Schlagwort-Archive: Karsten Hein

Karsten von Susanne

Ein Mann mit Sonnenbrille steht mit verschränkten Armen in einem InnenhofNoch ein Bild, das am Rande unseres Fotoseminars für Blinde entstand…

Beschreibung von Katrin Heidorn

Ein Foto im Querformat, draussen an einem hellen Tag entstanden. Im Hintergrund ein Hinterhof wie er den Berlinern vertraut ist. Hellgelbe Wände, unten ein Sockel aus grauem Putz mit querlaufenden Fugen, der das Parterre bedeckt. Dort moderne Fenstertüren zum Hof. Erster und zweiter Stock mit Fensterreihen aus alten Fenstern mit Fensterkreuz. Links zwei große Treppenhausfenster, dazwischen eine große altmodische Uhr, die 16:55 Uhr zeigt. Im Vordergrund der Oberkörper eines Mannes mit verschränkten Armen. Die Arme sind gerade noch zu sehen. Er steht in einer Art Hinterhofgarten mit Sitzmöbeln aus rötlichem Holz. Rechts eine Bank und drei Holzelemente mit Blumentöpfen. Links sieht man einige Sitzgruppen mit Lehnstühlen und Tischen. Dahinter eine Abtrennung zum übrigen Hof aus Holzrahmen mit gekreuzten Latten, an denen Grünpflanzen ranken. Das Portrait von Karsten nimmt ein gutes Drittel des Bildes ein. Er trägt eine schwarze offene Jacke mit Stehkragen und darunter einen schwarzen Pulli mit V-Ausschnitt. Die Arme sind so verschränkt, dass man gerade noch ein Handgelenk am Ärmel sieht. Die Haare sind glatt, halblang und graumeliert. Sie bedecken locker die Ohren. Eine Strähne fällt vom Mittelscheitel ins Gesicht. Er trägt eine Brille mit dunklen aber transparenten Gläsern. Über der Brille sind noch die Augenbrauen zu sehen. Die Augen sind zu ahnen und streifen fast den oberen Brillenrand. Das gibt dem Blick etwas Skeptisches. Der Mund ist geschlossen und die Mundwinkel gekräuselt. Man kann ein angedeutetes Grinsen ausmachen, wenn man möchte. Zusammen mit den verschränkten Armen wirkt es auf mich wie das Portrait eines Interviewten nach einen langen Interview. Um nicht zu sagen, ein wenig wie ein Popstar: gewohnt, fotografiert zu werden, aber nicht immer begeistert.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter schon beschrieben

Portrait von Karsten von Silja Korn

Ein Mann sitzend vor einer Straßenkulisse

Das Bild im Querformat wurde an einem bewölkten Tag in Berlin, Oranienburger Straße, im „Café Orange“ aufgenommen. Im Hintergrund ist der untere Bereich einer Häuserfassade zu sehen. Die Außenfassade ist recht schmutzig, die Fensterläden heruntergekommen. Die Häuser beinhalten einen Mix aus Backsteinbau und den klassischen 60er Jahre Bau. Farblich ist das Gelb des linken Hauses bereits sehr verblasst und das Grau des rechten, direkt angrenzenden Hauses wirkt eher ausladend. Unten am Boden anliegend sind einige vergitterte Kellerfenster und mittig eine große Einfahrt, welche mit Pfosten den Bürgersteig von der Straße abgrenzt. Über dem Tor ist eine alte Steinfigur, die jedoch leider kaum erkennbar ist. Man könnte annehmen, dass es sich dabei um eine Steinplastik handelt, die eine Büste darstellt. Die Farbe an dem Tor ist abgesplittert, das Weiß vergraut. Parallel zum Tor verläuft rechts entlang des linken, zartgelblichen Hauses eine Regenrinne, die hinter dem vorstehenden Baum verschwindet. Vor dem Haus verlaufen parallel zum 1. Stock Straßenbahnkabel. In die vor den Häusern befindliche Straße eingelassen, sind die dazugehörigen Gleise.
Mittig, links im Bild, direkt vor der Häuserfassade läuft gerade ein Paar vorbei. Sie ist bei ihm untergehakt. Beide tragen Jeans und braune Schuhe, sie haben dunkle Haare. Er trägt eine helle Jacke und in der linken Hand eine weiße Tüte. Sie wiederum eine schwarze Jacke, ein helles Tuch und eine beige Tasche über ihrer rechten Schulter. Diese Hand hat sie in der Jackentasche versteckt. Der zweite Pfosten vom Haus aus gesehen steht im Gegensatz zu den anderen schief. Während der Gehweg mit großen Pflastersteinen sehr ebenerdig ist, besteht die Einfahrt aus kleinen Kopfsteinen, die wie ein Mosaik wirken.
Die Erle vor dem Haus erleuchtet in einem satten Grün an diesem ansonsten tristen Sommertag.

Der eigentliche Fokus des Bildes liegt in einem strahlenden Lächeln. Ein Lächeln, das ansteckt, die Stimmung hebt und dabei so völlig befreiend wirkt. Den sonst grau-dunkelhaarigen Mann verjüngt es um einiges. Auch die sonst schwarze Kleidung lässt dabei die Ausstrahlung keineswegs introvertiert erscheinen. Die im T-Shirtkragen lässig hängende Sonnenbrille, die trotz Pullover und Jacke immer noch an Sommer erinnert, spiegelt ein Stückchen Himmel. Mit der rechten Hand in der Jackentasche, sitzt er ganz leicht zu seiner linken Seite gedreht, mit dem Kopf fast im Profil und der linken Hand ans Kinn fassend. Herzlich lachend, zeigen sich sogar einige Lachfältchen ums Auge. Er sitzt in einem Rattanstuhl vor dem Café, umgeben von vielen leeren Plätzen. Auf dem Stuhl hinter ihm hängt sogar noch eine orangefarbene Decke über der Lehne, falls es den Gästen zu kalt wird. Vorne links im Bild stehen pinkfarbene Blumen. Sie leuchten mit dem Lächeln des Mannes um die Wette.

Die vorbeilaufenden Frauen rechts im Hintergrund wirken so unwichtig, so nebensächlich. Auch wenn das junge Mädchen verträumt an ihrem Zopf spielt und die Restauranttafel zu lesen scheint. Auch ein Mann im Jeanshemd direkt hinter der lachenden Person wirkt nur wie eine Figur, die die Straße beobachtet.

