Archiv des Autors: karsten

Noch ein Bild aus unserem Fotoseminar für Blinde

Das grün geschminkte Gesicht einer Frau vor einem rötlichen Hintergrund

Beschreibung von Serap:

Als vorab Information: Dieses Foto wurde auf dem Tempelhofer Feld von Rose aufgenommen.
Auf dem Bild ist Linda zu sehen. Sie liegt auf einem grauen Asphalt. Ihr Kopf- bis Nackenbereich liegt auf einem rötlichen bis himbeerfarbenen Kreis, welcher auf den Asphalt gemalt wurde. Der Asphalt um den Kreis herum ist dunkelgrau und übersät von weißen sehr kleinen weißen Punkten. Der Kreis und die himbeerfarbene Farbe ist an den Rändern rissig.
Linda liegt mit geschlossenen Augen mit ihrem Kopf auf diesem Kreis, ihr Gesicht und der Ansatz ihres Halses sind neon-grün geschminkt, die Ohren sind ungeschminkt. Ihre rötlichen Haare sitzen locker am Kopf. Sie trägt kleine Ohrstecker. Sie hat einen neutralen bis friedlichen Gesichtsausdruck. Ihre Lippen wurden beim Schminken ebenfalls ausgespart.
Um ihren schmalen Hals trägt sie eine silberne Kette mit einem dunkelgrünen Anhänger in Form einer Schildkröte. Die Kette liegt schief an ihrem Hals und auf ihrer Brust. Der Verschluss der Halskette ist nach vorne gerutscht und ist sichtbar.
Sie trägt ein hell gelbliches Tanktop. Auf der linken Seite guckt ein Teil eines weißen Trägers unter dem Tanktop hervor. Ihre Arme liegen gerade an ihrem Körper an und sind nur zu einem viertel sichtbar, die Ellenbogen sind nicht mehr zu sehen.
Das Bild ist etwas asymmetrisch, die linke Seite ist nur zum Teil auf dem Bild, so ist z.B. Lindas rechter Oberarm nur teilweise sichtbar, während der Linke vollständig auf dem Bild ist. Auch der oben beschriebene Kreis auf dem Asphalt ist leicht abgeschnitten.
Die Farben sind leuchtend und das Bild ist bei (schönem) Tageslicht aufgenommen worden.

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Zehra und die Schaukel – Reise in die Kindheit Teil 2

Eine lachende Frau auf einer Schaukel

Bild: Susanne, Text: Tatjana
Schließe Deine Augen und folge uns weiter zum nächsten Ziel unserer Reise in die Kindheit…
Dazu haben wir uns einen wunderschönen Spielplatz ausgesucht.
Ein Ort, den wohl jedes Kind als schön empfindet. Er liegt inmitten eines schattigen Parks, was uns die Hitze des Tages erträglicher macht. Ebenso dämpft das Grün die Geräusche der Großstadt. Es ist außer den fröhlichen Kinderstimmen und den Vögeln kaum etwas zu hören. Dazu liegt der Duft des Frühsommers in der Luft.
Beim Rundgang über diesen Spielplatz ist es die Schaukel, die es uns angetan hat. Und so entscheiden wir uns diese als „Bühne“ für unser nächstes Bild mit Zehra zu nutzen.
Zehra ist eine junge Frau, die für unsere Fotos die Hauptrolle übernommen hat.

Daher sehen wir sie zentral im Bild in Großaufnahme, auf einer Schaukel sitzend.
Sie scheint in einem sehr fröhlichen Moment fotografiert worden zu sein, denn ihr Gesicht strahlt aus tiefstem Herzen, sodass sich um ihre Augen herum zahlreiche Lachfältchen gebildet haben, und sich um ihre Mundwinkel tiefe Grübchen zeigen. Das Lachen ist so offen und ehrlich, dass es fast ansteckend wirkt…

Auffällig ist, dass das gesamte Bild von einer Unschärfe überlagert ist – scheinbar, da die junge Frau während der Schaukelbewegung fotografiert wurde. Die Unschärfe des Bildes könnte von der Fotografin gewollt oder unbeabsichtigt durch die Bewegung der Schaukel entstanden sein. Egal wie, sie vermittelt genau das was wir wollen, ein Gefühl von Leichtigkeit und Dynamik, fast ein bisschen als könnten wir selbst auf der Schaukel mitschwingen.

