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Vor und hinter dem Zaun von Mary

3 Menschen vor einem Zaun

Bei diesem Bild handelt es sich um eine Portraitfotografie, welche bei unserem Fotoseminar auf dem Tempelhofer Feld im Juni 2015 von Mary aufgenommen wurde.

Das zentrale Motiv des Fotos – drei Personen, die mit dem Rücken zur Kamera vor einem hohen Stahlgitterzaun stehen – zieht sich wie ein breiter Streifen durch die Mitte des Bildes. Man könnte sagen, das ganze Bild ist streifenartig aufgebaut.

Die untere Kante beginnt mit einem rauen Asphaltstreifen, der von einem schmalen unregelmäßigen Grünstreifen durchbrochen ist. Wieder einmal haben es die Kräfte von Frost und Hitze geschafft einige Nischen und Ritzen als Bett für die Samen der Gräser und Wiesenkräuter zu bereiten.

Dann beginnt der weiße Stahlgitterzaun, dessen Füße sich ca. aller zwei Meter in die Asphaltdecke bohren. Diese verläuft hinter dem Zaun noch ein bis zwei Meter weiter, bis massive Betonbodenplatten das Kommando übernehmen und eine weitreichende Fläche bedecken. In einiger Entfernung begrenzt ein langgezogenes, mächtiges Gebäude das Areal. An der mittleren Gebäudefront sind große, weiße Lettern angebracht, aus denen sich bei ganz genauem Hinsehen die Worte „Berlin Tempelhof“ entziffern lassen. Das Erdgeschoss sieht aus wie eine Aneinander-Reihung von Garagentoren, bzw. Anlieferungsabschnitten.

Darüber erstreckt sich der graublaue Himmel – Übergänge zwischen Schleierwolken und freien Flächen verschmelzen ineinander.

Im mittleren Bildabschnitt, direkt am Zaun stehen eine Frau, ein Mann und noch eine Frau. Alle drei mit erhobenem linkem Arm, greifen in das Stahlgitter und scheinen auf das Objekt, oder auch das weite Feld hinter dem Zaun zu blicken. Das „Objekt“ befindet sich ca. 5-10 Meter hinter dem Zaun und lässt sich genauer beschreiben als ein dunkler Wagen, ähnlich einem BMW Kombi, dessen Fensterscheiben an allen Türen heruntergelassen sind. Die Person am Steuer ist nur eingeschränkt erkennbar: männlich, kurzes Haar, trägt eine dunkle Sonnenbrille, der linke Arm auf dem Türrahmen aufgestützt, die Hand lässig aus dem Fenster hängend. Weitere Insassen lassen sich nicht erkennen. Es ist anzunehmen, dass das Fahrzeug sich in Bewegung befindet – eine Parkposition wirkt in dieser Situation an diesem Ort eher ungewöhnlich – wodurch das Bild irgendwie eine stille Dynamik bekommt.

Das wehende dunkelblonde Haar der beiden weiblichen Personen verrät eine leichte Brise, wobei das der linken Frau offen über die ihre rechte Schulter fällt, währen das etwas lockigerer der rechten zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden ist. Ebenfalls signifikant ist, dass alle drei Personen eine mittelgroße Umhänge-Tasche tragen. Die der linken ist schwarz und hängt locker und gerade über der rechten Schulter – so locker, dass man meinen könnte, sie gleite im nächsten Augenblick herunter. Schräg über den Rücken der männlichen Person hängt die etwas robuster aussehende blau-schwarze Tasche. Die Frau auf der rechten Seite schließlich trägt ihre schräg über der linken Schulter. Sie ist hellbraun und wirkt abgenutzt.

Alle drei tragen Sommerkleidung in Blautönen. Die erste ein marineblaues Kleid, darunter eine schwarze Leggings, die oberhalb der Knöchel endet. Ihre Schuhe verschwinden hinter den Gräsern. Darauf folgt der Mann in legeren dunkelblauen T-Shirt und Jeans. Die Schuhe durch das Gras ebenfalls kaum erkennbar. Außerdem scheint er irgendein schwarzes Bündel in der rechten Hand neben dem Körper zu umklammern. Die Frau mit der braunen Tasche trägt über einem längeren schwarzen Shirt ein kurzärmliches dunkelblaues Häkeljäckchen, eine weiß geblümte Leggings und schwarze Sneaker mit einem lachsfarbenem ovalen Streifen oberhalb der Fersen.