Viele fragen sich wie es zu so einem Lächeln kommen kann. Man betrachtet das Bild und muss einfach mitlachen. Es ist durch Silja entstanden. Sie selbst ist blind, aber fotografiert für ihr Leben gern. Karsten wurde diesen Tages zu Ihrer „Muse“, wenngleich er an dem Tag auch nicht so recht mitspielen mochte. Sie versuchte ihm Anweisungen zu geben, die er zu befolgen hatte, aber anstelle dessen entstand dieses Bild in seiner absoluten Natürlichkeit.

Foto: Silja
Bildbeschreibung: Katharina und Valentina

Bild und Text entstanden bei unserem Fotoseminar für Blinde.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter schon beschrieben

Un Mannequin

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Hier haben wir nun gleich eine ganze Serie von Fotos, eine Bildergeschichte, und endlich ist sie dank Aljoscha vollständig beschrieben.

Sie wird auch Teil der Ausstellung in Bernau sein!

Un Mannequin

Von und mit:
Ilka Eberle
Georgina Philp, Tänzerin
Miri Kämpfer (Kitsch-Nation), Modedesignerin
Beatrice Mendelin, Maskenbildnerin
Jörg Möller und Karsten Hein, Fotografen

Eine blinde Frau träumt, ein Fotomodell zu sein…

Schauplatz der Geschichte ist der berühmte Teréz Körút in Budapest, der „Boulevard der Bräute“. Dicht an dicht reihen sich hier heute die Showrooms der Brautmodengeschäfte und in den Hinterhöfen die Modeateliers und Fotostudios.

Die BESCHREIBUNG von Aljoscha:

Das ist die Geschichte einer Verwandlung in 31 Schnappschüssen. Diese Schnappschüsse – also Fotos, die quasi beiläufig und spontan vom Fotografen aufgenommen wurden, – sind so aneinander gereiht, dass man sie wie eine Erzählung oder einen Bericht zurecht fantasieren kann. Ich versuche es jetzt.

Teil I. Bilder 1 bis 15

Das erste Bild besteht aus zwei Fotos – rechts eine kunstvoll gekleidete Frau mit glänzend weißem Haar, einem weißen Reifrock, einem schwarzen Mieder und ellenbogenlangen schwarzen Handschuhen. Die Schulter und Oberarme sind frei, und sie hält davor überkreuz ihre Hände in schwarzen Handschuhen. Ihr Kopf hat sie leicht nach rechts und nach unten gesenkt. Das Foto daneben ist ein Zigarettenautomat mit einem großen Pfeil darüber und einem Schriftzug, von dem man nur die Buchstaben VIP sieht.

Mit dem zweiten Bild erschließt sich auch das erste: Es ist wohl ein Viertel in einer alten Stadt, wo Brautkleider angeboten werden. Hier hängen Dutzend ähnliche Fotos wie das erste mit jungen hübschen Frauen in lauter weißen Brautkleidern, dazu bunte Reklame, die vor der Hochzeit wohl Blumen ersetzt. Irgendwas in einer nicht sofort identifizierbaren Sprache steht auch darüber geschrieben – Tschechisch oder Ungarisch?  Szalon Heléna Exclusive Modellek. Vor Vitrinen flanieren Menschen, es ist Spätherbst und es ist fast ganz dunkel.

Plötzlich sind wir in einem Raum, grell beleuchtet, blendend weiß, mit zwei Scheinwerfern und einer Fotokamera. Hinten steht jemand in Schwarz. Aber im Vordergrund sitzt eine Frau  auf dem Stuhl. Schwarze Hose, weißer Sweatshirt. Schwarzes Haar, zusammengebunden zu einem kleinen Pferdeschwanz. Sie hält ihre linke Hand am Gesicht, sie fühlt sich unbeobachtet.

Es wird hektisch. Ein Fotograf, eine Maskenbildnerin, zwei weitere Frauen. Es ist aber nicht nur ein Foto auf diesem Bild sondern gleich mehrere, chaotisch komponiert, so wie es wahrscheinlich bei der Maske eben zugeht. Und vor dem Spiegel sitzt die Frau vom Bild davor – aber auch hier sehen wir sie von de Seite, die anderen um sie herum und das leuchtende Licht gibt die Sicht auf sie nicht frei. Erst auf dem nächsten Bild sehen wir sie genauer: sie hält die Augen geschlossen, sie wird geschminkt. Auch hier viele chaotische Schnappschüsse – der Fotograf ist auch dabei, allerdings ist er mit seiner Kamera beschäftigt und probiert was aus.

Das nächste Bild, Nummer sechs, stellt die Frau dar, die wir schon wieder erkennen. Sie sitzt noch in der Maske, aber sie ist fertig damit. Sie ist der Kamera zugewandt. Sie schaut entspannt und lächelt bezaubernd. Sie ist sehr schön.

Auf dem nächsten Bild sind zwölf kleine Schnappschüsse zusammengefügt mit drei weiteren Frauen: Sie trinken Kaffee und führen wohl ein Gespräch, auch wenn man am Anfang das Gefühl hat, dass sie vielmehr einander zuhören: sie lächeln, lachen, gestikulieren.  Besonders eine junge Schwarzafrikanerin mit einem Haarschopf.

Und gleich danach, auf dem nächsten Bild, ist sie ganz allein. In einem adretten gepunkteten Kleid mit offenen Schultern und Armen, barfuss. Doch die eigentliche Überraschung ist der Hintergrund – er ist grün. Bis jetzt war eben alles schwarzweiß. Und siehe da – ein Salatgrün, etwas verblasst. Und das Mädchen steht da, die Hände in die Seiten gestemmt.

Und wieder eine Kollage aus einigen kleinen Schnappschüssen: die Frau, die zurecht geschminkt worden ist, sitzt nun im Fotostudio – unter einem Scheinwerfer, vor dem Fotografen. Augen geschlossen, Beine weit auseinander gestellt. Man merkt ihr an, dass sie leicht angespannt ist: als hätten die Beine, die Körperhaltung, die Arme ein Kommando vom Bewusstsein bekommen. Und auch hier, auf dem letzten Schnappschuss das Mädchen vom Bild davor. Sie ist barfuss und probiert im Hintergrund wohl ihre Schritte.

Nun wissen wir auch warum: Sie ist Tänzerin. In einer heftigen Drehung wirbelt sie ihr Kleid hoch,  sie dreht sich auf den Zehspitzen, die Arme ganz nach oben geworfen. Aber die Frau mit schwarzen Hosen und weißem Shirt schaut nur halbwegs zu ihr, obwohl das tanzende Mädchen ihren Blickkontakt sucht. Die Frau sitzt burschikos da und nimmt zwar die stürmische Bewegung hinter ihr wahr, schaut aber nicht wirklich hin.

Die Tänzerin ist nun vor ihr. Sie dreht sich heftig, der Rock steht fast waagerecht ab. Aber die Frau, vor der da getanzt wird, hat sich auf ihrem Stuhl zurückgelehnt und die Augen geschlossen. Sie ist ganz entspannt.

