind. Es sind sicher drei Personen, die sich da zwischen den beiden Männern widerspiegeln, und noch eine vielleicht ganz recht, die neben dem eleganten Mann sitzt, die aber nur als Hinterkopf zu sehen ist.

 

Die Figuren, die man deutlicher sieht, sind vielleicht Frauen, aber woran erkenne ich es? An den nicht eindeutigen aber doch anmutenden Gesten, an den um die Hälse gewundenen Schals? An Gefühl und Intuition? Eine ist etwas dick. Sie sitzt dem Eleganten gegenüber, stock gerade und gerade aus schauend, die andere, die in der Mitte, sieht zu der Dritten her. Sie ist im Drei-Viertel-Profil und ein Stückchen nach unten gebeugt. Die interessanteste ist die Dritte, die dem schlafenden jungen Mann gegenüber sitzt. Das ist sie! Die Fotografin, die sich selbst aufgefangen hat. Sie ist kaum zu sehen, aber sie ist da und hält ihre kleine Kamera vorm Gesicht.

Touché!

 

 

 

 

 

 

 

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