Schlagwort-Archive: Fotoseminar für Blinde

Pause auf dem Gleis ins Unbekannte

Zwei Frauen liegen auf den Schwellen zwischen zwei Gleisen
Beschreibung von Meike

Auf dem Bild sind Sarah und Stephanie zu sehen, wie sie auf einem stillgelegtem Gleis liegen, umgeben von grünen Sträuchern.

Das Gleis führt einmal vertikal durch das Bild,wobei es von unten nach oben durch die Entfernung schmaler wird. Die linke Schiene beginnt im Bild auf der linken Seite mittig. Die rechte Schiene beginnt in unteren rechten Ecke. Beide laufen oben in der Mitte zusammen. Die Schienen sind braun-grau. Die Schienen liegen auf einem Gleisbett, welches abwechselnd von handtellergroßen Kieselsteinen und alten grauen, von der Sonne ausgeblichenen teils gespaltenen Holzbrettern gefüllt ist. Die Schienen sind durch große Schrauben auf den Holzbrettern befestigt. Durch die Kieselsteine kommen stellenweise kleine grüne Pflanzen hervor.

An der oberen Kante des Bildes, sowie in den oberen Ecken links und rechts, auslaufend an den Seitenkanten bis in die Mitte des Bildes, sind grüne Sträucher zu sehen. Auf der linken Seite mit kleinen weiß bis hellbeigen Blüten und auf der rechten Seite nur in dunklem grün.

Im Mittelpunkt des Bildes sind Sarah und Stephanie. Sie liegen nebeneinander auf dem vorderen Teil des Gleises, zwischen den Schienen. Sarah auf der linken Seite und mit dem Kopf nach unten, Stephanie auf der rechten Seite und mit dem Kopf nach oben, sodass jeweils der Kopf der einen neben den Füßen der anderen liegt. Sarah hat braunes Haar mit einem linken Seitenscheitel und die Haare fallen durchs liegen nach unten/hinten. Sie hat geschlossene Augen und ihre Mundwinkel bilden ein leichtes Lächeln. Ihre Arme liegen gerade neben ihrem Körper und ihre Beine liegen ebenfalls gerade. Sie trägt ein hell lilanes Oberteil ohne Ärmel mit pinken Blumenmuster, eine dunkelblaue Jeans, welche bis zu den Fußknöcheln hochgekrempelt ist und dazu oka/leicht gelb farbene Schuhe. Stephanie hat ebenfalls geschlossene Augen. Ihr Gesicht wirkt entspannt. Ihre Arme liegen neben ihrem Körper. Ihre Hände hat sie auf ihrer Hüfte flach abgelegt. Ihre Beine liegen gerade. Sie trägt ein weißes Tshirt mit kurzen Ärmeln und eine weiße Hose bis zu den Knien mit einem grauem Karomuster. Sie wird von der Sonne angestrahlt, sodass kaum Gesichtszüge zu erkennen sind und ihre weiße Kleidung hell blendet. An ihren Füßen trägt sie schwarze Sandalen mit gold funkelnden Glitzersteinen. Die Sandalen bestehen aus einem Riemen um den Fußknöchel und einem Riemen der von dem Riemen am Fußknöchel einmal über den Fuß bis zwischen den großen und den ersten kleinen Zeh führt. Ihre Fußnägel sind rot lackiert.

Wenn man das Bild sieht, wirkt es, als würde das Gleis in die Weite führen und Sarah und Stephanie würden dort eine kleine Sonnenpause auf ihrer Reise machen.

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Silja und die Katze

Eine Frau mit Sonnenbrille betastet eine Steinskulptur im Park

Die Katze begreifen.

Im Rahmen des Fotoworkshops besuchten wir im Juli den Britzer Garten, um dort zu fotografieren. Auf einer Wiese stand eine Steinskulptur. Von Weitem konnte man nicht ausmachen was es darstellen sollte. So entschieden wir nah genug heranzugehen, um herauszufinden was es ist.