Eine neue Drehung, ein neuer Sprung der jungen Tänzerin. Die Frau ist wieder nach vorne gebeugt und, als hätte sie was im Auge, berührt sie es leicht mit der linken Hand.

Die Pirouetten sind vorbei. Das Mädchen ist wieder ruhig. Die Frau schaut vor sich hin, etwas zu streng. Hat die junge Tänzerin etwas falsch gemacht? Oder wartet die Frau auf ihren Einsatz: die Arme und Beine deuten darauf hin, als würde sie nur auf die Musikstelle warten, bei der sie ebenfalls aufspringen und tanzen wird.

Bild 14 besteht aus zwei Fotos – eins oben und eins unten – und zeigt nur die Gesichter der beiden Frauen. Nun hält diesmal das Mädchen die Augen zu, und die Frau, die auf dem Stuhl saß, steht jetzt vor ihr, schaut aber an ihr vorbei und hält ihre Hände vor dem Gesicht des Mädchens. Auf dem Foto unten berührt sie ganz sanft mit ihren Handrückseiten die Wangen des Mädchens.

Auf dem nächsten Bild streichelt sie ihre Wangen nun mit den Fingern, mit den beiden Daumen berührt sie ihre Lippen. Das Mädchen hält die Augen offen.

Teil II. Bilder 16 bis 31

Und wieder die Schnappschüsse, die Frau ist wieder in der Maske: Die Lippen werden konturiert, die Schminke fein abgestimmt, das schwarze Haar glatt gemacht. Es gibt auch eine strahlend blonde Perücke. Ob die Frau sie bekommen wird?

Als wäre sie in den Gedanken noch bei der Tänzerin, berühren ihre Finger mit den Silberringen das Gesicht des schwarzen Mädchens: Die Daumen sind an den Augenbrauen, dort wo sie von der Nasenwurzel hoch abgehen, die anderen Finger berühren die Stirn und die Schläfen.

Noch die letzten Griffe an den Wimpern, die letzten Striche mit dem Kajalstift, und das Gesicht ist perfekt – mit strahlend weißer Perücke.

Die Frau ist verwandelt. Die Augen sind mandelartig nachgezeichnet, wie es die alten Ägypter erfanden, die Lippen geschlossen. Ein Bild der tiefen inneren Trauer und Selbstbeherrschung wäre es, wenn es nicht gleich hier, auf einem Foto noch in derselben Collage, ein Ballklein gewesen wäre. Ein schwarzes eng anliegendes Oberteil und der weiße weit abstehende Rock. Die Frau hat es auch gleich an: Der weiße Reifrock reicht bis zum Boden. Der rechte Arm im ellbogenlangen schwarzen Handschuh.

Drei Frauen helfen, damit das Kleid richtig sitzt. Das schwarze Mädchen im Hintergrund hält den weißen Stoff hoch wie eine Art Schleppe, die Hände der Frau mit den schwarzen Handschuhen im Vordergrund sind am Hals, als würde sie ihre Perlenkette zurechtrücken.

Es ist soweit, die Helfer treten langsam zurück, alle lächeln. Die schwarze Tänzerin, einer der Fotografen, die Maskenbildnerin sind noch im Vordergrund. Hinten, allein, steht sie, das neue Model. Noch ist das Licht nicht auf sie gerichtet, noch streckt jemand die Hände, um das letzte strahlend weiße Strähnchen am Haar zu glätten. Die zart schwarzen Hände der Tänzerin streicheln zur letzten Ermunterung die Wangen und das Kinn des Models. Sie schaut freundlich, dann schließt sie die Augen, an ihrem Mund ist kein einziges Fältchen, die Lippen ruhevoll.

Bild 22. Das Gesicht in Großaufnahme, schräg von oben rechts. Die Augen halb geschlossen, der Kopf halb gesenkt. In den Mundwinkeln die Geburt eines Lächelns.

Schon auf dem nächsten Bild scheint die Show vorbei zu sein. Das Model, immer noch in glänzender Perücke, weißem Seidenrock und schwarzem Mieder, steht entspannt abseits des gleißenden Lichts. Die langen Handschuhe hat sie abgestreift und hält sie in den Fingern wie ein Theaterrequisit.

Bild 24. Noch einmal das Gesicht in Großaufnahme. Frontal, mit leicht geschlossenen Lippen. Die Augen geöffnet, etwas nach rechts gerichtet. Ein Blick, in den man viel hineinlesen kann: Trauer, Zärtlichkeit, Vorahnung, Gewissheit.

Doch das Fotoshooting geht weiter, diesmal vor dem dunklen Hintergrund. Die Kostümbildnerin korriegiert die Falten am Rock. Das Model steht in der klassischen Pose: die Ellbogen am Körper, die Hände in den schwarzen Handschuhen am weißen weit abstehenden Rock entlang.

Gleißendes Weiß des Rocks und der Perücke, pechschwarzes Mieder, aprikotzarte Haut, graugrüner Hintergrund. Das Model mit geschlossenen Augen und leicht nach rechts gesenktem Kopf steht mit den Händen überkreuz vor der Brust. Die schwarzen Handschuhe an der nackten Haut. Die Story ist nicht zu Ende, aber dieses Bild ist der Grund, warum sie erzählt wird.

Oder ist die Geschichte doch schon zu Ende. Wir sind nämlich wieder dort, wo sie begann: In einem Viertel, wo Brautkleider verkauft werden. Unter Fotos von Models mit weißen Brautkleidern ist auch unsere Frau mit schwarzen Handschuhen. Das Modegeschäft „Golden Rose“ hat das schöne Bild von ihr ausgestellt.

Auf der anderen Seite des Eingangs hängt auch ein Bild von ihr, das mit den Händen in Handschuhen entlang des weißen Rocks. Darüber steht „Elite Salon“, und ein Pfeil zeigt in den Hinterhof.

Und der letzte Blick unseres Models, fast schon privat. Sie hat noch die weiße Perücke an, aber schon ihren Schal um den Hals. Es sind zwei Schnappschüsse: oben schaut sie uns noch direkt an, unten wird sie sich gleich abwenden.

Bild 30. Im Treppenhaus. Kahle Wände, zwei Lichtschalter, ein Farbschatten von einem abgenommenen Poster, eine riesige Säule auf einem schmalen Sockel. Dahinter steht unser Model. Sie ist noch in ihrem Kostüm. Aber es ist vorbei.

