Schlagwort-Archive: blinde Fotografen

Reise in die Kindheit, von Susanne

Eine lächelnde Frau vor Bäumen, vor ihr steigen Seifenblasen auf

Bildbeschreibung von Katja:

Schließe deine Augen und denke an längst Vergangenes. Vielleicht liegt deine Kinderzeit erst ein paar Jahre zurück oder bereits schon viele Jahrzehnte, möglicherweise ein halbes Jahrhundert und mehr. Sei es drum, besondere Erlebnisse und schöne Momente verblassen in der eigenen Erinnerung nie… .
Susanne, unsere Fotografin, verfolgt die Idee, Zehra, eine junge Frau, auf eine Reise in ihre Kindheit zu schicken. Dazu fallen uns verschiedenste Aktivitäten ein. Als besonders inspirierend und geeignet für das erste Foto, empfindet Susanne das „Spiel mit den Seifenblasen“ einzufangen.
Wir suchen uns einen grünen Platz in der Maisonne. Das Grün ist eine Hecke, bestehend aus mehreren dicht gewachsenen Bäumen und Sträuchern. Hinter dem Grünstreifen verbirgt sich ein mehrstöckiges Gebäude, welches für das angestrebte Foto idealerweise nur teilweise sichtbar bzw. erahnbar ist. Der grau- blaue Himmel ist nicht ganz zusehen. Am Rand sind Bürgersteig, Straße und parkende Autos wahrzunehmen. Zu erwähnen ist auch ein Passant, der anmuten lässt, bewusst aus dem Bild gehen zu wollen – letztlich nur mit halben Körper am Gesamtgeschehen des Porträts teilnimmt.
Wir testen verschiedene Perspektiven und wir entscheiden uns für eine schräge Aufnahme. Zehra, die blau gekleidet ist, positioniert sich vor dem nach Frühling anmutenden Hintergrund und wird von der Kamera in der unteren Hälfte des Bildes eingefangen. Um ihre Emotionen festzuhalten, konzentrieren wir uns auf Zehra`s Gesicht. Nach einigen spielerischen Versuchen mit den Seifenblasen, stand die Entscheidung fest, sie von außen in das Bild fliegen zu lassen. Der Tanz der Seifenblasen beginnt. Zehra`s streng nach hinten gebundenen dunklen Haare verschaffen ihrem Gesicht und ihrer Mimik Raum für ihre wahrhaftig empfundene Freude. Freude über die zahlreichen Seifenblasen, die über ihren Kopf hinaufsteigen, eine Seifenblase streift ihre Stirn, eine weitere befindet sich im Anflug von unten links durch das Gesamtgeschehen gleiten zu wollen. Aufgrund der Helligkeit des Tages, bietet sich der jungen Frau, in jeder einzelnen Seifenblase, ein prächtiges Farbenspiel. Um ihnen bei ihrem Streifzug durch die Lüfte folgen zu können, hebt Zehra leicht ihren Kopf. Sie blinzelt mit den Augen und lacht scheinbar unbefangen, so dass ihre Zähne sichtbar werden. Sie ist losgelöst von allem um sich herum, Nebensächliches tritt in den Hintergrund…alles was jetzt wichtig ist, obliegt dem Wiederbeleben positiv-emotionaler Erinnerungen aus Kindertagen.

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Der stille Beobachter/ 1. Fototreffen mit Rose

Porträt einer braunhaarigen Frau mit Sonnenbrille

Erstens die Bildbeschreibung von Kerstin:

Das Foto wurde am 09.05.2015 an einem sonnigen Samstagnachmittag aufgenommen und ist ein „typisches“ Selfie im Hochformat. Die Fotografin ist Rose, welche auch den Bildmittelpunkt bildet. Ungefähr die obere Hälfte des Hintergrunds ist weiß, da der Himmel zu diesem Zeitpunkt von einer zarten Wolkendecke bedeckt war. Der Rest des Hintergrunds zeigt eine frische grüne Wiese.

Am Horizont entlang werden Himmel und Wiese von einer Reihe ockerfarbener Gebäude getrennt. Das Gebäude links im Bild wird größtenteils von einigen grünen Sträuchern verdeckt und auf dem Gebäude rechts im Bild sind bunte Graffiti oder große Werbeplakate mit Menschen zu erkennen.