Beim betrachten mit meinen Händen erfasste ich erst wie hoch und breit sie war. Ich musste mich auf die Zehenspitzen stellen und gleichzeitig meinen Arm weit nach oben schieben, sodass ich mit der Hand den oberen Rand der Skulptur erreichen konnte. Dabei merkte ich, dass sie um einiges höher war als ich. Ich umrundete sie, damit ich mit den Fingern überhaupt feststellen konnte, wie breit sie im Ganzen ist.

Wahrscheinlich hätte ich so gar keinen Eindruck erhalten, wie weit der Umfang von ihr ist. Denn ich erkannte dabei erst, das sie sich ja auf einem Sockel befand. Ohne Beschreibung der Anderen hätte ich wohl keinesfalls herausfinden können um was es sich da möglicherweise handelt. Die / der Bildhauer/in, hat eine Katzendarstellung in einen Steinblock gemeißelt. Sie hob sich von der rauen Oberfläche des Steinblocks kaum haptisch ab. Dadurch konnte ich die eingemeißelte Figur nicht ermitteln. Ich hielt Ausbuchtungen für ihre Schnauze, Ohren, ….., was dem nicht so war. Erst als mir die anderen von der Gruppe mir mit meinen Händen zeigten, was wo ist, begriff ich die Darstellung immer mehr und konnte mir so dann darunter auch etwas vorstellen.

Dabei wurde mir klar, wie wichtig es doch ist, wie man etwas beschrieben bekommt und wie man noch gleichermaßen selbst mit seinen Händen zusätzlich etwas ermittelt um sich dann seine eigene Vorstellung bilden zu können. Anderenfalls bliebe so manches für mich verborgen und der Steinblock eben nur ein Steinblock!

Beschreibung von Sarah:

Das hier beschriebene Foto ist im Britzer Garten entstanden. Auf dem Bild ist Silja zu sehen, die vor einer etwa zwei Meter hohen Skulptur steht und diese mit beiden Händen abtastet. Die Fotografin hat sich bei der Aufnahme für die Seitenansicht von Person und Skulptur entschieden. Die Skulptur füllt die rechte Bildhälfte aus. Die gewählte Perspektive ermöglicht dem Betrachter die vordere und die seitliche Ansicht der Skulptur. Sie ist aus hellgrauem Stein gearbeitet. Die Figur steht mit einem breiten Sockel auf einer Wiese. Der Sockel ist auf der Vorderseite eingekerbt, so dass visuell der Eindruck entsteht, es seien Pfoten. Er springt auf der Vorder- und Rückseite etwas hervor, weiter nach oben gehend verjüngt sich die Figur, die dann auf eine Länge von ca. 30 Zentimetern relativ gleichmäßig geformt ist. Nur über der Stelle, an der sich am Sockel die Einkerbung für die Pfoten befindet, ist der Stein auch leicht eingekerbt, jedoch wesentlich weniger als am Sockel. Auf Brusthöhe springt der Stein wieder hervor. Es treten zwei etwa rechteckige Flächen hervor, die mit kleinen Schlitzen versehen sind. Diese Rechtecke sind so angeordnet, dass sie wie Augen wirken. Unterhalb dieser angedeuteten „Augen“ ist eine weitere rechteckige Steinfläche zu sehen, die sich in die Gesamterscheinung der Skulptur als Schnauze einfügt. Über den Augen befindet sich ein kleiner ca. zehn Zentimeter großer Bereich, der oben abgerundet ist und auch etwas hervorsteht. Dieser Bereich erscheint bei der Betrachtung als Stirn. Oben auf dem Kopf befinden sich zwei Ohren, die wie Dreiecke mit abgeschnittener Spitze aussehen. Sie sind etwas weiter hinten auf dem Kopf angeordnet. Insgesamt sieht die Skulptur aus wie eine große sitzende Katze im Comicstil.
Vor der Figur steht Silja. Sie ist mit ihrem Körper der Figur zugewandt. Den Kopf dreht sie in Richtung Kamera. Sie hat beide Hände auf die Figur gelegt, ihre linke Hand berührt die Stirn der Katze. Silja ist kleiner als die Figur und muss den linken Arm nach oben strecken, um die Stirn zu erreichen. Die rechte Hand berührt nur mit dem Zeigefinger das Gesicht der Katze. Die Hand befindet sich etwas oberhalb des linken Auges der Katze. Den rechten Arm hat Silja leicht angewinkelt. Silja ist mit schwarzen Schuhen und einer schwarzen, eng anliegenden Hose bekleidet. Außerdem trägt sie eine rosafarbene, vorne rund verlaufende Strickjacke mit dreiviertel Ärmeln. Die Jacke ist mit einem schwarzen Strichmuster abgesetzt. Des Weiteren trägt Silja eine weiße runde Sonnenbrille mit einer Plastikschleife an jedem Bügel. Über die linke Schulter trägt sie eine schwarze Tasche. Sie hat dunkles, kurzgeschnittenes Haar, über das sich ein roter Schimmer zieht. Am linken Handgelenk trägt sie eine Uhr, von der nur das schmale schwarze Armband sichtbar ist. Die Fingernägel hat sie ebenfalls in einem rosa Ton lackiert. Hinter der Skulptur und Silja befinden sich Bäume und ein Stück Wiese.

