Portrait einer jungen nackten Frau

SCHON BESCHRIEBEN

Mail von Soheil:

bitte beschreiben sie mir, danke

Eine nackte Frau, stehend

Bildbeschreibung von Sandra Boll:

Photographie, schwarz-weiß, Hochformat
Eine junge Frau posiert exaltiert vor einem Waldsee. Sie ist unbekleidet und wirft kein Spiegelbild auf das stille Wasser. Sie steht auf den Zehenspitzen auf einem schwererkennbaren Untergrund und reckt sich weit über die Bäume des Hintergrundes. Im Vordergrund bis zu ihrer Kniekehle steht ein karg mit welken Blättern bewachsener Strunk. Den rechten Arm in die Hüfte gestemmt, den linken über den Kopf gelegt macht sie ein extremes Hohlkreuz und schaut die BetrachterInnen in einer halben Drehung über die rechte Schulter hinweg an. Dabei ist das rechte Auge durch ihre langen, mittelgescheitelten Haare verdeckt. Ihre Brustwarzen sind stark erigiert. Das Arrangement wirkt gestellt und digital nachbearbeitet. Sie lächelt sehr verhalten und scheint ihre Pose auch nicht besonders bequem zu finden. Der dichtbelaubte Mischwald spiegelt sich im See, am gegenüberliegenden Ufer kann man eine Lichtung und eine Art Strand erkennen.

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Portrait einer jungen Frau

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Mail von Soheil Yazdani:

Was is da drauf bitte

Portrait einer jungen Frau

BILDBESCHREIBUNG VON DANIEL:
Das Hochformatbild zeigt ein elegantes Schwarz-Weiß-Portrait einer jungen, asiatisch aussehenden Frau.
Die Frau hat lange schwarze Haare und trägt dunkle, vermutlich aus einem Rollkragenpullover und einer Hose bestehende, dunkle Kleidung, die eine schwarze Fläche bildet, von der sich Gesicht und Hände als einzig unbekleidete Körperteile durch ihre Helligkeit deutlich abheben. Umrahmt wird die Person von der weißen Couch, auf der sie leicht nach vorne gebeugt sitzt, sowie einer hellgrauen Wand im Hintergrund. Die Frau füllt das Bildformat beinahe vollständig aus, der Kopf ist knapp oberhalb des Seitenscheitels beschnitten, das linke Bein ist leicht unterhalb des Knies, das rechte knapp darüber abgeschnitten. Der rechte Ellenbogen ruht auf dem rechten Oberschenkel, mit der rechten Hand, die unterhalb des Handgelenks schräg angeschnitten ist, stützt sich die Person auf dem Sofa ab. Der linke Ellenbogen liegt auf dem linken Oberschenkel, der zur rechten unteren Bildecke weist, während die linke Hand den rechten Ellenbogen umfasst.
Die Frau blickt den Betrachter fragend an. Das ovale Gesicht ist ebenmäßig geformt und erscheint makellos. Zu diesem Eindruck tragen neben den ausgewogenen Proportionen auch die vollen Lippen, eine flache Nase und die geschwungenen Augenbrauen bei. Das dunkle Make-Up an den äußeren Augenwinkeln nimmt diesen Schwung auf und verlängert die Augenlieder optisch. Akzente setzen die auffälligen, orientalisch anmutenden Ohrringe mit üppigem Gehänge, das bis unter das Kinn reicht.
Durch die Diagonale, die vom rechten Oberschenkel in der linken unteren Bildecke über den leicht nach links geneigten Oberkörper zum im oberen rechten Bildbereich gelegenen Gesicht führt, sowie durch den unkonventionellen Anschnitt erhält das Foto trotz seines statischen Grundaufbaus eine gewisse Dynamik. Insgesamt ein Portrait von solcher Klarheit und Intensität, dass man sich ihm kaum zu entziehen vermag.

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Portrait Jenny I

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Mail von Jenny:

Zu beschreibende Bilder habe ich aktuell gleich drei Stück. Ich weiß nicht, ob die im Vergleich funktionieren? Drei ist vielleicht gleich ein bissel viel verlangt? Aber ich habe mit einer lieben Freundin verschiedene Stylings ausprobiert und bin nun ganz gespannt, wie sie jeweils auf den Betrachter wirken.