Unterbrochen wird die Häuserreihe etwa mittig von Roses Kopf, welcher im Vordergrund des Bildes ist. Sie ist vom Kopf bis kurz über Brusthöhe abgebildet. Man sieht ihre Arme nicht, sondern nur ihre Schultern. Sie trägt ein weißes Shirt mit einem runden Ausschnitt und eine dünne Silberkette mit einem Anhänger, der wie ein Röhrchen aufgefädelt ist. Rose hat lange braune Haare, die offen sind aber alle auf ihrem Rücken entlang fallen. Man sieht die Haare also nur bis zu den Schultern. Ihr hängen auch keine Haare ins Gesicht, da sie im Foto auf der linken Seite einige Strähnen nach hinten gesteckt oder geflochten hat. Ihr Gesicht ist oval und sie grinst. Ihr Mund ist dabei leicht geöffnet und man kann ihre Zähne etwas sehen. Nicht zu sehen sind Roses Augen, da sie eine große rechteckige, schwarze Sonnenbrille trägt. Ihr Gesicht liegt eher im Schatten, jedoch sind ihre beiden Schultern und die oberen Haare am Scheitel hell von der Sonne erleuchtet.

Schaut man dann was sich rechts im Bild hinter Rose abspielt, sieht man einen weiteren Studierenden des Seminars. Er steht einige Meter hinter Rose und ist ungefähr von Bauchnabelhöhe bis zum Kopf abgebildet. Er trägt eine dunkle Jacke und hat braunes Haar. Man sieht von seinem Gesicht nur das linke zusammengekniffene Auge und ein Stück von seiner Stirn. Der Rest des Gesichts ist verdeckt von einer Videokamera die er mit beiden Händen fest umfasst. Er geriet wohl eher zufällig auf unser Selfie, während er den Seminartag dokumentierte und ist so unser „stiller Beobachter“. 🙂

Und jetzt haben wir zum ersten Mal den Fall, daß zwei Bildbeschreiberinnen das selbe Bild beschrieben haben. Ich finde das immer sehr interessant. Wo sind die Unterschiede? Hier also

zweitens die Bildbeschreibung von Serap:

Im Vordergrund auf dem Foto ist die Fotografin Rose zu sehen. Sie ragt über zwei Drittel des Bildes. Das Foto lässt sich in drei Abschnitte unterteilen. Im vorderen Teil ist Rose zu sehen, im zweiten Abschnitt hinter ihr, ist eine grüne Wiese und ein Gebäude in der Ferne zu sehen, zudem eine zweite etwas im Hintergrund stehende Person, die sie beim Selbstportrait von hinten filmt, im dritten Abschnitt, in den ein Teil ihres Kopfes ragt, ist der weißliche Himmel zu sehen, hell und teils bedeckt.
Rose ist bis zum Brustkorb in einem weißen Hemd mit rundem Ausschnitt zu sehen, trägt eine Sonnenbrille und lächelt, so dass man den Ansatz ihrer weißen Zähne sehen kann. Ihre braunen Haare, die von der Sonne schimmern, sind auf der linken Seite leicht nach hinten gebunden, die andere Seite der Haare hängt locker neben ihrem Ohr, fällt aber am Rücken herunter. Wenige Strähnen fallen ihr ins Dekolleté. Auch am linken oberen Kopfbereich hängen drei lockere Strähnen über den sonst glatt anliegenden Haaren. Sie trägt eine große schwarze Sonnenbrille, mit einer kleinen Applikation auf der linken oberen Sonnenbrillenseite. Über der Sonnenbrille ragt der Ansatz ihrer Augenbrauen etwas hervor. Um den Hals trägt sie eine silberne Kette, die direkt unter ihrem Hals endet und eine Betonung im mittleren Kettenbereich hat. Auf der Höhe der Kette ragen links und rechts ihre Schlüsselbeinknochen hervor, wobei der linke etwas mehr zu sehen ist, als der Rechte. Die Betrachter bekommen dadurch das Gefühl, dass sie ihre Arme leicht hebt und das Bild evtl. ein Selbstportrait sein kann.
Hinter ihr im Bild ist eine große grüne Wiese, vereinzelt mit Blumen. Rechts von ihr, etwa 2 Meter entfernt steht ein Mensch mit einer Kamera. Er filmt diese Fotoaufnahme und zielt mit der Kamera direkt in das Bild der Betrachtenden. Die Kamera, die er mit beiden Händen umschlingt und vor sein Gesicht hält, besteht aus einem großen Objektiv und einem darüber ragenden Mikrofon. Er trägt einen grauen Pullover und eine Umhängetasche um den Brustkorb ist sichtbar.
Beide scheinen auf der grünen Wiese zu stehen, der Kameramann hat weiter hinten hinter sich einen schmalen Weg der leicht nach oben geht. Hinter ihm, weiter in der Ferne, rechts vom Bild, ist ein schmaler Baum zu sehen. Noch weiter hinten, steht ein Gebäude. An dem Gebäude ist ein großes Werbebild befestigt.
Links von Rose, weit im Hintergrund, sind etwas verschwommen Büsche oder Bäume sichtbar, hinten diesen wiederum beginnen rötliche Gebäude.
Der Himmel, in den Roses oberer Kopfbereich ragt, scheint bedeckt. Die Sonnenstrahlen auf Roses Schultern aber, geben einen Hinweis darauf, dass Sonnenstrahlen trotz Wolkendecke am Himmel durchkommen.

