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100 Meisterwerke: 8. „Portrait der Natalia Vodianova“ von Paolo Roversi

Portrait Natalia Vodianova

Das Portrait ist 2003 von dem Fotografen Paolo Roversi aufgenommen  worden. Roversi ist seit Jahrzehnten in der Mode- und Portraitfotografie tätig und hat schon zahlreiche Models abgelichtet.  Auch bei diesem Portrait handelt es sich um ein Model – Natalia Vodianova (Natalja Michailowna Wodjanowa). Die heute 34-jährige ist ein bekanntes Gesicht in Werbekampagnen für große Mode Labels und bekannte Kosmetikmarken. Das Bild ist Teil einer als „Nudi“-Serie bezeichneten Bilderreihe, die neben  Natalia noch andere erfolgreiche Models enthält. Diese Serie wiederum ist Teil der Ausstellung Supermodells“ und wurde als Buch unter dem Titel „NUDI veröffentlicht.

Roversi legt hier seinen Fokus auf die Wirkung des Lichtes im Zusammenhang mit dem nackten Körper. Er arbeitet dabei mit dem Pigmentdruck. Dass Originalbild ist 135 x 110 cm groß. Das Portrait ist schwarz – weiß und im Hochformat.

Auf dem Bild ist der nackte Oberkörper einer jungen Frau, um die zwanzig, zusehen. Es handelt sich jedoch nicht um den kompletten Oberkörper, sondern nur um einen Ausschnitt bis zur Mitte des Rückens. Sie schaut direkt in die Kamera, ihr Oberkörper ist dabei jedoch eher abgewandt. Es wirkt, als ob sie eigentlich mit dem Rücken zur Kamera sitzt und sich dann leicht dreht, um über ihre rechte Schulter zurück zu schauen. Es ist somit nichts von Brust oder Bauch zuerkennen. Natalia trägt ihre leicht gewellten, dunkelblonden oder hellbraunen Haare offen. Sie reichen ihr bis zu den Achseln.  Ihre rechte Schulter ist nicht von den Haaren bedeckt und deutlich zusehen. Ihre Haut ist hell und sieht sehr gepflegt aus,. Außerdem liegt ein Schatten unter ihren Achseln, welchen sie selbst durch ihren rechten Arm verursacht.

Das Model hat ein sehr feines Gesicht, wobei ihre Augen sofort in den Fokus rücken. Da diese groß und klar wirken. Außerdem stechen sie zusätzlich hervor, da sie hell leuchten auf ganz natürliche und ungeschminkte Weise. Dabei sind ihre Wimpern kaum zu erkennen und die in Form gezupften Augenbrauen sind ihrer ovalen Augenform angepasst. Das Portrait ist generell sehr natürlich und Natalia wirkt ungeschminkt, ansonsten trägt sie keinerlei Schmuck und ihre Ohren sind vollkommen von ihren Haaren bedeckt. Sie hat volle Lippen, wobei Unter- und Oberlippe gleich proportioniert sind. Ihr Mund ist geschlossen und deutet weder ein Lachen noch traurig nach unten gezogen Mundwinkel an. Der Rest ihres Gesichtes passt sehr gut zum Gesamteindruck – Kinn, Nase und Stirn rücken eher in den Hintergrund und haben keine markanten Merkmale. Insgesamt ist sie vermutlich eher klein und zierlich gebaut.

Der grau melierte Hintergrund ist bei diesem Portrait unwichtig. Wie schon zuvor erwähnt, stechen die Augen sehr hervor und der Blick wirkt dabei intensiv. Sie wirkt zerbrechlich und vorsichtig.  Ich empfinde dieses Portrait als sehr gelungen und ästhetisch ansprechend.

Text: Mandy Buchwalsky

Bildquelle: Artprice.com

 

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100 Meisterwerke: 7. „Selbstportrait mit Lampionfrüchten“ von Egon Schiele

Selbstportrait mit Lampionfrüchten

Das „Selbstporträt mit Lampionfrüchten“ von Egon Schiele ist im Jahr 1912 entstanden und hängt heute im Leopoldmuseum in Wien. Das Gemälde wurde mit Öl und Deckfarben auf Holz angefertigt. Es hat die Maße 32,2 cm x 39,8 cm.

