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Vor und hinter dem Zaun von Mary

3 Menschen vor einem Zaun

Bei diesem Bild handelt es sich um eine Portraitfotografie, welche bei unserem Fotoseminar auf dem Tempelhofer Feld im Juni 2015 von Mary aufgenommen wurde.

Das zentrale Motiv des Fotos – drei Personen, die mit dem Rücken zur Kamera vor einem hohen Stahlgitterzaun stehen – zieht sich wie ein breiter Streifen durch die Mitte des Bildes. Man könnte sagen, das ganze Bild ist streifenartig aufgebaut.

Die untere Kante beginnt mit einem rauen Asphaltstreifen, der von einem schmalen unregelmäßigen Grünstreifen durchbrochen ist. Wieder einmal haben es die Kräfte von Frost und Hitze geschafft einige Nischen und Ritzen als Bett für die Samen der Gräser und Wiesenkräuter zu bereiten.

Dann beginnt der weiße Stahlgitterzaun, dessen Füße sich ca. aller zwei Meter in die Asphaltdecke bohren. Diese verläuft hinter dem Zaun noch ein bis zwei Meter weiter, bis massive Betonbodenplatten das Kommando übernehmen und eine weitreichende Fläche bedecken. In einiger Entfernung begrenzt ein langgezogenes, mächtiges Gebäude das Areal. An der mittleren Gebäudefront sind große, weiße Lettern angebracht, aus denen sich bei ganz genauem Hinsehen die Worte „Berlin Tempelhof“ entziffern lassen. Das Erdgeschoss sieht aus wie eine Aneinander-Reihung von Garagentoren, bzw. Anlieferungsabschnitten.

Darüber erstreckt sich der graublaue Himmel – Übergänge zwischen Schleierwolken und freien Flächen verschmelzen ineinander.

Im mittleren Bildabschnitt, direkt am Zaun stehen eine Frau, ein Mann und noch eine Frau. Alle drei mit erhobenem linkem Arm, greifen in das Stahlgitter und scheinen auf das Objekt, oder auch das weite Feld hinter dem Zaun zu blicken. Das „Objekt“ befindet sich ca. 5-10 Meter hinter dem Zaun und lässt sich genauer beschreiben als ein dunkler Wagen, ähnlich einem BMW Kombi, dessen Fensterscheiben an allen Türen heruntergelassen sind. Die Person am Steuer ist nur eingeschränkt erkennbar: männlich, kurzes Haar, trägt eine dunkle Sonnenbrille, der linke Arm auf dem Türrahmen aufgestützt, die Hand lässig aus dem Fenster hängend. Weitere Insassen lassen sich nicht erkennen. Es ist anzunehmen, dass das Fahrzeug sich in Bewegung befindet – eine Parkposition wirkt in dieser Situation an diesem Ort eher ungewöhnlich – wodurch das Bild irgendwie eine stille Dynamik bekommt.

Das wehende dunkelblonde Haar der beiden weiblichen Personen verrät eine leichte Brise, wobei das der linken Frau offen über die ihre rechte Schulter fällt, währen das etwas lockigerer der rechten zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden ist. Ebenfalls signifikant ist, dass alle drei Personen eine mittelgroße Umhänge-Tasche tragen. Die der linken ist schwarz und hängt locker und gerade über der rechten Schulter – so locker, dass man meinen könnte, sie gleite im nächsten Augenblick herunter. Schräg über den Rücken der männlichen Person hängt die etwas robuster aussehende blau-schwarze Tasche. Die Frau auf der rechten Seite schließlich trägt ihre schräg über der linken Schulter. Sie ist hellbraun und wirkt abgenutzt.

Alle drei tragen Sommerkleidung in Blautönen. Die erste ein marineblaues Kleid, darunter eine schwarze Leggings, die oberhalb der Knöchel endet. Ihre Schuhe verschwinden hinter den Gräsern. Darauf folgt der Mann in legeren dunkelblauen T-Shirt und Jeans. Die Schuhe durch das Gras ebenfalls kaum erkennbar. Außerdem scheint er irgendein schwarzes Bündel in der rechten Hand neben dem Körper zu umklammern. Die Frau mit der braunen Tasche trägt über einem längeren schwarzen Shirt ein kurzärmliches dunkelblaues Häkeljäckchen, eine weiß geblümte Leggings und schwarze Sneaker mit einem lachsfarbenem ovalen Streifen oberhalb der Fersen.