Wir haben die drei Bilder mal getrennt und in seperate Posts gepackt. Also hier das erste:

Portrait einer Frau mit schwarzen Haaren, schwarzer Bluse, schwarzem durchsichtigen Schleier und schwarz geschminkten Augen..

(c) Agy Reschka

Bildbeschreibung von Charlotte:

Das Bild zeigt den Kopf einer jungen Frau mit dunkelbraunem, fast schwarzem Haar.Sie füllt das Format ganz aus, an allen Seiten ist es angeschnitten.Auf dem Kopf trägt sie einen schwarzen Schleier, der mit einer dunkelroten Blume festgesteckt ist. Die Blume ist nur halb zu sehen. Unten ist das Bild begrenzt vom tiefen Ausschnitt, der einen Blick auf die Spalte des Busens freigibt. Die Kleidung ist nicht zu sehen, denn das dunkle lange Haar umrahmt Gesicht, Hals und Schultern. Es wirkt aber so als wenn die Frau ein dunkles Kleid trägt, das von den Haaren nur verdeckt wird, es sieht nicht so aus als wäre sie nackt.

Der Schleier ist aus einfachem Tüll, auf der linken Gesichtshälfte liegt er in Falten, so dass er dort dunkler, undurchsichtiger wirkt. Er überdeckt das gesamte Gesicht und den Hals. Die weiße Haut des Dekolletees ist das einzige auf dem Bild was unbedeckt ist, deshalb zieht es den Blick vielleicht auch besonders an.

Die Frau ist sehr blass, Augen und Mund sind stark geschminkt.  Der dunkelrote Lippenstift glänzt und hat die gleiche Farbe wie die Blume im Haar. Die Augen sind mit dunklen Farben geschminkt und wirken sehr tief. Die Frau schaut nach unten. Sie sieht nicht traurig aus, eher geheimnissvoll oder nachdenklich. Sie könnte eine Witwe auf einer Beerdigung sein, die sich gerade fragt wie ihr Leben nun weitergehen soll, ohne wirklich zu trauern.

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Und hier noch eine vergleichende Beschreibung aller drei Jenny-Portraits von Elke.

 

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Portrait Jenny II

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Ich habe mit einer lieben Freundin verschiedene Stylings ausprobiert und bin nun ganz gespannt, wie sie jeweils auf den Betrachter wirken.

Die Jenny

Wir haben die drei Bilder mal getrennt und in seperate Posts gepackt. Nummero zwo:

Portrait einer Frau mit schwarzem Hut, schwarzem Kleid, schwarz geschminkten Augen

(c) Agy Reschka

BILDBESCHREIBUNG VON CHARLOTTE:

Das Bild ist schwarz umrahmt und wirkt insgesamt beinahe schwarz-weiß, obwohl es das nicht ist. Es zeigt eine junge Frau mit einem schwarzen Filzhut. Sie trägt den runden Hut mit  der breiten Krempe leicht schräg auf dem Kopf. Dazu hat sie einen schwarzen Blazer und ein tief ausgeschnittenes schwarzes Top an. Sie ist bis zur Taille zu sehen. Ihre Haut ist sehr blass, fast so weiß wie die Wand vor der sie steht. Als einzige Farbflecke sind die Fingernägel und der Lidschatten in Smaragdgrün zu sehen, und der rotgeschminkte Mund. Das Grün wirkt künstlich, es scheint in der Realität nicht so ausgesehen zu haben sondern ist mit dem Computer hinzugefügt worden. Dadurch bekommt das Bild insgesamt etwas Ikonenhaftes, aber auch etwas Distanziertes, Unwirkliches.

Der Blick der Frau ist nach schräg unten gerichtet, der Betrachter sieht sie leicht von oben. Das rechte Auge ist von der Hutkrempe des schrägsitzenden Hutes halb verdeckt. Die sehr schmalen Hände fassen rechts und links an den Kragen des Blazers, wodurch man die grün lackierten Fingernägel gut sehen kann. Um den Hals trägt die Frau eine weiße, klassisch elegante Perlenkette. Am Hut ist rechts ein schwarzes Tuch oder eine Schleife mit weißen Punkten angebracht. Das Haar ist nicht zu sehen, nur eine kleine dunkle Strähne, die über dem linken Ohr herausschaut.