Und doch nicht ganz. Die Frau stellt sich noch einmal frontal vor die Kamera. Hinter ihr die Wand: unten grau, oben hell mit einem grauen Viereck, das von einem Poster zurückblieb. Der Fußboden im alten Treppenhaus mit Musterkacheln. Weißer Rock, schwarzes Mieder, schwarze Handschuhe. Das schöne Gesicht ist nach links gewandt. Der Kopf graziös gesenkt. Aber sie ist etwas zu weit weg. Und sie schaut nicht mehr zu uns.

Ende.

Detaillierte Beschreibungen einzelner Seiten findet ihr hier: Seite 1, Seite 2, Seite 22, Seite 23, Seite 26.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter schon beschrieben

Aktuell: „Die Schönheit der Blinden“ in Halle

Die Infokarte zur Ausstellung zeigt unser Titelbild. In der Mitte steht eine schöne Frau, umringt von zwei Frauen und zwei Männern. Sie steht im Seitenprofil nach rechts, mit etwas gesenktem Kopf. Ihre langen Haare sind am Hinterkopf hochgenommen und locker festgesteckt. Die Augen sind geschlossen. Sie lächelt mit  leicht geöffneten Lippen. Sie trägt ein weißes Kleid mit kurzen Ärmeln. Zwei Männer vor ihr und zwei Frauen hinter ihr tasten behutsam an ihrer rechten Schulter, dem Ausschnitt, dem Kragen ihres Kleides und dem Rücken. Eine fast meditative Ruhe geht von dieser Szene aus. (Beschreibung von Aljoscha Khairetdinov)

Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung hat am 10. Februar 2013 unsere Modenschau mit blinden Models und blindem Publikum stattgefunden. Interessant, nicht? Wie mag das wohl aussehen?

Vom 19. März bis zum 14. April 2013 wird eine Dokumentation der Modenschau im Kunstforum Halle ausgestellt! Mit Fotos und Bildbeschreibungen in Punktschrift und einer Klanginstallation mit Reflektionen der Models und den Originalkleidern zum Anfassen. Kommt alle nach Halle!

Nach und nach wird einiges davon aber auch hier im Blog gepostet werden. Bis dahin könnt ihr hier schon mal lauschen, was sich da abgespielt hat. Stellt euch vor, die Tür zur Modenschau stünde einen Spalt weit offen. Kommt näher. Klickt hier:

Atmo Modenschau

Die Beschreibungen der ausgestellten Bilder findet ihr hier

und die Anmerkungen der Models hier:

Jessica und Lutz

und hier:

Katrin

und hier:

Jenny

und hier:

Silja

und schließlich hier:

Benny und Sebastian

Die Modenschau wurde gefördert von der Aktion Mensch, die Ausstellung von Lotto Sachsen-Anhalt und der Stiftung der Saalesparkasse. Wir bedanken uns außerdem beim Berufsförderungswerk für Blinde Halle für die Unterstützung bei beidem!

logo saalesparkasseLogo Aktion Mensch Logo Lotto

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sonstiges

Ausstellungsrundgang die “Die Schönheit der Blinden”

Am Dienstag, d. 19. März wird im Kunstforum Halle unsere Ausstellung eröffnen. Aber hier sind schon mal die Beschreibungen der Fotos in der Reihenfolge, wie sie auch in der Ausstellung hängen werden. Wir laden also ein zu einem Rundgang!

Bild 1

In der Mitte des Bildes steht eine schöne Frau, umringt von zwei Frauen und zwei Männern. Sie steht im Seitenprofil nach rechts, mit etwas gesenktem Kopf. Ihre langen Haare sind am Hinterkopf hochgenommen und locker festgesteckt. Die Augen sind geschlossen. Sie lächelt mit  leicht geöffneten Lippen. Sie trägt ein weißes Kleid mit kurzen Ärmeln. Zwei Männer vor ihr und zwei Frauen hinter ihr tasten behutsam an ihrer rechten Schulter, dem Ausschnitt, dem Kragen ihres Kleides und dem Rücken. Eine fast meditative Ruhe geht von dieser Szene aus.

(Beschreibung von Aljoscha Khairetdinov)

Bild 2

Zwei Hände einer kauernden Frau halten den Rocksaum, als würden sie ihn zurechtrücken wollen. Der Rock ist aus einem durchsichtigen grauen Stoff, der in zwei Schichten übereinander gefaltet ist. Zwischen den beiden Stoffschichten sind kleine flauschige weiße Federn eingefüllt. Diese sind eher zufällig als gleichmäßig verteilt. Der Rock endet kurz über den Knien des stehenden Models.

(Aljoscha Khairetdinov)

Bild 3

Eine Frau im Seitenprofil dreht den Kopf nach links. Die Kamera ist nah bei ihr und zeigt nur ihr Gesicht und ihren zarten Hals. Die Augen sieht man hinter dem Brillenbügel nicht mehr, der Mund ist leicht geöffnet, doch es gibt kein Lächeln. Eine Frau hinter ihr hält zwischen Daumen und Zeigefinger den steif gestärkten Kragen des weißen Kleides. Ihre Fingernägel sind schwarz lackiert. Mit der anderen Hand berührt sie den Kragen von der anderen Seite. Vorne ertasten die Finger von zwei kleinen Frauenhänden den vorderen Teil des Kragens.

(Aljoscha Khairetdinov)

Bild 4

Die rechte Hand einer Frau mit schwarz lackierten Fingernägeln berührt ganz behutsam die roten Buchstaben der Brailleschrift, die entlang der linken Schulterklappe eines weißen Hemdes gestickt sind. Die Frauenhand berührt die Buchstaben mit dem Zeige-, Mittel- und Ringfinger. Der Daumen und der kleine Finger hängen in der Luft, als würde sie Klavier spielen. Dahinter steht ein Mann mit einer Sonnenbrille. Lächelt er, hört er zu, wartet er?

(Aljoscha Khairetdinov)

Bild 5

Ein junger Mann steht ganz nah an der Kamera. Sein Kopf ist leicht gesenkt, seine Augen geschlossen. Man sieht sein komplettes Gesicht, allerdings verschwommen, seine Lippen, seine Nase, seine Augenbrauen.  Er trägt ein weißes Hemd mit einer schwarzen Schulterklappe und schwarzem Innenkragen. Ein Mann im schwarzen T-Shirt geht hinter ihm vorbei. Der junge Mann hält inne, vielleicht ist ihm etwas eingefallen und er will es nicht vergessen. Oder umgekehrt? Versucht er sich an etwas zu erinnern, was gar nicht mit dieser Situation hier zu tun hat?