Die Szene ist keine alltägliche, natürliche, und dennoch verlangt sie nach einer Erklärung oder einer fantasievollen Interpretation.

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Siljas Selfie: 3 Sichtweisen

Selbstportrait einer dunkelhaarigen Frau mit Sonnenbrille.

Für dieses Bild gibt es jeweils eine Beschreibung von Julia, Meike und Stefan. Es ist immer wieder faszinierend wie unterschiedlich Beschreibungen des selben Bildes sein können und jede_r Beschreiber_In bringt eigene Gedanken und Erinnerungen ein. Jeder Text ist anders aufgebaut und legt den Augenmerk auf verschiedene Details.

Silja zur Entstehung des Bildes:

Wie bist du auf die Idee gekommen ein Selfie zu machen?

Ein Selfie zu machen ist momentan in aller Munde. Da habe ich mich schon häufiger gefragt, wie das wohl ist, wenn man als nicht sehender Mensch von sich selbst ein Foto knipst. Ja und da dachte ich mir probier das doch einfach mal aus denn die Gelegenheit ist nun da. Ich erzählte den Studenten von meiner Vorstellung von mir ein Selfie zu machen, und sie bestärkten mich darin.

Wie empfandest du den Prozess??

Zuerst war es ein wenig befremdlich. es war irgendwie komisch die Kamera auf mich zu richten. Dann musste ich auch den richtigen Winkel mit meinem Arm, der die Kamera in der Hand hielt finden. Ich musste auch darauf achten, dass mein Daumen, den ich zum Auslösen benutzte die Kamera nicht wieder verschiebt. Ich hatte auch die Befürchtung das der Arm einfach ein wenig zu kurz dafür wäre und das dies letztlich nichts werden würde.

Die Blütenknospe die ich mit den Händen ausgiebig betrachtete animierte mich zunehmend immer mehr dazu, dass ich die Idee doch gern umsetzen wollte. Ich ging in die Hocke Suchte eine angenehme entspannte Haltung und legte mein Gesicht an die Knospe und lächelte in die Kamera. Nun war ich gespannt, wie das Foto geworden ist?

Wie gefallen dir das Ergebnis und die Beschreibung?

Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet, das es so werden würde. Die Beschreibung ist wirklich sehr anschaulich und ehrlich geworden. Ich habe durch die Beschreibung den Moment des Entstehens vom Foto wieder frisch aufleben lassen können.

Bildbeschreibung von Julia

„Dieses Foto entstand im Britzer Garten. Auf dem Bild ist die Fotografin Silja selbst abgebildet – ein sogenannter Selfie. Silja füllt ein bisschen weniger als die linke Hälfte des Bildes aus. Dadurch dass Silja das Bild selbst gemacht hat, ist sie so ziemlich genau eine Armlänge von der Kamera entfernt. In der linken oberen Ecke des Bildes ist ein Finger leicht vor die Linse gerutscht, dieser ist aber beinahe bis zur Unkenntlichkeit verschwommen.

Siljas Kopf ist relativ mittig im linken Bilddrittel, dabei neigt sie diesen. Wenn man ihrem Blick, den man nur durch die Kopfneigung vermuten kann, folgen würde, käme man in der rechten oberen Bildecke an. Siljas Augen werden von einer riesigen Sonnenbrille mit weißem Rand verdeckt. Darin spiegelt sich leicht etwas, allerdings ist auch dies kaum zu erkennen. Ich vermute, dass es die Kamera von Silja selbst ist. Der untere Rand der Brille reicht bis auf ihre Wangenknochen hinab. Der obere Rand schließt in etwa oberhalb der Augenbrauen ab. Siljas fast schwarzes kurzes Haar hängt in vereinzelten Strähnen bis unter die Sonnenbrille. Die Haare sehen ein bisschen zerzaust aus. Was in dem Bild leider nicht zu sehen ist, sind die ganz feinen pinken und lilafarbenen Strähnchen in Siljas Haar. Diese ergeben eine nahezu perfekte Ergänzung zu der rosafarbenen Strickjacke, die sie trägt, und die dazu passend eingefärbten Fingernägeln. Dies verraten der rechte Zeigefinger und Daumen, die gerade noch im Bild zu sehen sind, jene halten eine grüne Kugelblume an Siljas Wange und verdecken so auch einen Teil ihres Oberkörpers, der ohnehin nur bis unterhalb der Schultern im Bild ist.