Besonders auffällig an ihrem Gesicht sind die schön getuschten langen Wimpern und der kleine Mund mit vollen Lippen. Der Mund hat eine sehr schöne Form. Die Frau hat einen konzentrierten Gesichtsausdruck. Sie lächelt nicht, aber sie sieht auch nicht traurig aus. Eher nachdenklich, als würde sie jemandem aufmerksam zuhören.

Insgesamt wirkt die Frau sehr elegant, wie zu einem besonderen Anlass zurechtgemacht, vielleicht einer Theaterpremiere oder einer Vernissage. Sie ist irgendwie zeitlos, man kann ihr Alter schlecht einschätzen. Die Zartheit und Glätte ihrer Haut deutet darauf hin das sie jung ist, aber die Kleidung passt eher zu einer Dame in mittleren Jahren. Fast wie auf einem alten Foto aus den 20er bis 40er Jahren. Insgesamt ist das ein sehr schön komponiertes Bild, das man sich gut als Poster in einer modern eingerichteten Wohnung vorstellen könnte.

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Und hier noch eine vergleichende Beschreibung aller drei Jenny-Portraits von Elke.

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Portrait Jenny III

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Ich habe mit einer lieben Freundin verschiedene Stylings ausprobiert und bin nun ganz gespannt, wie sie jeweils auf den Betrachter wirken.

Jenny

Wir haben die drei Bilder mal getrennt und in seperate Posts gepackt. Hier das Dritte:

Portrait einer Frau mit schwarzen Haaren, schwarzem Kleid und Silberschmuck auf Stirn und Brust

(c) Agy Reschka

BILDBESCHREIBUNG VON CHARLOTTE:

Dieses Bild ist auch schwarz eingerahmt. Es zeigt eine junge Frau mit auffälligem Schmuck. Das Haar ist lang, schwarz und glänzend. Die vorderen Strähnen sind in Korkenzieherlocken eingedreht, die bis auf die Schultern fallen. Die hinteren Strähnen sind zu zwei langen, lockeren Zöpfen geflochten, die ebenfalls vorne über die Schultern fallen und bis auf die Brust reichen. Auf der Stirn und um den Hals trägt sie silbernen Schmuck mit grünen Steinen, der aus der Gothic-Szene zu stammen scheint.

Die Kette auf der Stirn verläuft unter den Haaren um den Kopf. In der Mitte der Stirn bildet sie ein nach oben offenes Dreieck aus zu lockeren Knoten verschlungenen, relativ dicken Silbersträngen. Aus der unteren Spitze des Dreiecks hängt ein kleiner, grüner, unregelmäßig geformter Schmuckstein, der genau zwischen den Augenbrauen baumelt. Das Absinthgrün des Steines findet sich im Lidschatten der Frau wieder, der kräftig auf den Augenlidern und rund um die äußeren Augenwinkel aufgetragen ist. Die Kette um den Hals ist ebenfalls silbern. Sie liegt im oberen Teil eng um den Hals und wird von einem spindelförmigen, silbern eingefassten grünen Stein zusammengehalten. Unterhalb des Steines geht die Kette weiter, öffnet sich und endet in den Flügelspitzen einer silbernen Absinthfee, die auf einem recht großen grünen Schmuckstein aufgebracht ist. Der grüne Stein ist ellipsenförmig und stellt einen stilisierten Totenschädel dar.

Die Frau trägt ein schulterfreies schwarzes Kleid oder Oberteil aus zartem, glänzendem Stoff. Sie ist bis zur Unterkante der Brust zu sehen, man kann nicht erkennen wie es im Ganzen aussieht. Aber das Gewand wirkt locker und weich fließend, der Stoff könnte auch transparent sein, denn an den Oberarmen sieht es so aus als schimmerte die Haut durch den Stoff.

Wir sehen die Frau leicht von oben, sie ist im Bild ein bisschen aus der Mittelachse nach links verschoben. Der Blick aus den grauen Augen ist nach halb unten rechts gerichtet. Sie scheint auf etwas zu schauen was sich unten rechts außerhalb des Bildes befindet. Der Mund ist leicht geöffnet und matt blassrot geschminkt. Er hat eine nahezu perfekte Form, wie man sie bei Mund-Karikaturen findet. Die Unterlippe ist viel voluminöser wie die Oberlippe, das kann aber daran liegen dass man von oben schaut und die Oberlippe aus dieser Perspektive schmaler wirkt. Die Haut ist ebenmäßig, faltenfrei, leicht schimmernd und sehr blass. Der Hintergrund des Bildes ist weiß, ohne Schatten oder Strukturen.