(Aljoscha Khairetdinov)

Bild 6

Eine Frau in einem grau-schwarz gemusterten Oberteil steht neben einem schlanken Mann im weißen Hemd. Die Frau mit spitzen, dunkel lackierten Fingernägeln berührt mit ihrer rechten Hand das Hemd des Mannes, schaut aber nicht in seine Richtung, sondern nach unten. Sie berührt leicht seine Brust.

(Ewa Maria Slaska)

Bild 7

Ein Mann im weißen Hemd, weißer Hose und schwarzem Gürtel mit metallener Schnalle, steht zentral im Bild. Eine schwarzhaarige Frau kniet neben ihm. Von ihr sieht man im rechten Profil nur den Arm und die rechte Hand mit lackierten Nägeln. Von ihm sieht man lediglich den Unterkörper, vom Oberschenkel hin bis zur Taille. Er steht regungslos, mit beiden Armen an der Hosennaht. Die Frau berührt ganz leicht den Hosenschlitz der weißen Hose, die mit kleinen roten Punkten bestickt ist. Vor dem Mann in Weiß steht eine dunkel angezogene Person, die in der linken Hand einen Blindenstock hält.

(Ewa Maria Slaska)

Bild 8

Sechs Menschen stehen um einen jungen Mann herum, wie die Zahlen auf dem Zifferblatt einer Uhr. Die Frau mit dem Blindenstock auf 5 Uhr berührt den jungen Mann am Hals links unterm Kinn. Es befinden sich ein Mann auf 1 Uhr, eine Frau auf 3 Uhr, eine Frau in einem grau-schwarz gemusterten Kleid auf 9 Uhr und ein Mann mit einer Sonnenbrille auf 11 Uhr. Eine Frau auf 7 Uhr ist leicht gebeugt. Sie trägt eine Brille. Ihre linke Hand berührt mit den Fingern den Hosenlatz des jungen Mannes in der Mitte. Er ist größer als alle anderen, steht entspannt da, scheint aber leicht irritiert.

(Aljoscha Khairetdinov)

Bild 9

Drei Männer und eine Frau. Ein Mann in weißem Hemd steht am vorderen rechten Bildrand. Sein Gesicht ist angeschnitten und verschwommen. Dennoch wird deutlich, dass er der wichtigste Protagonist der Szene ist. Er lächelt sehr breit. Zwei Männer hinter ihm, obwohl besser sichtbar, sind nur Zuschauer. Ein Mann mit nach oben gegeltem Haar trägt eine schwarze Sonnenbrille. Der andere scheint ganz andächtig auf die Hände der Frau zu schauen, die links steht und sehr konzentriert etwas auf der Schulter des Mannes im weißen Hemd ertastet. Man sieht sie im rechten Profil. Sie wirkt wie eine blasse Indianerin mit rot geschminktem Mund.

(Ewa Maria Slaska)

Bild 10

Eine Nahaufnahme. Man sieht nur einen Teil eines Hemdes und fünf Hände, die den Stoff ertasten.

Bild 11

Man sieht einen Mann in Weiß von hinten und vier Hände, die den Stoff ertasten.

Zwei Hände im Hintergrund gehören einer Frau. Die zwei Hände im Vordergrund einem Mann. Dieser trägt eine große Uhr  und zwei massive silberne Ringe.

Bild 12

Eine Frau mit schwarzen langen Haaren und braunen Augen steht im Vordergrund des Bildes. Sie lächelt und scheint in Bewegung zu sein. Das Bild ist etwas verschwommen. Im rechten Teil sind die Hände der Menschen, die neben dem Model stehen und fühlen, was sie trägt. Am Ringfinger der Hand, die in Richtung ihrer Halskette fasst, befinden sich zwei glänzende silberne Ringe. Im Hintergrund sind sehr verschwommen die Umrisse eines Mannes mit kurzen braunen Haaren zu sehen.

(Sophia)

Bild 13

Taille und Beine einer Frau im grau-schwarzen knielangen Kleid stehen im Fokus. Sie befühlt den Stoff ihres Kleides, drei Männer knien neben ihr und befühlen ebenfalls den Stoff und die Länge ihres Kleidungsstücks. Sie trägt eine elegante feine schwarze Strumpfhose und schwarze Lederstiefel. Auffällig ist ein junger Mann, der lachend den Rock des Kleides in der Hand hält. Er gibt der Situation eine Freude und positive Ausstrahlung.

(Sophiaf)

Bild 14

Eine Frau mit langen dunklen Haaren, rotem Lippenstift und geschlossenen Augen neigt den Kopf zur linken Seite des Bildausschnitts. Sie hat ihre Hände vor dem Oberkörper überkreuzt. Ihre langen schlanken Finger tasten sich am Ausschnitt ihres grau schwarz gemusterten Oberteils entlang. Sie wirkt sehr vertieft in ihre Rolle, ruhig und entspannt steht sie im Mittelpunkt des Bildes. Drei Männer stehen im Halbkreis um sie herum und befühlen den Stoff ihrer Kleidung. Die Hände des Mannes mit einer auffälligen Uhr schweben vorsichtig ein paar Zentimeter über ihrem Arm.

(Sophia)

Bild 15

Eine Frau mit kurzen roten Haaren steht im Mittelpunkt des Bildes. Sie lächelt, scheint die Aufmerksamkeit derer die sie umgeben zu genießen und neigt ihren Kopf nach hinten. Sie trägt eine Halskette mit einem silbernen Anhänger. Auffällig ist vor allem ihr Kleid, das schwarzweiß gestreift ist. Die weißen Streifen des Kleides sind Stoffbänder, die am Kleid herabhängen und sich sicher hin und her bewegen, wenn sie läuft. Konzentriert knien vier Menschen um sie herum und befühlen das ungewöhnliche Kleid.

(Sophia)

Bild 16

Eine Frau mit dunkelroten eher kurzen Haaren steht selbstbewusst im Fokus des Bildes. Sie trägt einen markanten langen Silberohrring, eine große Sonnenbrille und roten Lippenstift, der perfekt auf ihre Haarfarbe abgestimmt ist. Das Model scheint die Aufmerksamkeit zu genießen. Sie trägt ein schwarz-weiß gestreiftes Oberteil mit halblangen Ärmeln. Drei Menschen stehen um sie herum. Eine Person befühlt den Anhänger ihrer Kette. Die andere Person kniet im Hintergrund und betastet interessiert eines der lagen weißen Stoffbänder die an dem Kleid herunterhängen. Eine andere Person beugt sich im Hintergrund vornüber in Richtung des Models.