Das expressionistische Portrait zeigt einen jungen Mann vom Brustkorb aufwärts. Er nimmt etwa die Hälfte des gesamten Bildes ein und trägt ein schwarzes Hemd mit einem Kragen und einem schwarzen Unterhemd oder T-Shirt darunter. Die Abgrenzungen sind kaum zu erkennen, da beide Kleidungsstücke in sehr ähnlichen Schwarztönen ineinander übergehen. Die Musterung begünstigt die schwer erkennbaren Abgrenzungen. Sie wirkt linienförmig, als wäre das Hemd mit einem groben Borstenpinsel gemalt. Ein schwarzer Knopf ist im oberen Drittel des Oberkörpers erkennbar. Die Arme sind lediglich bis oberhalb der Ellenbogen zu sehen. Die Haltung des Mannes lässt vermuten, dass er die Arme zusammenführt und seine Hände sich, auf dem nicht sichtbaren Teil des Portraits, berühren. Der Hals ist vollständig zu sehen und die rechte Schulter ist hochgezogen und daher nicht auf einer Linie mit der Linken.

Das Haar des Mannes ist ebenfalls dunkelbraun bis schwarz. Es ist dichtes, voluminöses Haar, welches nicht in voller Gänze auf dem Bild zu sehen ist, da der obere Rand des Gemäldes mitten in der Frisur abschließt. Die Haare sind an den Seiten kürzer und werden mit einem Übergang nach oben hin länger. Die Stirn ist gänzlich zu sehen und über ihr noch ungefähr ein bis zwei Zentimeter der Frisur. Man erkennt die Fülle des Haars, jedoch nicht, wie weit sie noch in die Höhe gehen. Es ist glattes Haar.

Die Augenbrauen des Mannes sind auffällig schwarz und hochgezogen. Sie sind dünn mit einem Knick in der Mitte. Die rechte Augenbraue ist komplett zu sehen. Die andere nur zur Hälfte. Der Kopf ist leicht nach seiner linken Seite gedreht, so dass hauptsächlich die rechte Gesichtshälfte zu sehen ist. Es ist jedoch kein Profilbild, sondern nur etwas nach links geneigt, so dass von der linken Gesichtshälfte dennoch ein Teil des Auges, ein Teil der Augenbraue, der linke Wangenknochen und die Lippen in voller Gänze zu sehen sind. Es ist ein sehr auffälliges Profil mit einer markanten Nase. Sie zeigt mit der Spitze nach oben und hat große Nasenlöcher und große Nasenflügel, wobei nur der rechte Nasenflügel zu sehen ist und das linke Nasenloch lediglich im Ansatz. Das rechte Ohr ist rautenförmig, mit gerade verlaufenden „Spitzen“. Das linke Ohr ist nicht zu sehen.

Der Blick und die Haltung des jungen Mannes vermitteln einen etwas arroganten Eindruck. Er guckt den Betrachtenden direkt an. Da sein Kopf leicht nach links geneigt ist, befindet sich sein rechtes Auge ganz rechts außen. Er hat volle und leicht zugespitzte Lippen in bräunlicher Färbung. Ein Muttermal auf dem rechten Augenlid ist erkennbar. Die Augen sind offen und haben große Lider, eine schwarz-graue Iris, kurze Wimpern und Augenringe. Vom linken Auge ist nur die äußere Hälfte, die dem anderen Auge sehr ähnelt zu erkennen.

Die Haut des Mannes hat einen hellen Grundton. Sie ist mit verschiedenen bläulichen, gelblichen und bräunlichen Farbtönen durchzogen. Sie lassen die Grundfarbe der Haut durchscheinen. Es sieht aus als wäre Faschingsschminke wild auf der Haut verwischt worden. Teilweise entstehen durch die Farben Linien in seinem Gesicht, die sich zum Teil kreuzen und Flecken bilden. Auf dem Hals zum Beispiel ist eine Linie so ausgeprägt, dass sie der Zahl fünf stark ähnelt.