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Es geht um Ihre Bedürfnisse – Arbeiten Sie mit an der Gestaltung von Alternativtexten im Internet

Mein Name ist Sarah Kitza. Ich schreibe derzeit an der TU Dortmund meine Masterarbeit zu der Thematik: Gestaltung von Alternativtexten für Bilder im Internet. In dem vorliegenden Fragebogen haben Sie die Möglichkeit an der Weitergestaltung und Verbesserung von Alternativtexten aktiv mitzuwirken. Den Fragebogen finden Sie unter diesem Link.

Ein alternativer Text kann einem Bild beigefügt werden. Dieser Text wird dann von Screenreadern anstelle des Bildes ausgegeben. Menschen mit Blindheit sind bisher auf die subjektiven Ansichten von Redakteuren angewiesen, da es noch keinen umfassenderen Leitfaden für die einheitliche Gestaltung von Alternativtexten gibt. In der aktuellen Praxis muss daher häufig festgestellt werden, dass Alternativtexte Bilder oft unzureichend beschreiben.

Ziel der Abschlussarbeit ist es, einen Leitfaden für die Erstellung von Alternativtexten zu entwickeln. Letztendlich soll dadurch die Qualität von Alternativtexten im Internet und damit auch die Barrierefreiheit verbessert werden. Die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Damit dieses Vorhaben sich in die Praxis umsetzen lässt, bin ich besonders auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Bitte nehmen Sie sich etwa 30 Minuten Zeit, um den Fragebogen auszufüllen. Angesprochen sind alle Personen mit Blindheit, die mit Screenreader im Internet surfen. Der Fragebogen kann bis zum 13.10.2015 bearbeitet und zurückgesandt werden.

Bitte leiten Sie den Fragebogen auch an Personen in ihrem Bekanntenkreis weiter, die ebenfalls zu der Zielgruppe gehören. Desto mehr Personen an der Umfrage teilnehmen, umso aussagekräftiger werden die Ergebnisse sein.

Wenn Sie mehr über die Problematik erfahren möchten, klicken Sie diesen Link an.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Sarah Kitza

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„Meike im schönen Britzer Garten – Berlin“

Eine Frau, inmitten vieler grüner Büsche und Bäume

Bildbeschreibung von Stephie

Im Hintergrund befinden sich Bäume mit saftig grünen Blättern.
Hinter den Bäumen ist noch ein blauer Himmel zu erkennen.

Einer der schätzungsweise vier Bäume zeigt einen Stamm.
Die Stämme wirken auf dem Bild wie schwarz. Es sind zwei große und ein etwas schmalere Stämme zu sehen.

Von den anderen Bäumen sind hauptsächlich die Blätter, also die Kronen zu sehen.

Im Vordergrund stehen Meike und die wunderschönen weißen Hortensien.

Meike ist mittig im Bild lächelnd zu sehen.
Sie trägt braunes, schulterlanges Haar.
Der Pony trägt sie nach rechts gekämmt.
Ihre großen braunen Augen strahlen gut erkennbar auf dem Bild.