Diese grüne Kugelblume ist übrigens Zierlauch, wenn dieser blüht ist er lila. Ich finde es gut dass er noch nicht blüht, da ich mir nicht sicher bin, ob sich das dann farbliches alles eher beißen würde, darüber hinaus würde das Bild anders wirken. Die Form des Zierlauches ist eine Kugel, diese befindet sich an einem langen Stängel, der dann in die Erde geht. Im Bild sieht man allerdings nur die Kugel. Die Form der Kugel ist wie folgt. Von der Mitte der Kugel, dort wo auch der erwähnte Stängel ist, gehen ganz viele kleine, feine, grüne Stängel ab, diese enden in kleine, grüne nach außen hin leicht platten Kugeln.

Siljas strahlendes Lächeln wird leider von dem Schatten, der auf ihr Gesicht fällt, verdunkelt. Lediglich auf ihre Stirn, sowie ihre linke Schulter, die ins Bild ragt, fällt das Sonnenlicht. Auch der Rest des Bildes ist durch das Mittagssonnenlicht hell ausgeleuchtet. Der Schatten über Silja lässt sie selbst ein wenig unscharf erscheinen. Im Kontrast dazu wirkt der unmittelbare Hintergrund vor dem Silja steht, scharf.

Hinter Silja ragen in die obere Bildmitte kleinere hellgrüne und größere dunkelgrüner Äste von Bäumen hinein. Neben Silja in unmittelbarer Entfernung sind kleine Büsche und kleinere Pflanzen. Dahinter in weiterer Ferne ist eine Wiese und der graue Weg, den sie später noch entlang gegangen ist. Diese Wiese wird von Bäumen in noch weiterer Ferne begrenzt. Ich kenne weder den Namen der Büsche noch kann ich die Bäume in der Ferne erkennen, um diese genauer beschreiben zu können. Über den Bäumen ist der strahlend blaue Himmel zu sehen. Dieser wird von oben nach unten heller und auf Höhe der Bäume ist er nahezu weiß.

Die verschiedenen Lichtverhältnisse im Bild – der Hintergrund strahlend hell und Silja selbst im Schatten – könnten den Eindruck vermitteln, dass es sich um eine Fotomontage handelt, in die Silja nachträglich hineingesetzt wurde. Doch der Schein trügt, denn es handelt sich um einen Selfie an einem sommerlichen Samstagmittag im Britzer Garten.“

So das war Julias Beschreibung und jetzt zum Vergleich die Bildbeschreibung von Meike. Ihr kennt das ja inzwischen, es ist immer sehr interessant, ein Bild mit den Augen mehrerer Menschen zu betrachten.

Beschreibung von Meike

Auf dem Bild ist Silja zu sehen, die sich eine Blume (Sternkugellauch) neben das Gesicht hält. Im Hintergrund sind Blumen, Wiese, Bäume und Himmel zu sehen.

Das Bild erscheint in einem hellen Tageslicht. In der oberen rechten Ecke des Bildes ist der strahlend blaue Himmel zu sehen. Der Farbverlauf von dem Himmel ist oben angefangen ein kräftiges Hellblau und verläuft bis in die Mitte des Bildes in ein ganz zartes Hellblau bis weiß. Auf der rechten Seite des Bildes beginnen ab der Mitte Bäume, die in einiger Entfernung stehen, kräftig grün sind und einige Schatten werfen. Darunter beginnt die Wiese. Die Wiese sieht man allerdings nur durch die Zwischenräume der Blumen hindurch, die im Vordergrund sind. Die Wiese ist hellgrün und auf ihr ist ein hellbeiger Weg in horizontaler Lage zu erkennen. Rechts unten in dem Bild ist ein Gebüsch in kräftigem hellgrün und aus diesem heraus ragen lange einzelne Blumen, die eine kleine lilafarbene Blüte und wenig Blätter am Stiel aufweisen.