(Sophia)

Bild 17

Eine Frau steht in der Mitte der Gruppe von insgesamt 5 oder 6 Personen. Man sieht von ihr nur die Hände, die eine dunkelblaue Sonnenbrille halten. Links von ihr, ganz am Rande des Fotos ist eine andere Frau nur in kleinen Ausschnitten des Gesichts und der Armen zu erkennen. Hinter ihr steht ein junger Mann mit kurzem Haar, der ein weißes Hemd mit aufwendigen blauen Einfassungen trägt. Er schaut nach unten. Die Frau trägt ein schwarzes Kleid, auf dem vorne eine korsageartige Applikation von breiten weißen Atlasstreifen angenäht wurde, dazu Ohrringe und eine schwarze Halskette. Sie ist geschminkt und gestylt, auf dem Foto unterzieht sie sich, sozusagen, den letzten Korrekturen. Vielleicht bekommt sie noch die Sonnenbrille auf und dann ist sie eine perfekte Figur. Sie weiß es. Sie lächelt.

(Ewa Maria Slaska)

Bild 18

Ein Mann steht mit einem weißen Königspudel im Führgeschirr in einem leeren Raum. Weiße Wände, ein schwarzes Holzpaneel zieht sich die Wand im unteren Drittel entlang. Auf dem grauen Boden bilden Sonnenlichtflecken das Fenster nach. Der Mann steht leicht breitbeinig und mit hängender Hand da. Er hat einen leichten Bartschatten und trägt ein Hemd, dessen Kragen offen steht, einen Hut, der aus Stroh sein könnte und eine weiße Jeans, dazu weiße Halbschuhe im Turnschuhstil. Der Hund befindet sich in Sitzposition, er hechelt, sein Maul steht offen.

(Niki Matita)

Bild 19

Angeschnittene Silhouetten von zwei weiß angezogenen Männern umrahmen links und rechts dieses senkrechte Foto, auf dem die Hauptfigur eine schlanke schwarzhaarige Frau in einem grau-schwarz gemusterten Kleid ist. Ihr Kleid ist sehr originell geschnitten, mit durchgehendem Reißverschluss und breitem Kragen. Sie kniet vor dem Mann auf der linken Seite und berührt mit der linken Hand sein linkes Knie. Ihre Fingernägel sind dunkel lackiert, der Mund rot geschminkt. Die Männer haben weiße Hosen und weiße Hemden an, die sie locker über die Taille tragen. Die Hemdmanschetten sind mit kleinen türkisfarbenen Punkten bestickt und vielleicht auch schwarz gefüttert.

(Ewa Maria Slaska)

Bild 20

Zwei junge Männer ganz in weiß gekleidet mit Hemd und Hose. Einer trägt weiße Schuhe, der andere schwarze. Der mit den weißen Schuhen steht links und ist nur von der Seite zu sehen. Er trägt einen weißen Hut im Panamastil. Der mit den schwarzen Schuhen steht frontal zu uns und wendet dem anderen sein strahlendes Gesicht zu. Die Hände haben beide mit einem Finger in die Hosentaschen gesteckt. Um die beiden herum knien mehrere Leute, die sehr mit ihren Beinen beschäftigt sind. Beim uns zugewandten Mann werden gerade die Knie befühlt, er hat zwei Hände auf dem Oberschenkel. Beim anderen wird eher der hintere Hosenbund untersucht.

(Katrin Heidorn)

Bild 21

Der Kopf eines Mannes ist oberhalb angeschnitten. Er lächelt und sein Kopf ist nach links gerichtet, als ob er etwas hinter dem Zuschauer sehen möchte. Er trägt ein weißes Hemd, oben noch nicht zugeknöpft. Die Knopflöcher, mindestens die zwei oberen, sind schwarz abgenäht. Auf dem hinteren Kragen sind kleine türkisfarbene Punkte gestickt. Zwei schlanke Hände tasten hinten am Kragen, die linke Hand mit einer großen goldenen Uhr, groß genug, dass sie auch als Männeruhr gelten kann. Im Hintergrund steht ein zweiter Mann, leicht verschwommen. Er trägt ebenfalls ein weißes Hemd und einen weißen Hut mit schmaler Krempe und schwarzem Band. Auch er scheint leicht zu lächeln.

(Ewa Maria Slaska)

Bild 22

Ein schlanker Mann in einem violett-grau gestreiften Sweatshirt kniet hinter einer Person in Weiß. Man sieht sein Gesicht im Profil. Er liest die gestickte Punktschrift auf dem Stoff. Er wirkt sehr konzentriert, aber zugleich fröhlich.

Bild 23

Zwei Männer stehen neben zwei Hunden. Auf dem grauen Boden und an der Wand bilden Sonnenlichtflecken das Fenster nach. Die Männer sind weiß gekleidet. Einer trägt einen Hut, der andere schwarze Turnschuhe. Die restliche Kleidung ist gleich: weißes, 2 Kragenknöpfe offen stehendes Oberhemd mit innenseitig dunklem Rand, weiße Jeans. Beide beugen sich nach links zu den Hunden, einem weißen und einem schwarzen Königspudel, die ohne Leine und Halsband sind.

(Niki Matita)

Bild 24

Ein schlanker junger Mann mit kurzen Haaren und entblößtem, unbehaartem Oberkörper. Er ist gerade dabei, sich das Hemd auszuziehen. Er steht im Profil, so dass uns sein rechter Oberarm zugewandt ist, auf dem sich eine markante dunkelblaue Tätowierung befindet. Sie besteht aus einem großen Christuskreuz und darunter einem nicht deutlich zu erkennenden Vogel mit ausgebreiteten Flügeln – vielleicht ein Phönix.

(Karl Ahl)

Bild 25

Der Oberkörper eines Mannes, sehr nah, als ob er direkt vor uns steht. Zwei schlanke Hände tasten die Punktschrift, die auf der Brust seines weißen T-Shirts aufgestickt ist. Im Hintergrund sieht man unscharf eine Frau mit orangefarbener Brille. Der Mann hat die Augen geschlossen, sein Mund ist zu einem verzückten Lächeln gespitzt.

(Karl Ahl)

Bild 26

Eine Dreierszene. Rechts im Vordergrund ist unscharf ein Mann, der über seine Schulter zum Bild hinaus sieht. Links im Hintergrund ist ein Mann und eine um einen Kopf kleinere Frau mit Sonnenbrille zu sehen. Sie berührt sehr zart seine Brust. Auf seinem T-Shirt erkennt man einen Punktschrifttext. Die Szene hat etwas Geheimnisvolles. Was verbindet die drei Leute?

(Karl Ahl)

Bild 27

Links lacht uns eine Frau mit Sonnenbrille an. Ein sehr sympathisches, strahlendes Lachen. Rechts neben ihr ist der Rücken eines Mannes mit weißem T-Shirt, auf dem ein Text in grüner Punktschrift mit vereinzelten roten Punkten steht.