Die Szene ist keine alltägliche, natürliche, und dennoch verlangt sie nach einer Erklärung oder einer fantasievollen Interpretation.

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Silja und die Katze

Eine Frau mit Sonnenbrille betastet eine Steinskulptur im Park

Die Katze begreifen.

Im Rahmen des Fotoworkshops besuchten wir im Juli den Britzer Garten, um dort zu fotografieren. Auf einer Wiese stand eine Steinskulptur. Von Weitem konnte man nicht ausmachen was es darstellen sollte. So entschieden wir nah genug heranzugehen, um herauszufinden was es ist.

Beim betrachten mit meinen Händen erfasste ich erst wie hoch und breit sie war. Ich musste mich auf die Zehenspitzen stellen und gleichzeitig meinen Arm weit nach oben schieben, sodass ich mit der Hand den oberen Rand der Skulptur erreichen konnte. Dabei merkte ich, dass sie um einiges höher war als ich. Ich umrundete sie, damit ich mit den Fingern überhaupt feststellen konnte, wie breit sie im Ganzen ist.

Wahrscheinlich hätte ich so gar keinen Eindruck erhalten, wie weit der Umfang von ihr ist. Denn ich erkannte dabei erst, das sie sich ja auf einem Sockel befand. Ohne Beschreibung der Anderen hätte ich wohl keinesfalls herausfinden können um was es sich da möglicherweise handelt. Die / der Bildhauer/in, hat eine Katzendarstellung in einen Steinblock gemeißelt. Sie hob sich von der rauen Oberfläche des Steinblocks kaum haptisch ab. Dadurch konnte ich die eingemeißelte Figur nicht ermitteln. Ich hielt Ausbuchtungen für ihre Schnauze, Ohren, ….., was dem nicht so war. Erst als mir die anderen von der Gruppe mir mit meinen Händen zeigten, was wo ist, begriff ich die Darstellung immer mehr und konnte mir so dann darunter auch etwas vorstellen.

Dabei wurde mir klar, wie wichtig es doch ist, wie man etwas beschrieben bekommt und wie man noch gleichermaßen selbst mit seinen Händen zusätzlich etwas ermittelt um sich dann seine eigene Vorstellung bilden zu können. Anderenfalls bliebe so manches für mich verborgen und der Steinblock eben nur ein Steinblock!

Beschreibung von Sarah:

Das hier beschriebene Foto ist im Britzer Garten entstanden. Auf dem Bild ist Silja zu sehen, die vor einer etwa zwei Meter hohen Skulptur steht und diese mit beiden Händen abtastet. Die Fotografin hat sich bei der Aufnahme für die Seitenansicht von Person und Skulptur entschieden. Die Skulptur füllt die rechte Bildhälfte aus. Die gewählte Perspektive ermöglicht dem Betrachter die vordere und die seitliche Ansicht der Skulptur. Sie ist aus hellgrauem Stein gearbeitet. Die Figur steht mit einem breiten Sockel auf einer Wiese. Der Sockel ist auf der Vorderseite eingekerbt, so dass visuell der Eindruck entsteht, es seien Pfoten. Er springt auf der Vorder- und Rückseite etwas hervor, weiter nach oben gehend verjüngt sich die Figur, die dann auf eine Länge von ca. 30 Zentimetern relativ gleichmäßig geformt ist. Nur über der Stelle, an der sich am Sockel die Einkerbung für die Pfoten befindet, ist der Stein auch leicht eingekerbt, jedoch wesentlich weniger als am Sockel. Auf Brusthöhe springt der Stein wieder hervor. Es treten zwei etwa rechteckige Flächen hervor, die mit kleinen Schlitzen versehen sind. Diese Rechtecke sind so angeordnet, dass sie wie Augen wirken. Unterhalb dieser angedeuteten „Augen“ ist eine weitere rechteckige Steinfläche zu sehen, die sich in die Gesamterscheinung der Skulptur als Schnauze einfügt. Über den Augen befindet sich ein kleiner ca. zehn Zentimeter großer Bereich, der oben abgerundet ist und auch etwas hervorsteht. Dieser Bereich erscheint bei der Betrachtung als Stirn. Oben auf dem Kopf befinden sich zwei Ohren, die wie Dreiecke mit abgeschnittener Spitze aussehen. Sie sind etwas weiter hinten auf dem Kopf angeordnet. Insgesamt sieht die Skulptur aus wie eine große sitzende Katze im Comicstil.
Vor der Figur steht Silja. Sie ist mit ihrem Körper der Figur zugewandt. Den Kopf dreht sie in Richtung Kamera. Sie hat beide Hände auf die Figur gelegt, ihre linke Hand berührt die Stirn der Katze. Silja ist kleiner als die Figur und muss den linken Arm nach oben strecken, um die Stirn zu erreichen. Die rechte Hand berührt nur mit dem Zeigefinger das Gesicht der Katze. Die Hand befindet sich etwas oberhalb des linken Auges der Katze. Den rechten Arm hat Silja leicht angewinkelt. Silja ist mit schwarzen Schuhen und einer schwarzen, eng anliegenden Hose bekleidet. Außerdem trägt sie eine rosafarbene, vorne rund verlaufende Strickjacke mit dreiviertel Ärmeln. Die Jacke ist mit einem schwarzen Strichmuster abgesetzt. Des Weiteren trägt Silja eine weiße runde Sonnenbrille mit einer Plastikschleife an jedem Bügel. Über die linke Schulter trägt sie eine schwarze Tasche. Sie hat dunkles, kurzgeschnittenes Haar, über das sich ein roter Schimmer zieht. Am linken Handgelenk trägt sie eine Uhr, von der nur das schmale schwarze Armband sichtbar ist. Die Fingernägel hat sie ebenfalls in einem rosa Ton lackiert. Hinter der Skulptur und Silja befinden sich Bäume und ein Stück Wiese.