Oben in der Mitte des Bildes ragen kräftige dunkelgrüne Äste von einem Baum ins Bild. Direkt darunter in dem Bild steht ein kleiner schmaler Baum in Hellgrün. Dies bildet einen harten Kontrast zu dem Baum dahinter.

Auf der linken Seite des Bildes ist Silja bis zur Schulter zu sehen. Sie hat ihren Kopf schräg nach oben rechts gerichtet. Ihr Hinterkopf ist auf dem Bild nicht zu sehen. Ihr Pony fällt in Strähnen auf ihre Stirn. Auf ihre Stirn scheint die Sonne und die einzelnen Haarsträhnen werfen Schatten. Die Strähnen leuchten in der Sonne rot und schwarz. Silja trägt eine weiße runde Brille. Vorne an dem Brillenbügel ist eine weiße Schleife zu erkennen. Die Gläser der Brille sind in schwarz gefärbt. Der Farbverlauf der Gläser wird von oben nach unten schwächer, sodass man ihre Wangen durch das Glas erkennen kann, ihre Augen jedoch nicht. Ihr Mund ist geöffnet und sie lächelt. Dabei bilden sich an der Wange von den Nasenflügeln Richtung Mundwinkel Lachfalten. Ihre Zähne sind bei dem Lächeln zu sehen. Bis auf die Stirn, liegt ihr Gesicht im Schatten. Ihre linke Schulter geht bis in die Mitte des Bildes und ist mit einer lachsfarbenen Strickjacke mit einem längs verlaufenden Strickmuster bedeckt.

An ihre Wange drückt sich Silja eine Blume (Sternkugellauch). Die Blume ist hellgrün und besteht aus einer ca. 1cm großen Knolle in der Mitte aus der heraus viele feine ca. 2-3cm lange Stiele abstehen, an denen sich eine kleine grüne noch geschlossene Blütenknospe befindet. Davon sind so viele Stiele an der Knolle, dass die Blume wie ein 8-10cm großer grüner Ball aussieht.

Beschreibung von Stefan

Dies ist ein Bild, welches im Freien entstand. Es ist Tag. Der Himmel, der die rechte obere Ecke ausfüllt, ist vollends blau, hell blau. Das Licht, ist indirektes Sonnenlicht. Wir haben ein Bild im Querformat, dies bedeutet, dass die langen Ränder/Seiten des Bildes horizontal und die kurze vertikal verlaufen. Es gibt drei dominierende Farben, die das Bild prägen, blau / hellblau, grün und ein rotrosa. Das helle blau kommt vom bereits beschriebenen Himmel und befindet sich in der rechten oberen Ecke des Bildes. Das erwähnte grün kommt von den vielen Pflanzen auf dem Bild. Der Himmel scheint ab und an durch das Blätterwerk der Bäume. Das markante rotrosa kommt von der Strickjacke, welche Silja trägt.

Siljas Gesicht ist zu sehen und beherrscht die linke Bildhälfte. Sie lächelt, mit offenem Mund. Ihre weißen, oberen Schneidezähne sind zu sehne. Sie trägt eine großfenstrige Sonnenbrille, mit weißem Rand, in welcher sich Himmel und Bäume spiegeln. Siljas Gesicht ist nicht frontal zu sehen, eher in einem Halbprofil. Ihr Kopf ist geneigt. Sie schaut, vom Auge des Betrachters aus, in die rechte obere Ecke. Würde man eine imaginäre Blickachse von ihr ziehen, so ergebe sich eine ansteigende, von links nach rechts verlaufende. Sie hat ihre rechte Gesichtshälfte zu uns gewandt.

Es sieht so aus, als würde Silja sich eine Blume, welche noch nicht aufgeblüht ist, an ihre rechte Wange drücken, so als würde sie diese Blume herzen. Man erkennt zwei Finger von Siljas linken Hand, mit welcher sie die Blume an sich zieht. Ihre Fingernägel sind mit einem pinkschimmernden Nagellack lackiert. Die Blume trägt den botanischen Namen „Allium Hollandicum“ und ist auch bekannt als „Zierlauch ‚Globemaster’“ oder „Riesen-Zierlauch ‚Globemaster’“.