Zehra ist zierlich und hat ein sehr südländisches Aussehen.
Ihre Haare sind schulterlang, sehr dunkel – fast schwarz und leicht gelockt. Die junge Frau trägt ihre Haare offen. Dadurch sehen wir ihr ganzes Gesicht das ebenso zierlich und oval geformt ist.
Ihr Blick ist etwas zur Seite gewandt, weshalb wir Zehra leicht im Halbprofil sehen und ihr Ohr zu sehen ist. In diesem trägt sie einen Ohrring mit Anhänger – einen in Silber gefassten türkisfarbenen Schmuckstein. Die gleiche Optik spiegelt sich auch in der Kette wider, die sie um ihren Hals trägt.

Mit der rechten Hand hält sich Zehra an der Kette der Schaukel fest, während sie in ihrer linken Hand eine wunderschöne große, tiefrote Rosenblüte hält.
Gekleidet ist Zehra mit einem sommerlichen Oberteil, das sofort den Blick auf sich zieht, da es besonders auffällig gemustert ist. Leuchtend bunte Blüten sind auf einen tiefschwarzen Hintergrund gestickt. Die leuchtenden intensiven Farben des Oberteils und das tiefe Rot der Blüte stechen stark aus dem Bild hervor.

Im Hintergrund des Bildes sehen wir fast über das gesamte Bild verteilt die beige Sandfläche auf der sich die Schaukel befindet. Dahinter lässt sich ganz oben im Bild ein kleines Stück einer grünen, aus Blättern bestehenden Hecke erkennen.

Das Bild strahlt durch die Bewegtheit, in der sich Zehra auf der Schaukel befindet, sehr viel Freude und dynamische Leichtigkeit aus, die sich auch in ihrem vor Freude strahlenden Gesicht widerspiegelt. Die leichte Unschärfe lässt die Gesichtszüge der Frau sehr weich erscheinen und lässt sie in einer fast makellosen Schönheit erstrahlen.
Und so sitzt da sicherlich in ihrem Inneren die Erinnerung, an einen schönen Sommertag in der Kinderzeit, mit auf der Schaukel… Erinnern Sie sich auch wieder?

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Reise in die Kindheit, von Susanne

Eine lächelnde Frau vor Bäumen, vor ihr steigen Seifenblasen auf

Bildbeschreibung von Katja:

Schließe deine Augen und denke an längst Vergangenes. Vielleicht liegt deine Kinderzeit erst ein paar Jahre zurück oder bereits schon viele Jahrzehnte, möglicherweise ein halbes Jahrhundert und mehr. Sei es drum, besondere Erlebnisse und schöne Momente verblassen in der eigenen Erinnerung nie… .
Susanne, unsere Fotografin, verfolgt die Idee, Zehra, eine junge Frau, auf eine Reise in ihre Kindheit zu schicken. Dazu fallen uns verschiedenste Aktivitäten ein. Als besonders inspirierend und geeignet für das erste Foto, empfindet Susanne das „Spiel mit den Seifenblasen“ einzufangen.
Wir suchen uns einen grünen Platz in der Maisonne. Das Grün ist eine Hecke, bestehend aus mehreren dicht gewachsenen Bäumen und Sträuchern. Hinter dem Grünstreifen verbirgt sich ein mehrstöckiges Gebäude, welches für das angestrebte Foto idealerweise nur teilweise sichtbar bzw. erahnbar ist. Der grau- blaue Himmel ist nicht ganz zusehen. Am Rand sind Bürgersteig, Straße und parkende Autos wahrzunehmen. Zu erwähnen ist auch ein Passant, der anmuten lässt, bewusst aus dem Bild gehen zu wollen – letztlich nur mit halben Körper am Gesamtgeschehen des Porträts teilnimmt.
Wir testen verschiedene Perspektiven und wir entscheiden uns für eine schräge Aufnahme. Zehra, die blau gekleidet ist, positioniert sich vor dem nach Frühling anmutenden Hintergrund und wird von der Kamera in der unteren Hälfte des Bildes eingefangen. Um ihre Emotionen festzuhalten, konzentrieren wir uns auf Zehra`s Gesicht. Nach einigen spielerischen Versuchen mit den Seifenblasen, stand die Entscheidung fest, sie von außen in das Bild fliegen zu lassen. Der Tanz der Seifenblasen beginnt. Zehra`s streng nach hinten gebundenen dunklen Haare verschaffen ihrem Gesicht und ihrer Mimik Raum für ihre wahrhaftig empfundene Freude. Freude über die zahlreichen Seifenblasen, die über ihren Kopf hinaufsteigen, eine Seifenblase streift ihre Stirn, eine weitere befindet sich im Anflug von unten links durch das Gesamtgeschehen gleiten zu wollen. Aufgrund der Helligkeit des Tages, bietet sich der jungen Frau, in jeder einzelnen Seifenblase, ein prächtiges Farbenspiel. Um ihnen bei ihrem Streifzug durch die Lüfte folgen zu können, hebt Zehra leicht ihren Kopf. Sie blinzelt mit den Augen und lacht scheinbar unbefangen, so dass ihre Zähne sichtbar werden. Sie ist losgelöst von allem um sich herum, Nebensächliches tritt in den Hintergrund…alles was jetzt wichtig ist, obliegt dem Wiederbeleben positiv-emotionaler Erinnerungen aus Kindertagen.

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Tanzstunde

Hallo!
Hier kommt ein Foto aus meiner Tanzstunde. Es ist nicht direkt aus dem
Unterricht, weil ich mich natürlich nicht im Spiegel sehen kann. Aber
da das Selfie aus dem Schloss Charlottenburg so gut rüberkam, hab ich
gedacht, das ist vielleicht auch eine gute Idee für dieses Bild. Die
Geste, die ich mache, gehört zu einem Tanz, bei dem es darum geht,
etwas Imaginäres aus der Luft zu greifen und damit die Bewegungen
weiter zu gestalten. Im Hintergrund sieht man meine Tanzlehrerin Frau
Bender, die schon länger inkulsiven Tanzunterricht anbietet. Im Moment
ist sie gerade auf der Suche anch weiteren blinden Schülerinnen. Ich
tanze seit April bei ihr und kann sie sehr empfehlen. Sie hat sich
toll auf meine Blindheit und Schwerhörigkeit eingestellt und die
Stunden bei ihr sind wirklich etwas ganz Besonderes. Ihr Stil nennt
sich Tanztheater. Es geht darum, Bewegungen aus dem Alltag
künstlerisch in den Tanz einzubauen. Sie gibt ganz klare, kleine
Anweisungen, aber ansonsten ist man völlig frei in der Umsetzung, was
mir sehr gefällt. Wenn jemand Lust aufs Tanzen hat, einfach bei mir melden; ich geb gern
die Kontaktdaten weiter.

Eine Frau, die eine Tanzbewegung macht, vor einem Spiegel, in dem man auch die Fotografin dieses Bildes spiegelt.

Ein Gedicht von Katrin zu diesem Bild:

Ich tanze

Ich tanze mit den Füßen im Regenbogen

In den Wolken versinke ich fast.

Meine ausgestreckten Arme sind starke Pflanzen.

Meine Finger Sonnenstrahlen.

Meine Haare die Strahlen des Mondes.

Mein Atem der Wind und meine Augen die Sterne.

Ich tanze zu einer unhörbaren Melodie.

Zu einem Lied, das aus meinem tiefsten Innern kommt aus dem Urgrund der Erde, aus dem uralten, unendlich begrenzten All.

Ich tauche hinab durch die Luftschichten und versinke im Wasser der Meere.

Ich bin der Nebel der Wälder, der Raureif des Herbstes und der Schnee der kalten Tage.

Ich bin der Dampf, der zu den Wolken aufsteigt und als Regen wieder auf die Erde fällt.