Die Wirkung des Bildes ist exotisch, auf alle Fälle nicht alltäglich. Mir fiel spontan eine Mischung aus Mata Hari und Pocahontas ein… aber insgesamt sehr edel, nicht übertrieben verkleidet sondern eher geheimnisumwittert. Wie eine indische oder keltische Prinzessin oder Tänzerin, aber ohne übertriebenen Flitter und Chichi. Sie kommt entweder aus einem fernen Land oder aus einer anderen Zeit.

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Und hier noch eine vergleichende Beschreibung aller drei Jenny-Portraits von Elke.

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Blick aus dem Fenster IV

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Vor einigen Wochen schrieb Jenny:

Habe das Fensterfoto nicht vergessen. Ich würde es so gern an einem Ort machen, wo im Moment ganz viel Wehmut liegt. Meine Omi musste in ein Pflegeheim. Nun wohnt ihr ganzes Leben in einem winzigen Wandregal und einem halben Kleiderschrank in einem kleinen Doppelzimmer, welches sie mit einer fremden Person teilen muss. Das lässt mich alles so nachdenken, über Sinn und Sein, über Werte und Erinnerungen, über das, was das Leben uns lässt. Aus ihrem Fenster würde ich gern fotografieren, in den begrünten Hinterhof.

Und hier nun das Bild:

Meine Fensterfotos sind leider verunglückt. Kann passieren, wenn man blind fotografiert. Das Draußen ist verschwommen geraten, sagte man mir, während das Fenster selbst mit Rahmen und Blume eher scharf gelungen ist.

Ein Blick auf Bäume aus einem Fenster mit zwei Topfblumen auf der Fensterbank

Bildbeschreibung von Ewa Maria Slaska:

Fenster. Ein Fenster, das nicht besonders groß ist. Es ist ein modernes Fenster, das man nach innen kippen kann. Ist ja auch auf dem Foto leicht gekippt. Die Fensterrahmen sind braun mit schwarzer Gummidichtung. Der Fenstersims ist hell und glänzt ein bisschen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass am Fenster auch Jalousien angebracht sind, was erklären würde, was man da auf dem linken Fensterrahmen sieht, irgendeine silbergraue metallene Vorrichtung mit korallroten Griff. Hinter dem Fenster sieht man eine dichte, grüne Baumblättermasse. Linden vielleicht. Die Bäume sind alt, hoch, stark und gesund. Es tut gut, sie anzuschauen. Es ist wahrscheinlich Mai oder Juni, da das Grün noch frisch und partiell auch hell ist und keine Anzeichen der spätsommerlicher Welkheit aufweist. Die Luft ist ein bisschen grau, vielleicht hat es vorher geregnet. Jetzt regnet es nicht mehr, aber sichtlich ist es kein sonniger Tag. Vielleicht gar ein kühler Tag. Auf dem Fenstersims stehen zwei Blumentöpfe. Links ein graugrünlicher Übertopf mit rosaroten Kalanchoe in voller Blüte. Rechts ein etwas kleinere hellere Vase mit karminroter Celosia in länglichen Blütenknospen. Technisch gesehen ist das ganze Fenster, gar das ganze Bild, unscharf, und dies ist gerade das, was dem Bild Charme verleiht. Wie wenn man sagt, dass nur Männer ohne Fantasie schöne Frauen lieben. Jemand, der intelligent ist, wird keine Schönheit brauchen, sondern eine interessante Frau. Oder wie heute in der Berliner Zeitung, ein Satz von R. Stevie Moore, den legendären Gründer des Home-Recordings: „Perfektion ist mir egal. Ich mag schlechte Musik.“ Perfektes zwingt, die Perfektion zu bewundern. Aber dies ist schon alles. Sie lässt keinen Platz für Unerwartetes. Sie ist immer gleich. Unperfektes öffnet ein weites Feld für Imagination. Wie in der Kunstgeschichte. Interessant ist Romanik, weil man noch nicht alles kann und dann erst wieder der Impressionismus und alle seine Derivaten, weil da der Künstler absichtlich den Blick der Realität verstellt. Und das ist es, woran es ankommt. Die Wirklichkeit sehen wir selber. Für deren verstellten Blick brauchen wir Kunst.

Berlin 27. Juni 2011

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