Der „Riesen-Zierlauch Globmaster“ hat eine Blatthöhe bis zu 50cm, eine Blütenstängel bis zu 80cm, steht aufrecht, straff, hat einen dicken Stängel und riecht stark wenn er blüht. Riesen-Zierlauch „Globemaster“ hat seine Blütezeit von Mai bis Juni jedes Jahr. Die Farbe ist zumeist dunkellila/ violett. Die Blütenbälle, die er während der Blühte austreibt, wachsen dicht und haben eine Durchmesser von bis zu 20cm. Siljas Allium Globemaster ist noch nicht aufgeblüht, steht aber kurz davor. Die Form der Kugel, des Globus ist schon sehr gut zu erkennen.

Im Gegensatz zu Siljas Gesicht, ist Siljas Kopf deutlich angeschnitten und ist somit nicht ganz auf dem Bild. Die Schulten von Silja sind noch zu erkennen, das Bild schneidet aber deutlich über Brusthöhe ab. Die Schultern ergeben nicht ganz eine Horizontale, sie verlaufen, vom Auge des Betrachters aus, von links nach rechts leicht ansteigend. Im Hintergrund verläuft, horizontal, ca. ein drittel vom unteren Rand des Bildes aus, ein Weg. Der Rest des Bildes wird vom grün der anderen Pflanzen auf dem Bild dominiert.

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Das Mädchen und der Junge von Silja

Eine junge Frau und ein junger Mann sitzen auf einem weißen Tisch vor einer weißen Wand.

Beschreibung von Stefan:

Die Aufnahme erfolgte frontal. Der Hintergrund ist völlig weiß, es ist eine Wand in einem Raum, sie scheint glatt zu sein, ohne jegliche sich abzuzeichnende Struktur. Das Mädchen sitzt, für den Betrachter, rechts vom Jungen, der Junge links vom Mädchen. Sie heißt Julia, er Stefan. Sie sitzen beide auf einem Tisch, nicht direkt aufrecht, sich auch nicht an die Wand anlehnend, eher locker, etwas spannungslos.

Die Tischplatte ist ebenfalls weiß aber etwas dunkler als die Wand, vielleicht ein Altweiß. Das Bild ist leicht verschwommen, doch kann man alles erkennen. Der Tisch steht, mit einer der beiden Längsseiten direkt an der Wand. Die Beine der beiden porträtierten hängen an der anderen Längsseite, Knie abwärts, herunter.

Stefan ist direkt in der Bildmitte, zentral. Zöge man eine vertikale Mittelachse, so würde sie Stefan fast genau zweiteilen. Rechts hätte man Stefans rechte Körperhälfte und Julia, links den Rest. Julia dominiert die rechte Bildseite. Links von Stefan, ist nur weiße Wand und leichte Verschattungen an dieser, von den Protagonisten, zu sehen. Stefans Kopf, genauer gesagt sein geschlossener Mund, stellt fast den Mittelpunkt des Bildes dar. Würde man eine horizontale Mittelachse durch das Bild ziehen, so würde sie die Köpfe vom Rest der Körper trennen. Durch diese Asymmetrie wirkt das Bild dynamisch, durch die leichte Unschärfe gleichzeitig weich.

Die ausschließlich natürliche Lichtquelle kommt von der rechten Bildseite her. Es ist das Tageslicht, welches durch die Fenster in dem Raum, fällt. Es wirkt als wäre es gedämpft, kein direkter Sonnenschein, eher bewölkt, bedeckt. Sehen kann man die Fenster, durch die das Licht fällt, nicht.

Julia trägt ein schwarzes „Longsleeve“, ein langärmliges T-Shirt, sowie eine kurze, die Farbe sich kaum von der der Tischplatte zu unterscheidende, Hose. Die Hose ist kurz, ziemlich kurz. Sie endet im oberen drittel der Oberschenkel. Doch ist sie nicht zu kurz, kein „Hotpants“, nicht hauteng, eher sportlich. Stefan trägt eine graue Jeans, ein graues T-Shirt mit einer vertikal aufgedruckten, an eine Amerika Flagge erinnernde Flagge, unter einem, vollends geöffnetem Kapuzenpullover mit Reizverschluss, welcher aus Baumwolle besteht und dunkel blau ist. Er hält seine Hände locker zwischen seinen Oberschenkeln. Sie, ihre rechte Hand auf die linke gelegt, ebenfalls, auf ihren überschlagenen, Oberschenkeln. Ihre Schultern berühren sich.