Der Hintergrund des Gemäldes ist hauptsächlich in einem schmutzigen Weiß gehalten. Wie beim Hemd wirkt die Farbe, als wäre sie mit einem groben Borstenpinsel aufgetragen worden. Auf der linken Seite des Mannes ist eine Pflanze mit drei dünnen Zweigen zu sehen, an denen vier vertrocknete Blätter und genauso viele orange-rote Früchte hängen. Drei der Früchte befinden sich am unteren Teil der Pflanze und eine weit oben. Sie sehen aus wie Physalisfrüchte, die auch Lampionfrucht genannt werden. Die Pflanze nimmt ungefähr ein Drittel des gesamten Bildes ein. Sie beginnt, wie der Mann, am unteren Bildrand und endet am oberen Bildrand. Es ist nicht zu erkennen, woraus sie wächst. Sie scheint kurz vor dem Vertrocknen zu sein.

Text: Esther Khiveh

Bildquelle: zeno.org

 

 

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100 Meisterwerke: 6. „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ von Jan Vermeer

Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge

Das Gemälde “Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge” wurde um 1665 in der Barockzeit von dem niederländischen Maler Jan Vermeer van Delft angefertigt. Das Portrait im Hochformat hat eine Größe von 45 x 40 cm und wurde mit Öl auf Leinwand gemalt. Derzeit befindet sich das Gemälde im Mauritshuis in Den Haag. Es ist als Schulterstück ausgeführt, so dass die Schulteransätze bis zu den Achseln zu sehen sind. Es zeigt eine schöne junge Frau, vermutlich um die 18 Jahre alt, mit heller Haut, dunklen Augen und vollen roten Lippen, die den Betrachtenden über die Schulter hinweg und mit leicht geöffnetem Mund direkt anschaut. Das Mädchen trägt einen auffälligen Turban, sodass die Haare nicht zu sehen sind.

Die Augen sind groß und rund und stehen leicht hervor, die Nase ist wohlgeformt mit einem langen, schmalen Nasenrücken, die Gesichtsform ist eher rund und das Kinn kurz. Die Augenbrauen sind nur ganz leicht angedeutet und kaum sichtbar. Dies lässt vermuten, dass sich unter dem Turban helle blonde oder rotblonde Haare verbergen. Die Augenfarbe liegt zwischen dunklem grau oder blau. Obwohl der Mund leicht geöffnet ist, sind die Zähne nicht erkennbar. Die junge Frau wirkt ungeschminkt und auf eine natürliche Weise schön. Ihr Blick ist freundlich, offen und ein wenig neugierig.

Man hat fast das Gefühl, das Mädchen möchte einen ansprechen. Das Gemälde wirkt dadurch wie eine Momentaufnahme. Der Bildhintergrund ist sehr dunkel, fast schwarz. Er verstärkt die helle Erscheinung des Mädchens, insbesondere die seines Gesichtes. Die Komposition ist so angelegt, dass sich Schulter­ und Rückenbereich der jungen Frau in der unteren Mitte und im rechten unteren Viertel des Gemäldes befinden. Der Kopf befindet sich in der Mitte der oberen beiden Drittel. Die Bereiche der beiden oberen Ecken, sowie der linken unteren Ecke sind mit der gleichen dunklen Hintergrundfarbe gefüllt.

Das Mädchen trägt eine bräunlich­gelbe Jacke, von der sich ein schmaler Streifen des darunter liegenden weißen Kragens deutlich absetzt. Ein kleines Stück des verdeckten langen Halses ist ebenfalls zu sehen. Zudem bildet die Jacke einen Kontrast zu dem blauen Turban, den sie um den Kopf gewickelt trägt. Der filigrane Turban besteht aus breitem leuchtend blauen Stoff. Er reicht von der Stirn bis zum Beginn des Hinterkopfes. Am Hinterkopf befindet sich ein kunstvoll geknotetes, gelbes Tuch, das aus dem Knoten heraus reicht. Dieses herabfallende Tuchende befindet sich am rechten äußeren Rand des Bildes und endet ungefähr auf Höhe der Schulter. Am unteren Ende hat das Tuch einen schmalen blauen Streifen als Abschluss. Hier wiederholt sich die blaue Farbe des Turbans noch einmal. Der Turban ist ein Zeichen für das in der damaligen Zeit vorhandene Interesse an der morgenländischen Kultur infolge der Türkenkriege. Im 17. Jahrhundert waren Turbane deshalb ein beliebtes und weit verbreitetes Accessoire in Europa.

Besonders auffällig ist die einzelne, große, weiß glänzende Perle am Ohrring des Mädchens, die diesem Gemälde auch seinen Namen gab. Es handelt sich dabei um einen Hängeohring mit einer augapfelgroßen Perle, die aus der Schattenzone des Halses hervorsticht und im Licht leicht silbern funkelt. Der Anhänger des Ohrrings ist hingegen nicht zu sehen.