Mit der rechten Hand hält sie eine Hortensie und schiebt diese leicht in Richtung ihres Gesichtes.
Ihr Shirt ist nur leicht zu sehen. Hellblaue und Dunkelblaue Streifen blitzen durch den Busch.

Das Bild wirkt frisch, freundlich und ist sehr grün.
Ein wirklich schönes Sommerbild.

Hortensien sind Blumen, welche grüne Blätter und Kelchartige Blüten haben.
Die Blüten sind häufig in einer ballartigen Form zu sehen.

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Siljas Selfie: 3 Sichtweisen

Selbstportrait einer dunkelhaarigen Frau mit Sonnenbrille.

Für dieses Bild gibt es jeweils eine Beschreibung von Julia, Meike und Stefan. Es ist immer wieder faszinierend wie unterschiedlich Beschreibungen des selben Bildes sein können und jede_r Beschreiber_In bringt eigene Gedanken und Erinnerungen ein. Jeder Text ist anders aufgebaut und legt den Augenmerk auf verschiedene Details.

Silja zur Entstehung des Bildes:

Wie bist du auf die Idee gekommen ein Selfie zu machen?

Ein Selfie zu machen ist momentan in aller Munde. Da habe ich mich schon häufiger gefragt, wie das wohl ist, wenn man als nicht sehender Mensch von sich selbst ein Foto knipst. Ja und da dachte ich mir probier das doch einfach mal aus denn die Gelegenheit ist nun da. Ich erzählte den Studenten von meiner Vorstellung von mir ein Selfie zu machen, und sie bestärkten mich darin.

Wie empfandest du den Prozess??

Zuerst war es ein wenig befremdlich. es war irgendwie komisch die Kamera auf mich zu richten. Dann musste ich auch den richtigen Winkel mit meinem Arm, der die Kamera in der Hand hielt finden. Ich musste auch darauf achten, dass mein Daumen, den ich zum Auslösen benutzte die Kamera nicht wieder verschiebt. Ich hatte auch die Befürchtung das der Arm einfach ein wenig zu kurz dafür wäre und das dies letztlich nichts werden würde.

Die Blütenknospe die ich mit den Händen ausgiebig betrachtete animierte mich zunehmend immer mehr dazu, dass ich die Idee doch gern umsetzen wollte. Ich ging in die Hocke Suchte eine angenehme entspannte Haltung und legte mein Gesicht an die Knospe und lächelte in die Kamera. Nun war ich gespannt, wie das Foto geworden ist?

Wie gefallen dir das Ergebnis und die Beschreibung?

Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet, das es so werden würde. Die Beschreibung ist wirklich sehr anschaulich und ehrlich geworden. Ich habe durch die Beschreibung den Moment des Entstehens vom Foto wieder frisch aufleben lassen können.

Bildbeschreibung von Julia

„Dieses Foto entstand im Britzer Garten. Auf dem Bild ist die Fotografin Silja selbst abgebildet – ein sogenannter Selfie. Silja füllt ein bisschen weniger als die linke Hälfte des Bildes aus. Dadurch dass Silja das Bild selbst gemacht hat, ist sie so ziemlich genau eine Armlänge von der Kamera entfernt. In der linken oberen Ecke des Bildes ist ein Finger leicht vor die Linse gerutscht, dieser ist aber beinahe bis zur Unkenntlichkeit verschwommen.

Siljas Kopf ist relativ mittig im linken Bilddrittel, dabei neigt sie diesen. Wenn man ihrem Blick, den man nur durch die Kopfneigung vermuten kann, folgen würde, käme man in der rechten oberen Bildecke an. Siljas Augen werden von einer riesigen Sonnenbrille mit weißem Rand verdeckt. Darin spiegelt sich leicht etwas, allerdings ist auch dies kaum zu erkennen. Ich vermute, dass es die Kamera von Silja selbst ist. Der untere Rand der Brille reicht bis auf ihre Wangenknochen hinab. Der obere Rand schließt in etwa oberhalb der Augenbrauen ab. Siljas fast schwarzes kurzes Haar hängt in vereinzelten Strähnen bis unter die Sonnenbrille. Die Haare sehen ein bisschen zerzaust aus. Was in dem Bild leider nicht zu sehen ist, sind die ganz feinen pinken und lilafarbenen Strähnchen in Siljas Haar. Diese ergeben eine nahezu perfekte Ergänzung zu der rosafarbenen Strickjacke, die sie trägt, und die dazu passend eingefärbten Fingernägeln. Dies verraten der rechte Zeigefinger und Daumen, die gerade noch im Bild zu sehen sind, jene halten eine grüne Kugelblume an Siljas Wange und verdecken so auch einen Teil ihres Oberkörpers, der ohnehin nur bis unterhalb der Schultern im Bild ist.