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„Meike im schönen Britzer Garten – Berlin“

Eine Frau, inmitten vieler grüner Büsche und Bäume

Bildbeschreibung von Stephie

Im Hintergrund befinden sich Bäume mit saftig grünen Blättern.
Hinter den Bäumen ist noch ein blauer Himmel zu erkennen.

Einer der schätzungsweise vier Bäume zeigt einen Stamm.
Die Stämme wirken auf dem Bild wie schwarz. Es sind zwei große und ein etwas schmalere Stämme zu sehen.

Von den anderen Bäumen sind hauptsächlich die Blätter, also die Kronen zu sehen.

Im Vordergrund stehen Meike und die wunderschönen weißen Hortensien.

Meike ist mittig im Bild lächelnd zu sehen.
Sie trägt braunes, schulterlanges Haar.
Der Pony trägt sie nach rechts gekämmt.
Ihre großen braunen Augen strahlen gut erkennbar auf dem Bild.

Mit der rechten Hand hält sie eine Hortensie und schiebt diese leicht in Richtung ihres Gesichtes.
Ihr Shirt ist nur leicht zu sehen. Hellblaue und Dunkelblaue Streifen blitzen durch den Busch.

Das Bild wirkt frisch, freundlich und ist sehr grün.
Ein wirklich schönes Sommerbild.

Hortensien sind Blumen, welche grüne Blätter und Kelchartige Blüten haben.
Die Blüten sind häufig in einer ballartigen Form zu sehen.

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Noch ein Bild aus unserem Fotoseminar für Blinde

Das grün geschminkte Gesicht einer Frau vor einem rötlichen Hintergrund

Beschreibung von Serap:

Als vorab Information: Dieses Foto wurde auf dem Tempelhofer Feld von Rose aufgenommen.
Auf dem Bild ist Linda zu sehen. Sie liegt auf einem grauen Asphalt. Ihr Kopf- bis Nackenbereich liegt auf einem rötlichen bis himbeerfarbenen Kreis, welcher auf den Asphalt gemalt wurde. Der Asphalt um den Kreis herum ist dunkelgrau und übersät von weißen sehr kleinen weißen Punkten. Der Kreis und die himbeerfarbene Farbe ist an den Rändern rissig.
Linda liegt mit geschlossenen Augen mit ihrem Kopf auf diesem Kreis, ihr Gesicht und der Ansatz ihres Halses sind neon-grün geschminkt, die Ohren sind ungeschminkt. Ihre rötlichen Haare sitzen locker am Kopf. Sie trägt kleine Ohrstecker. Sie hat einen neutralen bis friedlichen Gesichtsausdruck. Ihre Lippen wurden beim Schminken ebenfalls ausgespart.
Um ihren schmalen Hals trägt sie eine silberne Kette mit einem dunkelgrünen Anhänger in Form einer Schildkröte. Die Kette liegt schief an ihrem Hals und auf ihrer Brust. Der Verschluss der Halskette ist nach vorne gerutscht und ist sichtbar.
Sie trägt ein hell gelbliches Tanktop. Auf der linken Seite guckt ein Teil eines weißen Trägers unter dem Tanktop hervor. Ihre Arme liegen gerade an ihrem Körper an und sind nur zu einem viertel sichtbar, die Ellenbogen sind nicht mehr zu sehen.
Das Bild ist etwas asymmetrisch, die linke Seite ist nur zum Teil auf dem Bild, so ist z.B. Lindas rechter Oberarm nur teilweise sichtbar, während der Linke vollständig auf dem Bild ist. Auch der oben beschriebene Kreis auf dem Asphalt ist leicht abgeschnitten.
Die Farben sind leuchtend und das Bild ist bei (schönem) Tageslicht aufgenommen worden.