Stefan schaut, mit einem verlegenen Lächeln und einem, leicht von Julia abgewandtem und leicht nach unten geneigtem Kopf, zu Boden. Julia schaut mit offenem Mund, lächelnd, knapp links an der Kamera vorbei.

Julia ist blond. Sie hat abgestuftes, an den längsten Stellen schulterlanges, offenes, leicht, im unterem bereich gewelltes, Haar. Stefan hat dunkles, langes, zu einem Zopf, welchen man nur erahnen kann, zusammengebundenes Haar. Er trägt einen schwarzen, cirka ein bis zwei Zentimeter langen Vollbart.

Die Stimmung scheint aufgelockert und entspannt zu sein.

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Träumend in der S-Bahn von Tina

Eine junge Frau schaut aus dem Fenster einer S-Bahn in dem sich ihr Gesicht spiegelt.

Portrait von Marit in der S-Bahn beschrieben von Flo

Die Fotografie zeigt ein Portrait von Marit, welche in der S-Bahn sitzt und mit verträumtem sowie leicht nachdenklichem Blick aus dem Fenster schaut. Der Oberkörper ist gerade zum Betrachter gerichtet und der Kopf nach links gedreht, wodurch ein seitliches Profil entsteht.

Sie nimmt ungefähr ein Drittel des Bildes ein und befindet sich auf der rechten Seite. Der rechte Bildrand schneidet ihre linke Schulter ab, die andere Schulter befindet sich ungefähr in der Mitte der Fotografie. Marit ist mit dem Körper zur Fotografin gerichtet, ihr Kopf ist seitlich nach Links gedreht wodurch ihr Seitenprofil deutlich sichtbar wird. Der untere Bildrand reicht bis knapp über Brusthöhe und vom schwarzen T-Shirt ist nur ein ungefähr 2 Zentimeter dicker, schwarzer Träger und schwarzer BH Träger ersichtlich.

Marit ist eine schlanke und junge Frau von ungefähr 25 Jahren. Ihre Haut an Oberarm, Schulter und Dekolletee wirkt auf der Fotografie sehr weich und eher hell. Der Hals und hintere Teil der Wange sind vom Schatten etwas abgedunkelt. Ihre Lippen, Wangen und Ohren sind leicht gerötet. Die dunkelbraunen Haare trägt Marit seitlich kurz und die längeren Haare sind über die Stirn von links nach rechts gekämmt.

Die linke Seite des Bildes zeigt einerseits das Fenster der S-Bahn, in welchem das Spiegelbild von Marit erkennbar ist. In der Spiegelung ist das vollständige Gesicht von Marit zu sehen. Andererseits ist auf der linken Seite des Bildes der Ausblick von der S-Bahn heraus erkennbar. Da die S-Bahn gerade in Fahrt zu sein scheint, ist dieser Teil des Bildes leicht verschwommen. Deutlich erkennbar sind jedoch Büsche, welche hellgrüne bis dunkelgrüne, volle Blätter tragen. Einige dieser Blätter wirken zudem heller, da sie von der von oben scheinenden Sonne beleuchtet und herausgehoben werden. Weiter ist hinter diesen Büschen ein Ziegeldach zu sehen, welches ebenfalls von der Sonne sehr hell leuchtet wird.

Beim genaueren und längeren Betrachten des Bildes ist noch eine weitere Person erkennbar. Sehr unauffällig und ganz klein im Hintergrund in der Mitte ganz am rechten Rand außen ist ein weiteres Gesicht erkennbar. Es zeigt eine weitere, weibliche Person welche in der S-Bahn sitzt. Von der ungefähr 50 Jährigen Frau mit kurzen Haaren ist nur sehr unscharf das Gesicht zu erkennen. Das Licht beleuchtet nur eine Seite ihres Gesichtes, die andere Hälfte ist durch den Schatten nicht zu sehen.