Inspiriert von dem Gemälde, veröffentlichte Tracy Chevalier 2001 ihren Roman „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“, in dem sie eine fiktive Lebensgeschichte des unbekannten Models erzählt. 2003 wurde das Buch erfolgreich verfilmt.

Text: Mirjam Knes-Zierold

Bildquelle: Wikimedia

 

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Kunst begreifen – Diesen Samstag in der Villa Oppenheim, Berlin

 

Am Samstag, dem 18. Juni findet um 11:30 Uhr eine Tastführung durch die Kunstsammlung Charlottenburg zu Skulpturen und Gemälden von Frauen aus dem 19. und 20. Jahrhundert in der Villa Oppenheim in Berlin statt. In einer Führung mit der blinden Kunsthistorikerin Anja Winter machen sie Bekanntschaft mit ausschließlich weiblichen Skulpturen aus Holz, Bronze und Marmor. Anfassen ist ausdrücklich erlaubt! Des Weiteren wurde in Zusammenarbeit mit dem ABSV „Die Näherin“ (Edmund Harburg , 1886) mit Experten ausgearbeitet, sodass das einstige Ölgemälde der Ausstellung nun als dreidimensionales Tastbild wahrgenommen werden kann. Die Materialvielfalt lässt auch Blinde und sehbehinderte Besuchende in das Geschehen eintauchen!

Gäste, die bereits an Tastführungen in der Villa Oppenheim teilgenommen haben und Besuchende, denen die Kunst dieses Museums bislang noch unbekannt ist, sind gleichermaßen willkommen!

Details:

Wann: Samstag 18. 6. 11:30 Uhr

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Ort: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim, Schloßstraße 55 / Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin

Kosten: Führung 5,00 Euro, Eintritt frei, Begleitperson frei Leitung und Anmeldung: Anja Winter, Tel.: 030 76 76 99 09 (auch AB), E-Mail: tastkunst@gmx.net

Fahrverbindung: Bus 109, 309, M45; U-Bahn U2 bis „Sophie-Charlotte-Platz“ oder U7 bis „Richard-Wagner-Platz“

Weitere Führungen: Samstag, 17. September

Wir freuen uns über Erfahrungsberichte und Eindrücke an picdesc@gmail.com

 

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100 Meisterwerke: 1. „Porträt der Simonetta Vespucci“ von Sandro Botticelli

Portrait der Simonetta

Simonetta Vespucci, „die schönste Frau von Florenz“, taucht in vielen Sandro Botticelli-Werken auf. Zum Beispiel in „Die Geburt der Venus“. Das hier beschriebene Gemälde ist ein Portrait der Simonetta. Es existieren noch andere Versionen. Dieses Bild hängt in Berlin, in der Gemäldegalerie. Es entstand zwischen 1475-1480 in Italien.

Das Bild ist im Hochformat mit den Maßen 47,5 × 35 cm. Es wurde in Tempera Technik auf Holz gemalt. Die Farben sind kräftig und wurden in detaillierten Pinselstrichen aufgetragen.

Dargestellt ist eine Frau im Linken Seitenprofil bis unter die Brust. Sie nimmt den rechten Teil des Bildes von der Mitte bis zum Rand ein. Am linken Rand und über ihrem Kopf sind einige Zentimeter Hintergrund zu sehen.

Die Frau ist schätzungsweise Mitte bis Ende zwanzig, mit blond-braunem, langem Haar, das ihr bis zum Ellenbogen reicht. Der Pony ist vorne etwas kürzer und wird zum Kinn hin länger. Vier weiß –grau schimmernde Perlen sind dicht an der Kopfhaut in ihr Haar eingeflochten. Das Haar ist in der vorderen Partie locker zusammen gehalten und am Hinterkopf mit einem schwarzen Band zu einem Dutt gebunden. Die untere Haarpartie ist aufgeteilt in einen schmalen, geflochtenen Zopf über der Schulter in den weitere kleine Perlen eingearbeitet sind und einen zweiten Zopf, der bis zur Hälfte mit dem schwarzen Band in Kreuz-Technik verflochten ist und hinten gerade am Rücken herunter fällt.