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Zehra und die Schaukel – Reise in die Kindheit Teil 2

Eine lachende Frau auf einer Schaukel

Bild: Susanne, Text: Tatjana
Schließe Deine Augen und folge uns weiter zum nächsten Ziel unserer Reise in die Kindheit…
Dazu haben wir uns einen wunderschönen Spielplatz ausgesucht.
Ein Ort, den wohl jedes Kind als schön empfindet. Er liegt inmitten eines schattigen Parks, was uns die Hitze des Tages erträglicher macht. Ebenso dämpft das Grün die Geräusche der Großstadt. Es ist außer den fröhlichen Kinderstimmen und den Vögeln kaum etwas zu hören. Dazu liegt der Duft des Frühsommers in der Luft.
Beim Rundgang über diesen Spielplatz ist es die Schaukel, die es uns angetan hat. Und so entscheiden wir uns diese als „Bühne“ für unser nächstes Bild mit Zehra zu nutzen.
Zehra ist eine junge Frau, die für unsere Fotos die Hauptrolle übernommen hat.

Daher sehen wir sie zentral im Bild in Großaufnahme, auf einer Schaukel sitzend.
Sie scheint in einem sehr fröhlichen Moment fotografiert worden zu sein, denn ihr Gesicht strahlt aus tiefstem Herzen, sodass sich um ihre Augen herum zahlreiche Lachfältchen gebildet haben, und sich um ihre Mundwinkel tiefe Grübchen zeigen. Das Lachen ist so offen und ehrlich, dass es fast ansteckend wirkt…

Auffällig ist, dass das gesamte Bild von einer Unschärfe überlagert ist – scheinbar, da die junge Frau während der Schaukelbewegung fotografiert wurde. Die Unschärfe des Bildes könnte von der Fotografin gewollt oder unbeabsichtigt durch die Bewegung der Schaukel entstanden sein. Egal wie, sie vermittelt genau das was wir wollen, ein Gefühl von Leichtigkeit und Dynamik, fast ein bisschen als könnten wir selbst auf der Schaukel mitschwingen.

Zehra ist zierlich und hat ein sehr südländisches Aussehen.
Ihre Haare sind schulterlang, sehr dunkel – fast schwarz und leicht gelockt. Die junge Frau trägt ihre Haare offen. Dadurch sehen wir ihr ganzes Gesicht das ebenso zierlich und oval geformt ist.
Ihr Blick ist etwas zur Seite gewandt, weshalb wir Zehra leicht im Halbprofil sehen und ihr Ohr zu sehen ist. In diesem trägt sie einen Ohrring mit Anhänger – einen in Silber gefassten türkisfarbenen Schmuckstein. Die gleiche Optik spiegelt sich auch in der Kette wider, die sie um ihren Hals trägt.

Mit der rechten Hand hält sich Zehra an der Kette der Schaukel fest, während sie in ihrer linken Hand eine wunderschöne große, tiefrote Rosenblüte hält.
Gekleidet ist Zehra mit einem sommerlichen Oberteil, das sofort den Blick auf sich zieht, da es besonders auffällig gemustert ist. Leuchtend bunte Blüten sind auf einen tiefschwarzen Hintergrund gestickt. Die leuchtenden intensiven Farben des Oberteils und das tiefe Rot der Blüte stechen stark aus dem Bild hervor.

Im Hintergrund des Bildes sehen wir fast über das gesamte Bild verteilt die beige Sandfläche auf der sich die Schaukel befindet. Dahinter lässt sich ganz oben im Bild ein kleines Stück einer grünen, aus Blättern bestehenden Hecke erkennen.