(Karl Ahl)

Bild 28

Wir sehen die Köpfe zweier Männer, wobei die Aufmerksamkeit ganz dem in der Bildmitte gilt. Vom anderen, der vor ihm steht und ihn mit der Krempe seines weißen Hutes teils verdeckt, sieht man außer dem Hut nur einen Anschnitt des Gesichtes. Die beiden Gesichter liegen im Schatten. Im Hintergrund blendet ein Scheinwerfer. Die Situation spielt sich offenbar am Rande der Veranstaltung ab. Der Mann in der Mitte schaut konzentriert nach rechts. Dort scheint sich etwas Interessantes abzuspielen. Er wirkt aufmerksam, aber ein wenig erschöpft.

(Karl Ahl)

Bild 29

Zwei Frauenhände berühren eine Männerhand. Die Finger der Frau sind manikürt, spitz gefeilt, weiße Ränder, klarlackiert. Ihre eine Hand hält die Hand des Mannes fest, die andere tastet über die Manschette des weißen, gebügelten Hemdes und liest die in türkis gestickte Punktschrift.

(Niki Matita)

Bild 30

Drei Menschen mit geschlossenen Augen. Links ein Mann im weißen Hemd, am Kragen blau abgesetzt, mit schwarz-weißer Knopfleiste. Er trägt einen weißen Panamahut mit schwarzem Hutband. Sein Gesicht ist der Kamera zugewandt. Rechts ein Mann, dunkelblond, im Profil, kurze Haare. Auch er trägt ein weißes Hemd mit farbig abgesetzter Knopfleiste, diesmal türkisblau, mit schwarz hinterlegtem Kragen. Im Hintergrund in der Mitte eine Frau im Kleid mit zarten, weißen Muster auf schwarzem Grund. Ihre langen dunklen Haare hängen links und rechts auf den Kragen ihres Kleides. Über der Stirn liegt ein modisch seitlich geschwungener Pony. Ihr Mund ist dunkelrot geschminkt. Ihre Augen tragen reizvollen grauschwarzen Lidschatten. Ihr dünner Arm greift von hinten an das schwarze Hutband und befühlt es mit zartgliedrigen Fingern. Die werden durch schwarzen Nagellack betont. Ein konzentriertes und zugleich sinnliches Bild.

(Katrin Heidorn)

Bild 31

Im Vordergrund sieht man zwei Hände einer Person im lila Pullover. Sie tasten an einem  Hut. Dahinter steht eine Frau im grau-schwarzen Kleid mit schwarzer Halskette. Man sieht genau ihr edles indianisches Profil: schön geformte Augenbrauen, stark geschminkte Augen, schwarze Haare. Sie schaut  in die Ferne, interessiert sich für das, was hier vorne gemacht wird, gar nicht.  Auf der Wand hinter ihr sieht man große helle rechteckige Flecken – Sonnenschein der durch das Fenster einfällt. Es muss ein schöner Tag gewesen sein.

(Ewa Maria Slaska)

Bild 32

Das Gesicht eines jungen Mannes mit ausgeprägten feinen Gesichtszügen. Ganz nah an der Kamera, eher links im Bild. Gerade so groß, dass noch ein Teil vom weißen Hut mit schwarzem Hutband zu sehen ist. Er lächelt über das ganze Gesicht. Seine Augen sind vom Lachen geschlossen. Er hat dichte, geschwungene Augenbrauen. Neben und unter den Augen bilden sich hübsche Lachfalten. Die gerade Nase bildet harmonische Linien von den Nasenflügeln über die Lachgrübchen bis zu den breit gezogenen Mundwinkeln. Der Mund ist leicht geöffnet. Wenn man ganz genau hinsieht, sieht man am Bildrand ein Stück weiße Stickerei am Hutband und den hellblau abgesetzten Kragen. Aber dann ist man mit den Augen schon wieder beim Lächeln.

(Katrin Heidorn)

Bild 33

Eine fröhliche Szene. Im Mittelpunkt des Bildes ist eine junge dunkelblonde Frau mit blauem Schal zu sehen. Die Frau schließt die Augen und lächelt sehr vergnügt, eigentlich strahlt sie. Rechts von ihr sieht man eine Frau, schwarz angezogen, mit schwarzer  Sonnenbrille. Sie wirkt ein bisschen streng, aber auf keinen Fall unzufrieden. Links von der Frau mit Schal steht eine junge schwarzhaarige Frau in grauem Kleid. Ihr Gesicht ist nur zum Teil sichtbar, man sieht jedoch, dass auch sie lächelt.  Im Hintergrund zwei Männer. Einer ist kaum sichtbar, der andere lächelt zufrieden.

Bild 34

Ein weißes Hemd. Auf dem Rücken ist das Hemd aufwendig mit türkisfarbener Punktschrift bestickt.  Zwei schlanke Hände lesen den Text, wobei sie sich so bewegen, als ob sie Klavier spielen. Die Szene ist sehr sinnlich. Eine Frau, die im Hintergrund steht, schaut interessiert zu. Sie ist jung, hat ein rundliches Gesicht, dunkelblondes Haar und breite, schön geschwungene Augenbrauen.

(Ewa Maria Slaska)

Bild 35

Zwei Frauen stehen neben einer Person im weißen Hemd, von der wir aber nur einen großen Teil des Rückens sehen. Die beiden Frauen berühren das Hemd jeweils mit ihrer rechten Hand. Die Hand der Frau im Schal drängt so nah in den Vordergrund.

Bild 36

Links im Bild sieht man den Rücken einer langhaarigen Frau im weißen Hemd. Um sie herum drei andere Personen. Im Hintergrund sieht man eine schwarzhaarige Frau mit rot geschminkten Lippen. Sie trägt ein grau-schwarzes Kleid. Im Vordergrund tasten zwei Männer. Der eine im gestreiften violetten Sweatshirt kniet hinter der Frau. Der andere, mit Sonnenbrille und großer Uhr, steht hinter ihr.

Beide lesen konzentriert die gestickte Punktschrift.

Bild 37

Eine Frau in hellen Jeans und weißem Pullover. Sie trägt ein markantes buntes Seidentuch, das ihrer ansonsten eher schlichten Kleidung etwas Besonderes verleiht. Sie hat langes, braunes Haar, das ihr über den Rücken fällt und trägt Ohrringe. Sie blickt zum rechten Bildrand. Vielleicht ist sie ein wenig verlegen oder gespannt was passiert? Sie scheint konzentriert darauf, dass sie gerade fotografiert wird und nimmt den Raum für sich ein. Im Hintergrund sind verschwommen die Wände des großen Saals zu sehen.