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Eine blinde Kunstfotografin erzählt: Teil 1 Nadine stellt sich vor

Wir haben Nadine Alexander-Meißinger eher zufällig auf der Suche nach Blinden Fotografen auf Facebook gefunden und sie spontan gebeten ein paar Beiträge für unseren Blog zu schreiben. Auch wenn blinde und sehbehinderte allmählich als Hobbyfotografen anerkannt werden, scheint es leider noch sehr wenige zu geben, die ihr Hobby zum Beruf machen und damit Erfolg haben. Nadine hat diesen Schritt gewagt und wir möchten von ihr wissen wie sie ihr Vorhaben umsetzt und welchen Erfolgen und Schwierigkeiten sie dabei begegnet. Außerdem freuen wir uns auf Praxistipps im Umgang mit verschiedenen Kameras.

Hinterlasst ein Kommentar oder schriebt uns an picdesc@gmail.com wenn ihr Fragen an Nadine habt, oder selbst Blogbeiträge schreiben möchtet.

Hier ist Nadines erster Post.

Nadine sitzt auf einer Mauer. Im Hintergrund ein Haus und Bäume.

Hallo ihr Fotografier-interessierten!

Durch Tina bin ich auf dieses Projekt hier aufmerksam geworden, und möchte mich daher auch einmal zu Wort melden als jemand, der inzwischen als selbstständige blinde Fotografin arbeitet, und ihre Bilder auch online vertreibt.

Ich wurde 1982 in Berlin geboren, und erblindete 1994 krankheitsbedingt. Einige Jahre lang schrieb ich Gedichte, verlor aber leider den Zugang zu meiner Kreativität, bis ich 2011 meinen Mann kennenlernte.

Als jemand, der das Fotografieren selbst als Hobby ausübte, aber auch auf Auftragsbasis arbeitete, ermutigte er mich schnell, selbst einmal seine Kamera in die Hand zu nehmen, sobald er mein Interesse für die Fotografie bemerkte. Natürlich folgte eine lange Zeit des Ausprobierens, und glaubt mir, sie hat auch viel Frustration mit sich gebracht. Ich versuchte mich an vielen Motiven, anfänglich aber hauptsächlich an Fotos von Blumen und anderen Pflanzen in Nahaufnahme. Einfach weil ich so das genaue Anpeilen und Einfangen am besten üben konnte.

Ich war sehr streng mit mir, und stand mir daher so manches Mal selbst im Weg, aber mein Mann stand mit seiner Geduld und seiner motivierenden Art immer hinter mir, sodass ich mich weiter auf verschiedenste Weise versuchen konnte.

Ich fotografierte, wir sahen uns die Bilder an, er beschrieb sie mir genau, von Farben über eingefangenes Motiv bis hin zu Schärfen oder Unschärfen, und nahm dabei kein Blatt vor den Mund, wofür ich ihm heute noch dankbar bin. Denn so praktizieren wir es noch immer.