Das Bild strahlt durch die Bewegtheit, in der sich Zehra auf der Schaukel befindet, sehr viel Freude und dynamische Leichtigkeit aus, die sich auch in ihrem vor Freude strahlenden Gesicht widerspiegelt. Die leichte Unschärfe lässt die Gesichtszüge der Frau sehr weich erscheinen und lässt sie in einer fast makellosen Schönheit erstrahlen.
Und so sitzt da sicherlich in ihrem Inneren die Erinnerung, an einen schönen Sommertag in der Kinderzeit, mit auf der Schaukel… Erinnern Sie sich auch wieder?

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Das Mädchen und der Junge von Silja

Eine junge Frau und ein junger Mann sitzen auf einem weißen Tisch vor einer weißen Wand.

Beschreibung von Stefan:

Die Aufnahme erfolgte frontal. Der Hintergrund ist völlig weiß, es ist eine Wand in einem Raum, sie scheint glatt zu sein, ohne jegliche sich abzuzeichnende Struktur. Das Mädchen sitzt, für den Betrachter, rechts vom Jungen, der Junge links vom Mädchen. Sie heißt Julia, er Stefan. Sie sitzen beide auf einem Tisch, nicht direkt aufrecht, sich auch nicht an die Wand anlehnend, eher locker, etwas spannungslos.

Die Tischplatte ist ebenfalls weiß aber etwas dunkler als die Wand, vielleicht ein Altweiß. Das Bild ist leicht verschwommen, doch kann man alles erkennen. Der Tisch steht, mit einer der beiden Längsseiten direkt an der Wand. Die Beine der beiden porträtierten hängen an der anderen Längsseite, Knie abwärts, herunter.

Stefan ist direkt in der Bildmitte, zentral. Zöge man eine vertikale Mittelachse, so würde sie Stefan fast genau zweiteilen. Rechts hätte man Stefans rechte Körperhälfte und Julia, links den Rest. Julia dominiert die rechte Bildseite. Links von Stefan, ist nur weiße Wand und leichte Verschattungen an dieser, von den Protagonisten, zu sehen. Stefans Kopf, genauer gesagt sein geschlossener Mund, stellt fast den Mittelpunkt des Bildes dar. Würde man eine horizontale Mittelachse durch das Bild ziehen, so würde sie die Köpfe vom Rest der Körper trennen. Durch diese Asymmetrie wirkt das Bild dynamisch, durch die leichte Unschärfe gleichzeitig weich.

Die ausschließlich natürliche Lichtquelle kommt von der rechten Bildseite her. Es ist das Tageslicht, welches durch die Fenster in dem Raum, fällt. Es wirkt als wäre es gedämpft, kein direkter Sonnenschein, eher bewölkt, bedeckt. Sehen kann man die Fenster, durch die das Licht fällt, nicht.

Julia trägt ein schwarzes „Longsleeve“, ein langärmliges T-Shirt, sowie eine kurze, die Farbe sich kaum von der der Tischplatte zu unterscheidende, Hose. Die Hose ist kurz, ziemlich kurz. Sie endet im oberen drittel der Oberschenkel. Doch ist sie nicht zu kurz, kein „Hotpants“, nicht hauteng, eher sportlich. Stefan trägt eine graue Jeans, ein graues T-Shirt mit einer vertikal aufgedruckten, an eine Amerika Flagge erinnernde Flagge, unter einem, vollends geöffnetem Kapuzenpullover mit Reizverschluss, welcher aus Baumwolle besteht und dunkel blau ist. Er hält seine Hände locker zwischen seinen Oberschenkeln. Sie, ihre rechte Hand auf die linke gelegt, ebenfalls, auf ihren überschlagenen, Oberschenkeln. Ihre Schultern berühren sich.

Stefan schaut, mit einem verlegenen Lächeln und einem, leicht von Julia abgewandtem und leicht nach unten geneigtem Kopf, zu Boden. Julia schaut mit offenem Mund, lächelnd, knapp links an der Kamera vorbei.

Julia ist blond. Sie hat abgestuftes, an den längsten Stellen schulterlanges, offenes, leicht, im unterem bereich gewelltes, Haar. Stefan hat dunkles, langes, zu einem Zopf, welchen man nur erahnen kann, zusammengebundenes Haar. Er trägt einen schwarzen, cirka ein bis zwei Zentimeter langen Vollbart.

Die Stimmung scheint aufgelockert und entspannt zu sein.

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