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Bild #6677 von Silja Korn

Person im rötlichen Halbschatten

Das Bild zeigt annähernd mittig das Portrait einer weiblich wirkenden Person. Diese ist bis kurz über der Brust abgebildet. Das Foto ist im Hochformat und in Farbe aufgenommen. Die Person ist leicht in Richtung linker Bildrand gerückt.

Die Lichtverhältnisse der Aufnahme suggerieren eine warme Stimmung aus rötlich-braunem bis dunkel gelb-orangenem Licht und Schatten. Die abgebildete Person ist wie von Feuer beleuchtet und schaut gerade aus dem Bild heraus. Eine Lichtquelle beleuchtet sie von schräg unten links. Die obere Gesichtshälfte liegt bis zur Oberlippe in fleckigen Schatten. Die dunklen, weit geöffneten Augen liegen in diffusem Licht. Der Blick wirkt starr. Schatten auf den Wangenknochen und warmes Licht in die Augenhöhlen hinein leuchtend lassen die Augen düster und etwas bedrohlich erscheinen. Jeweils direkt über den Augen, schräg nach innen gestellt, erwecken zwei schmale Schattenstreifen den Anschein von Augenbrauen und verstärken so die bedrohliche Stimmung der Augenpartie.

Licht und Schatten um Nase und Augen stellen sich symmetrisch dar: Der Nasenrücken in der Mitte ist mit einem dunklen Streifen bedeckt, seitlich davon befinden sich die schwarz heraus starrenden Augen, schräg über den schmalen, nach innen gestellten Schattenstreifen zwei helle Dreiecke zur Nase hin. Die äußeren Ränder der Augenhöhlen liegen jeweils in warmem Licht. Die tatsächlichen Augenbrauen sind nur zu erkennen, wenn sich der Blick der betrachtenden Person von der Anziehungskraft der Augenpartie löst, da sie im Schatten liegen.Der untere Rand der Nasenflügel und der Nasensteg sind von unten beleuchtet.

Die untere Gesichtshälfte ist etwas deutlicher beleuchtet und liegt in gelblichem Licht. Nur das Kinn, die linke Wange und die Oberlippe der abgebildeten Person liegen teilweise im Schatten. Der Mund ist geschlossen. Die dunklen, brünetten Haare erscheinen durch das Licht strähnig an beiden Seiten des Gesichts und fassen es dunkel ein. Sie reichen etwas über die Ohren. Stirn und die Haare darüber liegen fast im Dunkeln, das Ende des Kopfes geht in einen schwarzen Schatten hinter und über dem Kopf, der lang gezogen bis zum oberen Bildrand den Hintergrund des Bildes verdunkelt, über. Rechts und links des Schattens liegt der Hintergrund fleckig in Licht und Schatten.

Die abgebildete Person trägt einen grauen Rollkragenpullover mit dunklen Sternen. Links und rechts des Gesichtes, wie auf den Schultern ruhend, ist ein unscharfes Gebilde zu erkennen. Es umspielt das Kinn, ist durchsichtig, wirkt geisterhaft. Tatsächlich ist es ein Glas mit einem Teelicht darin — die Lichtquelle. Den Weg des Glases anzeigend ist in der unteren Bildhälfte eine im Vergleich zum Rest des Bildes sehr helle, willkürliche Linie zu sehen. Sie hebt sich deutlich vom Rest des Bildes ab und verläuft am linken Bildrand, etwas unterhalb des rechten Ohres der abgebildeten Person gezackt nach unten und von dort in einem leichten Bogen quer über das Bild in Richtung linkes Ohr.

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Ich zünde eine Kerze an

von Katrin Dinges

Ich zünde schweigend eine Kerze an.
Ihre kleine Flamme wärmt mich heute Nacht.
Streift meine Hände, steigt in Kreisspiralen himmelan.
Duftend, knisternd hat sie mir die Stille mitgebracht.

Wohin reicht das Licht?
Bis wann? Vielleicht bis morgen?
Durchdringt sie Dunkelheit? Erhellt sie dein Gesicht?
Bist in der großen Stille du heut auch geborgen?

Nach dem Ausblasen bleibt der Rauch
der uns verrät: Hier brannte eben noch
das Licht, erfüllte uns mit seinem gold’nen Hauch.
Wir sehen’s nicht mehr und wir wissen’s doch.

So ist es mit den Worten, mit dem Schweigen:
Verklingen sie, ward wichtiges gesagt.
Zwischen den Zeichen sieh im Dichterreigen,
was eben noch der Sänger uns geklagt.

Erst wenn er schweigt, kann seine Rede reifen.
Erst wenn das Licht erloschen, lebt der Glanz noch fort.
zwischen den Lettern kann die Botschaft greifen.
Schweig still und lausche stetig fort.

Zwei Hände, die eine Kerzenflamme umfassen, nur von dieser beleuchtet

Bildbeschreibung von Oskar Schulz

Das querformatige Foto zeigt einen Tiefschwarzen Hintergrund, in dessen Mitte zwei Hände eine lila Stumpenkerze umschließen. Das Zentrum des Bildes ist von der Flamme dieser Kerze erleuchtet. Die Flamme selbst ist komplett weiß und nur am Docht und am äußeren Rand gelblich-rot. Der Schein der Kerze verliert sich komplett im Schwarz des Hintergrunds und erhellt somit nur die Innenseiten der beiden Hände, die wirken als wollten sie sie vor dem Erlöschen durch einen Windstoß bewahren. Das warme Orange, in das die Haut getaucht wird, lässt die Linien der Handflächen gut erkennen und die Seiten der Finger rötlich erglimmen. Von den Handrücken dagegen sind keine Details zu sehen, da sie sich im Schatten außerhalb der Lichtquelle befinden.

Zusammen bilden Hände und Kerze eine Herzform, da die Hände zu einem Oval geöffnet sind und sich dabei die Mittelfinger wie die untere Spitze eines  Herzens berühren, die Zeigefinger und Handballen jedoch nicht. Die Kerze ist durch ihre Zentrale Lage die mittige Spitze des Herzes.  Der Ring -und der kleine Finger sind nicht erkennbar, da das Bild durch die leichte Vogelperspektive der Aufnahme nur den Ausschnitt der Hand bis zur Mitte des Mittelfingers zeigt. Auffallend ist, dass das lila Kerzenwachs nur um den Docht herum leicht abgebrannt und somit etwas heller als der Rest der Kerze ist. Vermutlich wurde die Kerze erst kurz vor dem Entstehen des Bildes entzündet.

Der  Komplementärkontrast zwischen dem warmen  gelb-orange der erleuchteten Handinnenflächen sowie der weiß-gelben Flamme, und dem kalten lila der Kerze vermittelt einen  warmen Gesamteindruck, der sich wiederum stark vom schwarzen Hintergrund absetzt.

 

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