(Sophia)

Bild 38

Eine Frau in einem weißen langen Kleid. Ihr braunes Haar fällt auf ihre Schultern. Sie lächelt zurückhaltend und scheint ein paar Zentimeter über dem Boden zu schweben. Sie wirkt etwas verloren vor dem tristen Hintergrund des Saals. Verloren, in dem Sinne, dass ihre Anmut nicht zur braunen Holzvertäfelung des Raums passt, ein wenig als wäre sie einer anderen Situation entsprungen. Ihr Kleid ist sehr festlich und elegant, an ihren Füßen trägt sie schwarze feine Lederschuhe, die unter dem Stoff hervorschauen.

(Sophia)

Bild 39

Portrait einer Frau. Ihr Blick ist nach unten gerichtet. Sie wirkt nachdenklich und ein wenig melancholisch. Ihre braunen Haare fallen in ihr Gesicht und schützen sie vor allzu neugierigen Blicken. Ihre langen Wimpern werfen kleine Schatten über ihre halb geschlossenen Augen. Licht fällt durch ein großes Fenster des Saales. Im Hintergrund rechts die verschwommene Silhouette einer Frau mit braunen Haaren, die zu ihr aufschaut.

(Sophia)

Bild 40

Die schlanke Silhouette einer Frau. Sie trägt ein weißes Kleid, das ihre zarte Taille betont. Überall auf ihrer nackten Haut, auf ihren Schultern und Oberarmen wirft das einfallende Licht kleine Schatten. Zwei schlanke Hände mit schwarz lackierten Fingernägeln nähern sich ihrem Oberkörper.

(Sophia)

Bild 41

Die schwarz lackierten Fingernägel einer schlanken Hand betasten eine Frauentaille. Die gestickte Punktschrift ist auf dem weißen Kleiderstoff zu erkennen. Kleine feine Streifen führen die Taille hinab. Silberne Knöpfe halten die Korsage geschlossen. Ein sehr sinnliches Bild. Die Unschärfe der Einstellung lässt Raum, gibt aber nicht zu viel preis.

(Sophia)

Bild 42

Vier Hände betasten die weißen Streifen an einem Kleid. Zwei der Hände, die unterschiedlichen Personen gehören. Eine zarte mit dunkel lackierten Fingernägeln und eine breitere werden sich vielleicht die nächsten Augenblicke begegnen. Eine Hand hängt herunter. Ob sie wohl zu der Person in dem Kleid gehört?

(Sophia)

Bild 43

Eine wunderschöne junge Frau. Dunkelblond mit braunen Augen. Nur das Gesicht, der Hals und die nackte Schulter sind zu erkennen. Halblange Haare umrahmen das Gesicht. Sie lächelt anmutig, tugendhaft.

(Ewa Maria Slaska)

Bild 44

Von links kommen zwei auffallend lange zarte Frauenhände ins Bild, die einen weißen Streifen Stoff halten. Der Streifen ist auf ganzer Länge weiß bestickt. Er gehört zu einem Kleidungsstück, das schemenhaft undeutlich im Hintergrund zu sehen ist. Die Hände sind blass und gepflegt. Die scheinbar echten langen Fingernägel sind schwarz lackiert. Wir sehen die linke Handfläche und den rechten Handrücken. Sie halten ganz locker und zart den Streifen Stoff. Nur ein Finger berührt direkt die Stickerei. Der Streifen, den sie halten, verschwindet unscharf im Hintergrund.

(Katrin Heidorn)

Bild 45

Im Vordergrund, sehr nah, als ob sie direkt vor uns steht, ist eine schöne schlanke Frau. Im Hintergrund, über ihre nackte Schulter hinweg, ist unscharf ein Mann mit Sonnenbrille zu sehen. Beide schauen rechts zur Seite. Die Frau trägt eine weiße Korsage mit grauen Streifen, die in der Mitte markante silberne Verschlüsse hat. Ihr glattes braunes Haar ist nach hinten gestrichen, so dass es ihr linkes Ohr mit einem glitzernden Stein im Ohrläppchen freigibt. Sie neigt ihren Kopf leicht nach unten. Ihre Augen sind geschlossen.

(Karl Ahl)

Ein Kommentar

Eingeordnet unter schon beschrieben

Bildbeschreibung von Un Mannequin, Seite 17

Un Mannequin Seite 17

Un Mannequin Seite 17

Bildbeschreibung von Ella:

Bei dem vorliegenden Bild handelt es sich um eine schwarzweiß Fotografie.

Auf dem Bild sieht man das Gesicht einer Frau, welches zum größten teil von den Händen einer anderen Person überdeckt ist. Der Fokus der Kamera liegt auf dem Gesicht der Frau, die überdeckenden Hände erscheinen daneben eher etwas verschwommen und unscharf. Das Gesicht der Frau sieht sehr schön und ebenmäßig aus. Ihr Mund ist leicht geöffnet und man kann die beiden vorderen sehr geraden Zähne zwischen den Lippen sehen. Sie scheint die Berührung angenehm zu finden. An den Anfangspunkten der Augenbrauen liegen die Daumen der zweiten Person, die die Augen verdecken. Am oberen Rand des Bildes sind die dunklen sehr lockigen Haare der Frau im Mittelpunkt des Bildes zu erkennen. Die Finger der zwei, das Gesicht überdeckenden Hände, scheinen förmlich in die lockige Haarpracht zu gleiten. Die Person, deren Hände das Gesicht der Frau verdecken, trägt verschiedensten Schmuck. An der linken Hand trägt die zweite Person vermutlich eine Armbanduhr, auf dem Bild kann man nur die Unterseite eines Armbandes mit einem Verschluss erkennen. Am Daumen dieser Hand trägt sie einen Ring, der sehr glänzend aus dem Bild hervor tritt. Am Ringfinger der rechten hand trägt die Person auch einen Ring, allerdings liegt er nicht auf dem unteren Fingerglied, auf dem man Ringe normalerweise vermutet, er liegt knapp oberhalb des mittleren Fingerknochens auf dem Ringfinger. Im unteren rechten Bildrand sieht man die Ausläufer eines Tattoos, welches sich auf dem vorderen Unterarm oder etwas unterhalb des Handrückens der Person befindet. Der zu erkennende Teil des Tattoos erinnert mich an Hennaverzierungen der Hände bei Hochzeiten. Von beiden Händen sind jeweils nur Daumen Zeige- und Ringfinger in dem gewählten Bildausschnitt zu sehen. Die Hände liegen leicht auf dem Gesicht der Frau, es könnte fast der Eindruck entstehen, sie schweben einen Millimeter darüber.

Den ganzen Fotoroman mit weiteren Beschreibungen findet ihr hier.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter schon beschrieben