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Eile mit Weile… von Tina

Bildbeschreibung eines Portraits in einer Bahnhofskulisse von Anja

Junge Frau auf Bahnhofstreppe sitzend mit laufenden Menschen im Hintergrund.

Das Foto ist im Hochformat angelegt. Es zeigt ein Ganzkörperportrait einer jungen Frau (schätzungsweise Anfang 20), die den Blick nach unten gerichtet, auf einer Treppe sitzt. Es handelt sich augenscheinlich um eine sehr lange und steile Bahnhofstreppe mit 3 sichtbaren Absätzen, die rechts und links im Bild jeweils durch eine pastellgelbe, (und für viele Bahnhöfe typische) geflieste Wand begrenzt wird. An diesen Wänden sind dunkle Handläufe erkennbar, die sich von der Form her den Treppenabsätzen anpassen. Die einzelnen dunkelgrauen und schmutzig wirkenden Treppenstufen sind klar und deutlich zu erkennen. Als Stolperschutz am jeweils oberen Ende haben sie alle eine, mittlerweile sehr verblasste, weiße Kante.

Am oberen Ende der Treppe sieht der Betrachter ein Stück des Daches sowie eine Vielzahl der typischen blauen Beschilderungen und Anzeigentafeln mit weißer Schrift. Auf der vordersten ist sogar mit ein bisschen Fantasie noch die Aufschrift des Richtungsanzeigers der Ringbahn erkennbar.

Das Bildmotiv wurde fast zentriert aufgenommen, weist jedoch einen ganz leichten „Rechtsdrall“, also kleiner Schwenk zur rechten Seite auf. Der/die Fotograf_in befindet sich unmittelbar am Fuß der Treppe und richtet die Kamera nach oben hin zum Ende der Treppe aus. Das Ende ist erkennbar, macht jedoch durch die Perspektive einen weit entfernten Eindruck. Anscheinend handelt es sich bei dem Tag der Aufnahme um einen sonnigen Tag, denn oben auf dem Bahnsteig sind sehr helle Lichtverhältnisse auszumachen. Dieses Licht sorgt in dem Bild im oberen Drittel für harte Schattenspiele und Hell-Dunkel-Kontraste, die plötzlich und abrupt enden. Im unteren Teil des Fotos gibt es kaum noch Schattenspiele, da durch die künstliche und einheitliche Bahnhofsbeleuchtung alle Seiten ausgeleuchtet werden. Dies sorgt für gute, gleichmäßige Lichtverhältnisse, macht das Bild in meinen Augen jedoch auch ein wenig eintönig.

Im Fokus steht, wie oben bereits erwähnt, eine junge Frau mit glatten, mittellangen, dunkelblonden Haaren, die sie offen trägt. Auf ihrer linken Seite fallen die Haare nach vorne über die Schulter und auf der rechten Seite sind sie locker nach hinten gelegt. Sie sitzt, aus vertikaler Sicht, ziemlich genau in der Mitte am unteren Ende auf der Treppe, die Arme locker auf ihre Knie gelegt und lächelt direkt in die Kamera. Sie trägt ein dunkelgraues Shirt mit roter Aufschrift, kurze Shorts, von denen auf dem Bild jedoch nichts zu sehen ist, da die unbekleideten Beine im Vordergrund sind. Außerdem fallen dem Betrachter sehr schnell ihre dunkelroten Sneakers mit der weißen Sohle, der schwarze Riemen ihrer Tasche, der quer von der linken Schulter zu ihrer rechten Hüfte geht und eine vielzahl von schwarzen, feinen Armbändern am rechten Handgelenk, ins Auge.