Die Frau zeigt keinerlei Mimik und ihr Blick richtet sich geradeaus und etwas nach unten. Sie wirkt, als ob sie in Gedanken versunken ist. Ihr Gesicht ist zart und schmal und auf ihrer ebenmäßigen Haut sind vereinzelte Sommersprossen erkennbar. Die Stirn ist hoch und die Augenbrauen sind zu schmalen Bögen gezupft wurden. Die Simonetta hat hohe Wangenknochen und es wirkt als trage Sie dezent rosa Lippenstift und passenden Lidschatten. Das Kinn ist kurz und rund. Ihre Nase ist eher schmal und länglich. Ihre schmalen, gleichförmigen  Lippen harmonieren miteinander. Die Augen sind mandelförmig und grau-grün.

Die Simonetta trägt ein Kleid, welches vorne einen schwarzen, mit feinen weißen Quernähten versehenen „Latz“ hat. Der sichtbare Teil des Kleides ist in einem rot-orange Ton gehalten. Der Halsausschnitt ist groß und rund und die Puffärmel fangen erst am Rand der Schultern an. Sie trägt eine feine, dunkle Kette wie aus dünnem Leder, welche doppelt um ihren Hals gelegt ist. Eng unter ihrem Kinn liegt ein Teil der schwarzen Schnur, mit der ihr Haar gehalten wird.

Im Hintergrund des Gemäldes ist im linken oberen Teil ein hellblaues Rechteck zu sehen. Es könnte sich um den Ausschnitt eines Fensters mit dunklem Holzrahmen handeln. Dieses Rechteck reicht in Augenhöhe bis zum Hinterkopf und oben bis zum Rand des Bildes. Der dunkle Rahmen ist durch graue Erhöhung plastisch hervorgehoben. Der übrige Teil des Hintergrunds ist schwarz. Es wirkt, als schauten die Augen aus dem Fenster in den Himmel.

Die Simonetta Vespucci ist eine junge Frau mit einer schönen Figur, langen, vollen Haaren und einem hübschen Gesicht. Der für die Zeit modischen Kleidung und ihrer kunstvollen Frisur nach zu urteilen, gehörte sie zur italienischen Oberschicht des fünfzehnten Jahrhunderts.

Text: Jenny Kraus

Bildquelle: Wikimedia

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Eine Ausstellung, in der Portraits von zweien von uns hängen

Barbara Fickert hat uns auf eine Ausstellung im Bethanien, in Berlin-Kreuzberg aufmerksam gemacht, in der u.a. Portraits des Fotografen Uwe Schumacher von ihr und Silja Korn hängen. Ausstellungen im Bethanien sind immer sehr nett, kommt also!

Zur Ausstellungseröffnung am 8. April 2016 um 19 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Blickwechsel

Fotografie nach der Werkstatt für Photographie

Wolf Abraham, Maren Baldeweg, Aline Calmet, Stefan Doß, Peter Fischer-Piel, Bernd Große, Ania Kaszot, Torsten Kröger, Heike Reichenstein, Uwe Schumacher, Frank Seeger, Kirsten Steiner, special guest Friedhelm Denkeler

Vernissage: 8. April 2016, 19 Uhr, Ausstellungsdauer vom 9. – 17. April 2016 Öffnungszeiten: täglich 14 – 20 Uhr, Sa. u. So.: 12 – 20 Uhr, bei Veranstaltungen bis 23 Uhr

Ort | Anfahrt

Studio 1 im Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin-Kreuzberg Bus 140 Station Mariannenplatz, U1/U8 Kottbusser Tor

Veranstaltungen

Werkstattgespräch – Führung durch die Ausstellung: Dienstag, 12.04. 2016, ab 18 Uhr

Podiumsdiskussion: Donnerstag, 14.04. 2016, 19 Uhr. Teilnehmer*innen: Rüdiger Flöge (Leiter der vhs-Photogalerie in Stuttgart), Dr. Enno Kaufhold (Fotohistoriker), Ursula Kelm (Fotografin und Dozentin), Thomas Michalak (Dozent am Photocentrum), NN Moderation: Edda Wilde

Finissage: Sonntag, 17. April 2016, ab 18 Uhr Tanzperformance „Bildwechsel“ Die Tenzer Weitere Informationen: http://www.werkstattfürphotographie.de

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