Ich bin das Lebenselixier, der Stoff, aus dem alles gemacht ist.

Ohne mich könnte niemand leben.

Doch ich bin auch voller Widersprüche.

Voller Harmonie und Zwiespalt.

Voll Vielfalt der Seinszustände.

Ich bin gefroren, kalt oder warm,

bin Dampf in der Luft oder flüssig auf der Erde.

Durch alle Wasser laufe ich, auf allen Ländern bin ich zu Hause.

Ich flieg mit dem Wind, tanze mit den Wellen und wandle mit den Gezeiten.

Ich ströme durch Menschen und Tiere, durch Pflanzen und Steine und forme sie mit meinem immer gleichen, ewig wechselnden Wesen.

Nennt man mich Wasser, irrt man sich sehr.

Ich bin mehr als das und doch viel weniger.

Ich bin unsichtbar, kenne viele Formen.

Ich bin gefunden und verloren.

Ich lache und weine zugleich.

Ich bin die Mitte des Regenbogens,

im Zentrum zwischen zwei widersprüchlichen Polen.

Sie ziehen mich in beide Richtungen zugleich.

Magnetisch bin ich nicht, doch unendlich sinnlich.

Ich genieße jede Berührung,

jede Begegnung nehme ich als unschätzbares Geschenk dankbar an.

Ich tanze mit dem Wind und den Wellen,

streichle die Wesen der Welt mit meinem Federstab und gleiche aus, wo Ungleichgewicht herrscht.

Ich bin Mond und Sonne zugleich und alle Sterne, Tag und Nacht, zeitlos und im Augenblick schwebend.

Ich bin ein Wunder.

Und doch etwas so gewöhnliches, dass mich die meisten Wesen kaum bemerken, weil ich so selbstverständlich in ihnen verweile, dass ich schon zum Alltag gehöre.

Still setze ich meinen Weg fort,

lächle versonnen

und freue mich

über alles, was ich erlebe.

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Der stille Beobachter/ 1. Fototreffen mit Rose

Porträt einer braunhaarigen Frau mit Sonnenbrille

Erstens die Bildbeschreibung von Kerstin:

Das Foto wurde am 09.05.2015 an einem sonnigen Samstagnachmittag aufgenommen und ist ein „typisches“ Selfie im Hochformat. Die Fotografin ist Rose, welche auch den Bildmittelpunkt bildet. Ungefähr die obere Hälfte des Hintergrunds ist weiß, da der Himmel zu diesem Zeitpunkt von einer zarten Wolkendecke bedeckt war. Der Rest des Hintergrunds zeigt eine frische grüne Wiese.

Am Horizont entlang werden Himmel und Wiese von einer Reihe ockerfarbener Gebäude getrennt. Das Gebäude links im Bild wird größtenteils von einigen grünen Sträuchern verdeckt und auf dem Gebäude rechts im Bild sind bunte Graffiti oder große Werbeplakate mit Menschen zu erkennen.

Unterbrochen wird die Häuserreihe etwa mittig von Roses Kopf, welcher im Vordergrund des Bildes ist. Sie ist vom Kopf bis kurz über Brusthöhe abgebildet. Man sieht ihre Arme nicht, sondern nur ihre Schultern. Sie trägt ein weißes Shirt mit einem runden Ausschnitt und eine dünne Silberkette mit einem Anhänger, der wie ein Röhrchen aufgefädelt ist. Rose hat lange braune Haare, die offen sind aber alle auf ihrem Rücken entlang fallen. Man sieht die Haare also nur bis zu den Schultern. Ihr hängen auch keine Haare ins Gesicht, da sie im Foto auf der linken Seite einige Strähnen nach hinten gesteckt oder geflochten hat. Ihr Gesicht ist oval und sie grinst. Ihr Mund ist dabei leicht geöffnet und man kann ihre Zähne etwas sehen. Nicht zu sehen sind Roses Augen, da sie eine große rechteckige, schwarze Sonnenbrille trägt. Ihr Gesicht liegt eher im Schatten, jedoch sind ihre beiden Schultern und die oberen Haare am Scheitel hell von der Sonne erleuchtet.