Diese grüne Kugelblume ist übrigens Zierlauch, wenn dieser blüht ist er lila. Ich finde es gut dass er noch nicht blüht, da ich mir nicht sicher bin, ob sich das dann farbliches alles eher beißen würde, darüber hinaus würde das Bild anders wirken. Die Form des Zierlauches ist eine Kugel, diese befindet sich an einem langen Stängel, der dann in die Erde geht. Im Bild sieht man allerdings nur die Kugel. Die Form der Kugel ist wie folgt. Von der Mitte der Kugel, dort wo auch der erwähnte Stängel ist, gehen ganz viele kleine, feine, grüne Stängel ab, diese enden in kleine, grüne nach außen hin leicht platten Kugeln.

Siljas strahlendes Lächeln wird leider von dem Schatten, der auf ihr Gesicht fällt, verdunkelt. Lediglich auf ihre Stirn, sowie ihre linke Schulter, die ins Bild ragt, fällt das Sonnenlicht. Auch der Rest des Bildes ist durch das Mittagssonnenlicht hell ausgeleuchtet. Der Schatten über Silja lässt sie selbst ein wenig unscharf erscheinen. Im Kontrast dazu wirkt der unmittelbare Hintergrund vor dem Silja steht, scharf.

Hinter Silja ragen in die obere Bildmitte kleinere hellgrüne und größere dunkelgrüner Äste von Bäumen hinein. Neben Silja in unmittelbarer Entfernung sind kleine Büsche und kleinere Pflanzen. Dahinter in weiterer Ferne ist eine Wiese und der graue Weg, den sie später noch entlang gegangen ist. Diese Wiese wird von Bäumen in noch weiterer Ferne begrenzt. Ich kenne weder den Namen der Büsche noch kann ich die Bäume in der Ferne erkennen, um diese genauer beschreiben zu können. Über den Bäumen ist der strahlend blaue Himmel zu sehen. Dieser wird von oben nach unten heller und auf Höhe der Bäume ist er nahezu weiß.

Die verschiedenen Lichtverhältnisse im Bild – der Hintergrund strahlend hell und Silja selbst im Schatten – könnten den Eindruck vermitteln, dass es sich um eine Fotomontage handelt, in die Silja nachträglich hineingesetzt wurde. Doch der Schein trügt, denn es handelt sich um einen Selfie an einem sommerlichen Samstagmittag im Britzer Garten.“

So das war Julias Beschreibung und jetzt zum Vergleich die Bildbeschreibung von Meike. Ihr kennt das ja inzwischen, es ist immer sehr interessant, ein Bild mit den Augen mehrerer Menschen zu betrachten.

Beschreibung von Meike

Auf dem Bild ist Silja zu sehen, die sich eine Blume (Sternkugellauch) neben das Gesicht hält. Im Hintergrund sind Blumen, Wiese, Bäume und Himmel zu sehen.

Das Bild erscheint in einem hellen Tageslicht. In der oberen rechten Ecke des Bildes ist der strahlend blaue Himmel zu sehen. Der Farbverlauf von dem Himmel ist oben angefangen ein kräftiges Hellblau und verläuft bis in die Mitte des Bildes in ein ganz zartes Hellblau bis weiß. Auf der rechten Seite des Bildes beginnen ab der Mitte Bäume, die in einiger Entfernung stehen, kräftig grün sind und einige Schatten werfen. Darunter beginnt die Wiese. Die Wiese sieht man allerdings nur durch die Zwischenräume der Blumen hindurch, die im Vordergrund sind. Die Wiese ist hellgrün und auf ihr ist ein hellbeiger Weg in horizontaler Lage zu erkennen. Rechts unten in dem Bild ist ein Gebüsch in kräftigem hellgrün und aus diesem heraus ragen lange einzelne Blumen, die eine kleine lilafarbene Blüte und wenig Blätter am Stiel aufweisen.