Ich erweiterte die Bandbreite meiner Wunschmotive nach und nach, und seit ich mit einer digitalen Spiegelreflexkamera fotografiere, auch die verschiedenen Einstellungen und Spielarten, die mir ein solches Gerät bieten kann. Heute gehören Landschaften und Tiere genauso zu meinen Motiven, wie Architektur, Portraits  und Kunstfotografie. Das ist weniger hochgestochen, als es vielleicht klingt, und vieles von dem, was ich heute weiß, habe ich nur durch Ausprobieren und Rumstöbern im Internet herausgefunden.

Bis zu meiner heutigen Kamera habe ich mit nahezu allen Kameratypen fotografiert, und möchte hier gern nach und nach in kleinen Happen schildern, welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe, welche Kamera gerade für uns Blinde welche Vorteile hat, und welche Nachteile. Denn meiner Erfahrung nach sind es oft gerade die Kameras, die alles automatisch einstellen, wie bei Handys z.B. die uns manchmal bei unserem Wunschmotiv ein Bein stellen.
Ich hoffe, der eine oder andere kann dabei etwas Nützliches für sich herausziehen.

Nadines Facebook Profil

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Nadines Online-Shop www.blind-click.de

Foto: Nadine Alexander-Meißinger (Selbstauslöser)

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Führhündin Kelly auf einer grünen Wiese von Rose

Ein brauner Führhund mit Halsband und Geschirr liegt im Gras

Das Foto von Kelly im Gras ist an einem sonnigen Tag auf einer grünen Wiese in der Nähe der ASH entstanden. Die Sonne scheint stark, weshalb das Foto hell beleuchtet ist. Es sind sowohl helle als auch schattige Stellen auf der Wiese zu erkennen.

Den Mittelpunkt des Fotos bildet Kelly. Sie liegt auf einer grünen Wiese zwischen weißen und gelben Pusteblumen, sowie einigen weißen Gänseblümchen. Ihr mittelbraunes Fell glänzt im Sonnenlicht. Der Himmel ist auf dem Foto nicht zu sehen, die Wiese füllt das komplette Bild aus.

Kelly liegt, mit ihren Vorderpfoten nach vorn ausgesteckt und ihrem Kopf nach vorn rechts schauend, auf dem Boden. Ihr Kopf verdeckt teilweise ihren Rumpf und ihr Hinterteil. Von ihren Hinterbeinen ist lediglich ein kleiner Teil ihres linken, angewinkelten Oberschenkels zu sehen. Auch ihr rotes Halsband und das weiße Hundegeschirr sind nur teilweise zu erkennen, da sie von ihrem Kopf verdeckt werden. Ihr linkes Vorderbein und die linke Pfote liegen im Halbschatten der Gräser neben ihr. Ihr rechtes Vorderbein und ihre rechte Pfote liegen vollständig im Sonnenlicht. Auch ihr Kopf, der Rumpf und das Hinterteil sind vollständig im Sonnenlicht.

Mit ihren leicht zusammen gekniffenen Augen fixiert Kelly einen Punkt, welcher nicht im Bild zu sehen ist. Auf dem Foto kann man einen Teil ihrer Zunge erkennen, mit der sie sich gerade ihr Maul ableckt.

Auf der Wiese sind vereinzelt gelbe und weiße Pusteblumen sowie weiße Gänseblümchen zu sehen. In der unteren linken Bildecke stehen zwei gelbe Pusteblumen. Sie sind vollständig von der Sonne beleuchtet und stehen nah an der linken Pfote von Kelly. Weiter hinten im Bild, links neben Kellys linken Oberschenkel und somit am linken Bildrand steht eine weiße Pusteblume. Hinter Kelly ist ein größerer Schatten von einem Baum zu sehen. Dieser Schatten füllt das obere Drittel des Bildes. Im Hintergrund sind vereinzelt Blumen zu erkennen. Rechts neben Kelly kann man hell beleuchtete grüne Wiese, auf der kleine, weiße Gänseblümchen stehen, sehen. Der Rasen rechts neben ihr ist an manchen Stellen leicht eingetreten. Auch ist hier der Schatten von ihrem Kopf zu sehen.