Neben der porträtierten Person befinden sich noch weitere 6 Menschen auf diesem Bild. Hierbei handelt es sich um mindestens eine Frau und drei Männer, zwei Personen sind nicht eindeutig erkennbar, da sie entweder verdeckt sind oder bereits zu weit oben und sich somit im etwas überbelichteten Teil des Fotos befinden. Alle fünf befinden sich auf dem Weg nach oben zum Bahnsteig und sind demnach von hinten abgelichtet worden. Deutlich erkennbar ist in der linken Bildhälfte eine junge Frau im schwarzen Top und hellblauen Jeanspants, etwas weiter vor ihr befindet sich ein Mann mittleren Alters in einem roten Hemd mit beigefarbenen kurzen Hosen und einem etwa gleichfarbigen Rucksack. Im rechten Teil des Bildes sieht man neben den beiden Personen, die nicht mehr richtig identifiziert werden könnnen, ebenfalls einen Herren mittleren Alters. Er trägt ein helles, großflächig kariertes Hemd in Kombination mit einer Jeanshose mit auffälliger Waschung und hält in seiner rechten Hand eine 0,5l Wasserflasche. Nahezu auf gleicher Höhe befindet sich ein weiterer Mann, das Alter ist schwer zu schätzen – denke jedoch er ist etwas jünger. Er trägt ein Jeanshemd mit einer hellen langen Hose und hat über der Schulter ein Tasche quer gehängt.

Obwohl das Bild aufgrund der Lichtverhältnisse und der Bahnhofumgebung auf den ersten Blick etwas Schmuddeliges (die Treppen) und klinisches (geflieste Wände) an sich hat, würde ich die Stimmung des Bildes jedoch als sehr entspannt beschreiben. Alle abgelichteten Personen machen auf mich einen recht lockeren und ausgeglichenen Eindruck. Die Leute, die in Bewegung nach oben sind, gehen gemächlich und sind nicht in Eile und die Hauptperson sitzt ganz entspannt auf der Treppe und lächelt freundlich in die Kamera.

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Führhündin Kelly auf einer grünen Wiese von Rose

Ein brauner Führhund mit Halsband und Geschirr liegt im Gras

Das Foto von Kelly im Gras ist an einem sonnigen Tag auf einer grünen Wiese in der Nähe der ASH entstanden. Die Sonne scheint stark, weshalb das Foto hell beleuchtet ist. Es sind sowohl helle als auch schattige Stellen auf der Wiese zu erkennen.

Den Mittelpunkt des Fotos bildet Kelly. Sie liegt auf einer grünen Wiese zwischen weißen und gelben Pusteblumen, sowie einigen weißen Gänseblümchen. Ihr mittelbraunes Fell glänzt im Sonnenlicht. Der Himmel ist auf dem Foto nicht zu sehen, die Wiese füllt das komplette Bild aus.

Kelly liegt, mit ihren Vorderpfoten nach vorn ausgesteckt und ihrem Kopf nach vorn rechts schauend, auf dem Boden. Ihr Kopf verdeckt teilweise ihren Rumpf und ihr Hinterteil. Von ihren Hinterbeinen ist lediglich ein kleiner Teil ihres linken, angewinkelten Oberschenkels zu sehen. Auch ihr rotes Halsband und das weiße Hundegeschirr sind nur teilweise zu erkennen, da sie von ihrem Kopf verdeckt werden. Ihr linkes Vorderbein und die linke Pfote liegen im Halbschatten der Gräser neben ihr. Ihr rechtes Vorderbein und ihre rechte Pfote liegen vollständig im Sonnenlicht. Auch ihr Kopf, der Rumpf und das Hinterteil sind vollständig im Sonnenlicht.

Mit ihren leicht zusammen gekniffenen Augen fixiert Kelly einen Punkt, welcher nicht im Bild zu sehen ist. Auf dem Foto kann man einen Teil ihrer Zunge erkennen, mit der sie sich gerade ihr Maul ableckt.

Auf der Wiese sind vereinzelt gelbe und weiße Pusteblumen sowie weiße Gänseblümchen zu sehen. In der unteren linken Bildecke stehen zwei gelbe Pusteblumen. Sie sind vollständig von der Sonne beleuchtet und stehen nah an der linken Pfote von Kelly. Weiter hinten im Bild, links neben Kellys linken Oberschenkel und somit am linken Bildrand steht eine weiße Pusteblume. Hinter Kelly ist ein größerer Schatten von einem Baum zu sehen. Dieser Schatten füllt das obere Drittel des Bildes. Im Hintergrund sind vereinzelt Blumen zu erkennen. Rechts neben Kelly kann man hell beleuchtete grüne Wiese, auf der kleine, weiße Gänseblümchen stehen, sehen. Der Rasen rechts neben ihr ist an manchen Stellen leicht eingetreten. Auch ist hier der Schatten von ihrem Kopf zu sehen.

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