Schaut man dann was sich rechts im Bild hinter Rose abspielt, sieht man einen weiteren Studierenden des Seminars. Er steht einige Meter hinter Rose und ist ungefähr von Bauchnabelhöhe bis zum Kopf abgebildet. Er trägt eine dunkle Jacke und hat braunes Haar. Man sieht von seinem Gesicht nur das linke zusammengekniffene Auge und ein Stück von seiner Stirn. Der Rest des Gesichts ist verdeckt von einer Videokamera die er mit beiden Händen fest umfasst. Er geriet wohl eher zufällig auf unser Selfie, während er den Seminartag dokumentierte und ist so unser „stiller Beobachter“. 🙂

Und jetzt haben wir zum ersten Mal den Fall, daß zwei Bildbeschreiberinnen das selbe Bild beschrieben haben. Ich finde das immer sehr interessant. Wo sind die Unterschiede? Hier also

zweitens die Bildbeschreibung von Serap:

Im Vordergrund auf dem Foto ist die Fotografin Rose zu sehen. Sie ragt über zwei Drittel des Bildes. Das Foto lässt sich in drei Abschnitte unterteilen. Im vorderen Teil ist Rose zu sehen, im zweiten Abschnitt hinter ihr, ist eine grüne Wiese und ein Gebäude in der Ferne zu sehen, zudem eine zweite etwas im Hintergrund stehende Person, die sie beim Selbstportrait von hinten filmt, im dritten Abschnitt, in den ein Teil ihres Kopfes ragt, ist der weißliche Himmel zu sehen, hell und teils bedeckt.
Rose ist bis zum Brustkorb in einem weißen Hemd mit rundem Ausschnitt zu sehen, trägt eine Sonnenbrille und lächelt, so dass man den Ansatz ihrer weißen Zähne sehen kann. Ihre braunen Haare, die von der Sonne schimmern, sind auf der linken Seite leicht nach hinten gebunden, die andere Seite der Haare hängt locker neben ihrem Ohr, fällt aber am Rücken herunter. Wenige Strähnen fallen ihr ins Dekolleté. Auch am linken oberen Kopfbereich hängen drei lockere Strähnen über den sonst glatt anliegenden Haaren. Sie trägt eine große schwarze Sonnenbrille, mit einer kleinen Applikation auf der linken oberen Sonnenbrillenseite. Über der Sonnenbrille ragt der Ansatz ihrer Augenbrauen etwas hervor. Um den Hals trägt sie eine silberne Kette, die direkt unter ihrem Hals endet und eine Betonung im mittleren Kettenbereich hat. Auf der Höhe der Kette ragen links und rechts ihre Schlüsselbeinknochen hervor, wobei der linke etwas mehr zu sehen ist, als der Rechte. Die Betrachter bekommen dadurch das Gefühl, dass sie ihre Arme leicht hebt und das Bild evtl. ein Selbstportrait sein kann.
Hinter ihr im Bild ist eine große grüne Wiese, vereinzelt mit Blumen. Rechts von ihr, etwa 2 Meter entfernt steht ein Mensch mit einer Kamera. Er filmt diese Fotoaufnahme und zielt mit der Kamera direkt in das Bild der Betrachtenden. Die Kamera, die er mit beiden Händen umschlingt und vor sein Gesicht hält, besteht aus einem großen Objektiv und einem darüber ragenden Mikrofon. Er trägt einen grauen Pullover und eine Umhängetasche um den Brustkorb ist sichtbar.
Beide scheinen auf der grünen Wiese zu stehen, der Kameramann hat weiter hinten hinter sich einen schmalen Weg der leicht nach oben geht. Hinter ihm, weiter in der Ferne, rechts vom Bild, ist ein schmaler Baum zu sehen. Noch weiter hinten, steht ein Gebäude. An dem Gebäude ist ein großes Werbebild befestigt.
Links von Rose, weit im Hintergrund, sind etwas verschwommen Büsche oder Bäume sichtbar, hinten diesen wiederum beginnen rötliche Gebäude.
Der Himmel, in den Roses oberer Kopfbereich ragt, scheint bedeckt. Die Sonnenstrahlen auf Roses Schultern aber, geben einen Hinweis darauf, dass Sonnenstrahlen trotz Wolkendecke am Himmel durchkommen.