Oben in der Mitte des Bildes ragen kräftige dunkelgrüne Äste von einem Baum ins Bild. Direkt darunter in dem Bild steht ein kleiner schmaler Baum in Hellgrün. Dies bildet einen harten Kontrast zu dem Baum dahinter.

Auf der linken Seite des Bildes ist Silja bis zur Schulter zu sehen. Sie hat ihren Kopf schräg nach oben rechts gerichtet. Ihr Hinterkopf ist auf dem Bild nicht zu sehen. Ihr Pony fällt in Strähnen auf ihre Stirn. Auf ihre Stirn scheint die Sonne und die einzelnen Haarsträhnen werfen Schatten. Die Strähnen leuchten in der Sonne rot und schwarz. Silja trägt eine weiße runde Brille. Vorne an dem Brillenbügel ist eine weiße Schleife zu erkennen. Die Gläser der Brille sind in schwarz gefärbt. Der Farbverlauf der Gläser wird von oben nach unten schwächer, sodass man ihre Wangen durch das Glas erkennen kann, ihre Augen jedoch nicht. Ihr Mund ist geöffnet und sie lächelt. Dabei bilden sich an der Wange von den Nasenflügeln Richtung Mundwinkel Lachfalten. Ihre Zähne sind bei dem Lächeln zu sehen. Bis auf die Stirn, liegt ihr Gesicht im Schatten. Ihre linke Schulter geht bis in die Mitte des Bildes und ist mit einer lachsfarbenen Strickjacke mit einem längs verlaufenden Strickmuster bedeckt.

An ihre Wange drückt sich Silja eine Blume (Sternkugellauch). Die Blume ist hellgrün und besteht aus einer ca. 1cm großen Knolle in der Mitte aus der heraus viele feine ca. 2-3cm lange Stiele abstehen, an denen sich eine kleine grüne noch geschlossene Blütenknospe befindet. Davon sind so viele Stiele an der Knolle, dass die Blume wie ein 8-10cm großer grüner Ball aussieht.

Beschreibung von Stefan

Dies ist ein Bild, welches im Freien entstand. Es ist Tag. Der Himmel, der die rechte obere Ecke ausfüllt, ist vollends blau, hell blau. Das Licht, ist indirektes Sonnenlicht. Wir haben ein Bild im Querformat, dies bedeutet, dass die langen Ränder/Seiten des Bildes horizontal und die kurze vertikal verlaufen. Es gibt drei dominierende Farben, die das Bild prägen, blau / hellblau, grün und ein rotrosa. Das helle blau kommt vom bereits beschriebenen Himmel und befindet sich in der rechten oberen Ecke des Bildes. Das erwähnte grün kommt von den vielen Pflanzen auf dem Bild. Der Himmel scheint ab und an durch das Blätterwerk der Bäume. Das markante rotrosa kommt von der Strickjacke, welche Silja trägt.

Siljas Gesicht ist zu sehen und beherrscht die linke Bildhälfte. Sie lächelt, mit offenem Mund. Ihre weißen, oberen Schneidezähne sind zu sehne. Sie trägt eine großfenstrige Sonnenbrille, mit weißem Rand, in welcher sich Himmel und Bäume spiegeln. Siljas Gesicht ist nicht frontal zu sehen, eher in einem Halbprofil. Ihr Kopf ist geneigt. Sie schaut, vom Auge des Betrachters aus, in die rechte obere Ecke. Würde man eine imaginäre Blickachse von ihr ziehen, so ergebe sich eine ansteigende, von links nach rechts verlaufende. Sie hat ihre rechte Gesichtshälfte zu uns gewandt.