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Portrait in der Mittagssonne, von Katrin

Porträt einer jungen Frau, die sich die Hand über die Augen hält, um gegen die Sonne zu sehen

Bildbeschreibung von Alexandra

Bei der nachfolgenden Bildbeschreibung handelt es sich um eine Porträtfotografie, welche im Mai dieses Jahres von Katrin Dinges aufgenommen wurde.
Das zentrale Motiv befindet sich im Vordergrund auf der linken unteren Hälfte des Bildes und zeigt eine junge Frau vom Kopf bis zu den Schultern aus der Normalperspektive. Außerdem fällt dem Betrachter sofort ihre rechte Hand ins Auge, welche sie vor die Stirn hält, um ihre Augen vor der Sonne zu schützen. Im Allgemeinen ist die Beleuchtung und Farbstimmung von einem natürlichen, hellen Sonnenlicht geprägt.
Die Frau trägt eine olivgrüne Jacke aus glattem Material mit einem goldenen Reißverschluss, der geöffnet ist. Darunter lugt noch ein Stück des runden Ausschnitts eines schwarzen Oberteils hervor. Ihre Hand wirft einen maskenförmigen Schatten auf den oberen Teil ihres Gesichts und ihr Blick ist – vom Betrachter aus – schräg nach oben rechts gerichtet. Ihr Lächeln wirkt leicht verschmitzt und ein bisschen angestrengt, da ihre Lippen verschlossen bleiben. Über den mandelförmigen Augen, welche wie eine Mischung aus grün und blaugrau wirken, finden sich zwei schön geschwungene, natürlich aussehende, helle Augenbrauen, die ihrem Gesicht den passenden Rahmen geben. Auf ihrem Nasenrücken findet sich ein leichter Glanz und auf ihren Wangen ein Hauch von Rouge. Die hellbraunen Haare werden von einem dicken schwarzen Haargummi am oberen Hinterkopf zusammengehalten. Einige zarte Strähnen und Härchen, die wohl zu kurz sind, fallen locker verspielt heraus.
Unmittelbar hinter der Person, links neben dem Kopf, findet man einige silbergraue Stühle und Tische aus wetterfestem Material stehen. Auch die Gliedmaßen zweier darauf sitzenden Personen lassen sich verschwommen erkennen. Der Untergrund besteht aus grauen Pflastersteinen, zwischen denen sich hier und da ein paar Grashalme hervor zwängen.
Rechts hinter der Frau fällt der Blick des Betrachters sofort auf eine weitere Person in einer dynamischen, hockenden Position. Der Körper ist nach vorn ausgerichtet und die Knie zeigen in unterschiedliche Richtungen, da der vordere Fuß stabil gerade steht, der hintere jedoch nur auf dem Fußballen. Die Person trägt dunkle Sneaker mit weißen Schnürsenkeln, eine hellblaue Jeans, darüber eine geöffnete blau-schwarze Jacke und kurze dunkle Haare. Allen äußeren Merkmalen nach handelt es sich um einen Mann. Sein Gesicht ist verdeckt durch eine schwarze Kamera, die von beiden Händen gehalten wird: die Rechte hält von oben, die Linke von unten, am Objektiv regulierend. Zudem hängt über seiner rechten Schulter eine dunkle Umhängetasche. Vermutlich macht der Mann mit der Kamera eine Aufnahme von der Szene, in der die junge Frau fotografiert wird.
Schließlich grenzt eine beigefarbene Gebäudewand, die mit zwei riesigen Fenstern bestückt ist, den Hintergrund ab. Bei beiden Fenstern sind graue Jalousien bis zur Hälfte heruntergelassen. Bei genauem Hinsehen lassen sich durch die Scheiben sogar die Silhouetten einiger Personen erkennen. Ein Teil der ersten Etage mit vier weiteren, etwas kleineren Fenstern, ist auch noch zu erkennen.

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Noch ein Bild vom Seminar auf dem Tempelhofer Feld

von Stephan:

Eine blinde Fotografin und drei Studentinnen auf einer weiten Ebene.

06 Juni 2015 Bildbeschreibung

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