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Portrait in der Mittagssonne, von Katrin

Porträt einer jungen Frau, die sich die Hand über die Augen hält, um gegen die Sonne zu sehen

Bildbeschreibung von Alexandra

Bei der nachfolgenden Bildbeschreibung handelt es sich um eine Porträtfotografie, welche im Mai dieses Jahres von Katrin Dinges aufgenommen wurde.
Das zentrale Motiv befindet sich im Vordergrund auf der linken unteren Hälfte des Bildes und zeigt eine junge Frau vom Kopf bis zu den Schultern aus der Normalperspektive. Außerdem fällt dem Betrachter sofort ihre rechte Hand ins Auge, welche sie vor die Stirn hält, um ihre Augen vor der Sonne zu schützen. Im Allgemeinen ist die Beleuchtung und Farbstimmung von einem natürlichen, hellen Sonnenlicht geprägt.
Die Frau trägt eine olivgrüne Jacke aus glattem Material mit einem goldenen Reißverschluss, der geöffnet ist. Darunter lugt noch ein Stück des runden Ausschnitts eines schwarzen Oberteils hervor. Ihre Hand wirft einen maskenförmigen Schatten auf den oberen Teil ihres Gesichts und ihr Blick ist – vom Betrachter aus – schräg nach oben rechts gerichtet. Ihr Lächeln wirkt leicht verschmitzt und ein bisschen angestrengt, da ihre Lippen verschlossen bleiben. Über den mandelförmigen Augen, welche wie eine Mischung aus grün und blaugrau wirken, finden sich zwei schön geschwungene, natürlich aussehende, helle Augenbrauen, die ihrem Gesicht den passenden Rahmen geben. Auf ihrem Nasenrücken findet sich ein leichter Glanz und auf ihren Wangen ein Hauch von Rouge. Die hellbraunen Haare werden von einem dicken schwarzen Haargummi am oberen Hinterkopf zusammengehalten. Einige zarte Strähnen und Härchen, die wohl zu kurz sind, fallen locker verspielt heraus.
Unmittelbar hinter der Person, links neben dem Kopf, findet man einige silbergraue Stühle und Tische aus wetterfestem Material stehen. Auch die Gliedmaßen zweier darauf sitzenden Personen lassen sich verschwommen erkennen. Der Untergrund besteht aus grauen Pflastersteinen, zwischen denen sich hier und da ein paar Grashalme hervor zwängen.
Rechts hinter der Frau fällt der Blick des Betrachters sofort auf eine weitere Person in einer dynamischen, hockenden Position. Der Körper ist nach vorn ausgerichtet und die Knie zeigen in unterschiedliche Richtungen, da der vordere Fuß stabil gerade steht, der hintere jedoch nur auf dem Fußballen. Die Person trägt dunkle Sneaker mit weißen Schnürsenkeln, eine hellblaue Jeans, darüber eine geöffnete blau-schwarze Jacke und kurze dunkle Haare. Allen äußeren Merkmalen nach handelt es sich um einen Mann. Sein Gesicht ist verdeckt durch eine schwarze Kamera, die von beiden Händen gehalten wird: die Rechte hält von oben, die Linke von unten, am Objektiv regulierend. Zudem hängt über seiner rechten Schulter eine dunkle Umhängetasche. Vermutlich macht der Mann mit der Kamera eine Aufnahme von der Szene, in der die junge Frau fotografiert wird.
Schließlich grenzt eine beigefarbene Gebäudewand, die mit zwei riesigen Fenstern bestückt ist, den Hintergrund ab. Bei beiden Fenstern sind graue Jalousien bis zur Hälfte heruntergelassen. Bei genauem Hinsehen lassen sich durch die Scheiben sogar die Silhouetten einiger Personen erkennen. Ein Teil der ersten Etage mit vier weiteren, etwas kleineren Fenstern, ist auch noch zu erkennen.

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