Es sieht so aus, als würde Silja sich eine Blume, welche noch nicht aufgeblüht ist, an ihre rechte Wange drücken, so als würde sie diese Blume herzen. Man erkennt zwei Finger von Siljas linken Hand, mit welcher sie die Blume an sich zieht. Ihre Fingernägel sind mit einem pinkschimmernden Nagellack lackiert. Die Blume trägt den botanischen Namen „Allium Hollandicum“ und ist auch bekannt als „Zierlauch ‚Globemaster’“ oder „Riesen-Zierlauch ‚Globemaster’“.

Der „Riesen-Zierlauch Globmaster“ hat eine Blatthöhe bis zu 50cm, eine Blütenstängel bis zu 80cm, steht aufrecht, straff, hat einen dicken Stängel und riecht stark wenn er blüht. Riesen-Zierlauch „Globemaster“ hat seine Blütezeit von Mai bis Juni jedes Jahr. Die Farbe ist zumeist dunkellila/ violett. Die Blütenbälle, die er während der Blühte austreibt, wachsen dicht und haben eine Durchmesser von bis zu 20cm. Siljas Allium Globemaster ist noch nicht aufgeblüht, steht aber kurz davor. Die Form der Kugel, des Globus ist schon sehr gut zu erkennen.

Im Gegensatz zu Siljas Gesicht, ist Siljas Kopf deutlich angeschnitten und ist somit nicht ganz auf dem Bild. Die Schulten von Silja sind noch zu erkennen, das Bild schneidet aber deutlich über Brusthöhe ab. Die Schultern ergeben nicht ganz eine Horizontale, sie verlaufen, vom Auge des Betrachters aus, von links nach rechts leicht ansteigend. Im Hintergrund verläuft, horizontal, ca. ein drittel vom unteren Rand des Bildes aus, ein Weg. Der Rest des Bildes wird vom grün der anderen Pflanzen auf dem Bild dominiert.

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Noch ein Bild aus unserem Fotoseminar für Blinde

Das grün geschminkte Gesicht einer Frau vor einem rötlichen Hintergrund

Beschreibung von Serap:

Als vorab Information: Dieses Foto wurde auf dem Tempelhofer Feld von Rose aufgenommen.
Auf dem Bild ist Linda zu sehen. Sie liegt auf einem grauen Asphalt. Ihr Kopf- bis Nackenbereich liegt auf einem rötlichen bis himbeerfarbenen Kreis, welcher auf den Asphalt gemalt wurde. Der Asphalt um den Kreis herum ist dunkelgrau und übersät von weißen sehr kleinen weißen Punkten. Der Kreis und die himbeerfarbene Farbe ist an den Rändern rissig.
Linda liegt mit geschlossenen Augen mit ihrem Kopf auf diesem Kreis, ihr Gesicht und der Ansatz ihres Halses sind neon-grün geschminkt, die Ohren sind ungeschminkt. Ihre rötlichen Haare sitzen locker am Kopf. Sie trägt kleine Ohrstecker. Sie hat einen neutralen bis friedlichen Gesichtsausdruck. Ihre Lippen wurden beim Schminken ebenfalls ausgespart.
Um ihren schmalen Hals trägt sie eine silberne Kette mit einem dunkelgrünen Anhänger in Form einer Schildkröte. Die Kette liegt schief an ihrem Hals und auf ihrer Brust. Der Verschluss der Halskette ist nach vorne gerutscht und ist sichtbar.
Sie trägt ein hell gelbliches Tanktop. Auf der linken Seite guckt ein Teil eines weißen Trägers unter dem Tanktop hervor. Ihre Arme liegen gerade an ihrem Körper an und sind nur zu einem viertel sichtbar, die Ellenbogen sind nicht mehr zu sehen.
Das Bild ist etwas asymmetrisch, die linke Seite ist nur zum Teil auf dem Bild, so ist z.B. Lindas rechter Oberarm nur teilweise sichtbar, während der Linke vollständig auf dem Bild ist. Auch der oben beschriebene Kreis auf dem Asphalt ist leicht abgeschnitten.
Die Farben sind leuchtend und das Bild ist bei (schönem) Tageslicht aufgenommen worden.

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